Sonntag, 24. Mai 2015

An der Erftriviera

Mein heutiges Laufziel ist dieser Briefkasten. Ja soweit ist es schon, kaum hat man gerade keinen Trainingsplan zu erfüllen, sucht man sich die skurilsten Ziele. Wäre die Besitzerin nicht daheim, würde ich meine Post dort einwerfen, wäre sie daheim, hat sie die Ehre meines Verpflegungspunktes an km 7. Davon weiß sie zwar nichts, erfüllt aber dennoch munter meine Bitte um ein Glas Wasser, angereichert um Gedankenaustausch zu den Marathons Hamburg (sie) und Düsseldorf (ich) ;-)



Doch bevor ich dort ankomme, geht es zunächst durch die grüne Landschaft.
Hier und da leider kontaminiert durch andere farbliche Mutwilligkeiten.












Dann schon lieber Pferde auf der Weide...





Schon lange wollte ich wieder die "Gracht" im Nachbarort laufend genießen. Hinter dem dichten Brennnesselbiotop plätschert die Erft.
Erstaunlicherweise sind keine Pfingstspaziergänger unterwegs.








Manche Gärten entwickeln den Charme einer kleinen Riviera.






























Frisch gestärkt mit Kranenburger Wasser an meinem persönlichen Verpflegungspunkt (s.o.) geht es noch vorbei am Stadion des großen Sohns der Nachbarstadt...







... und einigen letzten Exemplaren des diesjährigen Maibaumwesens (Siehe Wikipedia, Abschnitt "Liebesmai").  In diesem Haus dürfte also ein weibliches, unverheiratetes, aber umworbenes Wesen wohnen.
Wie ich mir einmal sagen ließ, kann auch in selteneren Fällen ein Kirschzweig drapiert werden. Das ist dann allerdings kein Kompliment. Es bedeutet, das dort mancher hingeht und pflückt...



Ich bemerke nach meinem Lauf, dass ich nichts bemerke. Nämlich nicht das in der Endphase des Marathontrainings immer wieder auftretende Ziehen an linker Ferse und Wadenbereich. Prima, darf so bleiben. Auch das Laufen lief locker :-)

Daheim komme ich in einen unerwarteten Genuss: Mein eidgenössischer Ehemann hat das Bad tontechnisch aufgerüstet und 2 Boxen dort drapiert. Bei entsprechend zielgerichteter Regelung der Lautstärke ergeben sich wunderbare Schwingungen der Duschtasse. Jedenfalls liefert der Rhythmus der dreiköpfigen texanischen Altherrencombo, die wir demnächst livehaftig erleben werden, eine wunderbare Fussmassage ;-)

20 Grad, 13,95 km, 1:27:54, (6:18 Min/km), HF 128

Kommentare:

  1. Liebe Elke,
    ein ereignisreicher Lauf! Danke, dass ich an eurem Sonnenschein zumindest virtuell ein bißchen mitknabbern durfte! ;)
    Nur das mit dem Briefkasten habe ich nicht ganz begriffen. Kanntest du die Besitzerin schon und wolltest ihr etwas bringen? Oder bekamst du einfach bei km7 Durst, sahst den schönen Briefkasten und dachtest dir, warum nicht dessen Besitzerin mal kennen lernen?
    Fragen über Fragen! :D
    Ich wünsche dir noch einen schönen Pfingstmontag!

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    1. Liebe Doris,
      ja, gestern war Sonne, heute ist Regen ;-(
      Also die Briefkastenbesitzerin ist eine Schulfreundin und Staffellaufkollegin. Ich wollte ihr Mitbringsel für den München-Marathon vorbeibringen, was ich aber nicht vorher angekündigt hatte. Dass sie daheim war, war also Glück.
      Dir auch noch einen schönen Pfingstmontag!
      Liebe Grüße
      Elke

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  2. Liebe Elke,

    die Sonne zaubert die Riviera an die Erft, herrlich. Das erspart doch weite Reisen! :-)

    Du trinkst Kranenburger Wasser? In Kranenburg war ich letzte Woche noch, dabei wußte ich aber nicht, dass die ihr eigenes Wasser haben.

    Dein Lauf liest sich sehr gut. Wenn dann auch noch die Duschtasse heiße Rythmen überträgt, scheint es perfekter Tag gewesen zu sein.

    Weiterhin schöne Pfingsten und liebe Grüße
    Volker

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    1. Lieber Volker,
      also das Kranenburger kommt hier aus jedem Wasserkran im Haus...
      Nachdem erst der Garten wieder halbwegs in Schuss gesetzt wurde, dann noch ein schöner Lauf - ja so darfs sein!
      Dir auch noch einen schönen Pfingstmontag!
      Liebe Grüße
      Elke

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  3. So schlecht ist die Post bei euch doch sicher nicht, dass du selbst ausstellen müsstest. Gib es zu, nur eine Ausrede, um ohne Zipperlein durchs Grün zu laufen;). Und ZZ Top zur Fusssohlenmassage? Jedem Tierchen sein Pläsierchen....

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    1. Liebe Roni,
      ach unsere Post. Ich wartete mal auf einen Brief meiner Bank, die ist im Nachbarortsteil 4,5 km weg. Der Brief brauchte 2 Wochen. Das ist zwar die Ausnahme, aber die bringen so etwas. Also bringe ich manches auch schonmal selber.
      Genau, die Bärtigen :-)
      Liebe Grüße
      Elke

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  4. Liebe Elke,

    schön eingefangen, die Erftreviera. Aber was manche Leute so mit ihrem Garten veranstalten, lässt es mich schon häufig erzittern. Die von Dir fotografierten Exemplare gehören dazu - also schön find ich das nicht. ;-) Reviera ist Reviera und Rheinland ist Rheinland.. so ein Eifler Bauerngarten, das ist schön.

    Und Fußmassage durch Musik? Wie laut müsst ihr das dafür aufdrehen?

    Schönen Pfingstmontag noch.

    Gruß
    Anja

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    1. Liebe Anja,
      Also einen Bauerngarten würde ich persönlich auch bevorzugen, aber dennoch finde ich die Gärten, die auch das Ufer mit einbeziehen schöner, als die, die nur stumpf eine Hecke setzen (4. Bild von oben).
      Die Lautstärke ging noch - finde ich jedenfalls. Es gibt Musik, die muss eben ein wenig forciert werden, eine Ballade würde ich da natürlich auch leiser hören. Dann gäbs aber keine Fußsohlenmassage.
      Dir auch noch einen schönen Pfingstmontag!
      Liebe Grüße
      Elke

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  5. Ah. Maibaum! Du drehst wieder das Messer in der Wunde ;)
    Im Gegensatz zu Anja gefallen mir die gezeigten Gärten aber eigentlich sehr gut...vermutlich weil ich selbst so gartenfaul bin und alles toll finde, was sich von meinem unkrautüberwucherten Wiesenstück unterscheidet ;)

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    1. Liebe Daniela,
      so ist das eben, jeder hat so seinen Geschmack, ist ja aber auch ganz gut so. Mich würde so ein Flußlagegrundstück auch immens reizen. Wahrscheinlich wird Dein Biotop aber auch von ganz vielen Tieren heiß geliebt!
      Liebe Grüße
      Elke

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  6. Zum Glück ist mein Briefkasten direkt in unsere Haustür integriert. Weiter würde ich es noch dem gestrigen 80er auch nicht schaffen.
    Eine Fußmassage täte mir jetzt auch gut. Leider schlafen hier alle noch, so dass die eidgenössische Variante ausscheidet.

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    1. ACHTZIG km - wow, ich erblasse vor Ehrfurcht. Wie ich so bei Herrn Sonntag lese, den mir neulich mal jemand empfohlen hat, ist das ja eigentlich keine Kunst.... nee, da teile ich die Meinung von Herrn Sonntag nicht, das ist schon eine Leistung. Aber Du hast ja noch mehr vor...
      Nun denn, dann musst Du wohl leider Deine müden Füße selber versorgen. Wenigstens ist heute frei, da kannst Du noch etwas ausruhen.
      Liebe Grüße
      Elke

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  7. Liebe Elke, hui, ist das grün! gut zu lesen, dass deine Zipperlein sich beruhigt haben und eine schöne Runde zuließen. Mit 14 km im Sack genießt man die neue Badezimmerdisco doch gleich mit noch mehr Begeisterung! ;-)

    Liebe Grüße,
    Anne

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  8. Liebe Anne,
    ich finde das Grün im Frühjahr immer besonders frisch und saftig. Genau, was der einen ihr Rädchen ist der anderen ihr Bädchen ;-)
    Liebe Grüße
    Elke

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  9. Liebe Elke,
    ein schöner Lauf ohne Wadenprobleme und ein anschließendes Bad mit Musik.
    So lässt es sich doch leben :-)
    Liebe Grüße
    Helge

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    1. Liebe Helge,
      genau, so sollte es immer sein :-)
      Liebe Grüße
      Elke

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