Donnerstag, 7. April 2016

Vorbilder

Wie Bilder täuschen können...
Die Wolke, die da hinten in Bildmitte gerade Richtung Köln abzieht, suchte kurz zuvor meinen Wohnort heim. Zog genau von West nach Ost darüber hinweg, südlich und nördlich davon alles nur brave weiße Schäfchenwölkchen. Während ich grübelte, was ich zum Laufen anziehen sollte.
Genau in dem Moment ging es draußen los mit einem gepflegten Hagelschauer dass es nur so prasselte.
Und das nur unter dieser einen Wolke.



Also entschied ich mich für die Regenjacke, was natürlich im Nachhinein etwas unnötig war, als bald wieder die Sonne hervorlugte und von Westen überwiegend Kleinwölkchen nachkamen.

Doch bei dem böigen Wind bei wieder niedrigeren Temperaturen war eine schützende äußere Hülle dann doch ganz hilfreich.






Spontan laufe ich Richtung Erft, die laut gestriger Reportage im Dritten ziemliches Hochwasser haben soll. Doch das scheint schon überwiegend abgeflossen, wenngleich der Wasserstand doch noch erhöht ist.

Wieder Richtung Zuhause werde ich beim Schulzentrum an die Übertragung des Marathon de Paris erinnert. Der Co-Kommentator führte aus, dass er eher nicht an angeborene Überlegenheit der afrikanischen Laufelite glaubt. Vielmehr würde sie dort von Kindesbeinen an laufen: Morgens zur Schule, Nachmittags zurück, Schultag für Schultag - Training pur also. An diese Worte dachte ich, als die aus einem Schulzentrum strömende Schar sich schnurstracks in diverse Schulbusse verfrachtet und dort hinter die Scheiben quetscht.
Immerhin, ein paar fahren Rad. Einen der Busse sehe ich kurze Zeit später wieder, als nach wenigen 100 m die ersten seiner Passagiere schon wieder aussteigen.

Wenigstens ich möchte dann doch in anderer Hinsicht noch vorbildlich sein. Als 3 kleine Mädels mit riesigen Schulranzen an einer roten Fußgängerampel stehen. Normalerweise würde ich ja ... aber heute stelle ich mich dann bewusst dazu.
War aber für die Katz'. Eine Frau im besten Mütteralter kümmert das wenig, sie läuft vor den Augen der Kinder über die rote Ampel. Ich schaue ihr bewusst tiefer in die Augen. Macht ihr überhaupt nix.

9 Grad, 10,9 km, 1:10:00, (6:24 Min/km), HF 138

Kommentare:

  1. Und der Moderator erinnerte daran, dass früher "Stubenarrest" eine Strafe war. Heute sitzen die Kinder freiwillig drinnen vor ihren Bildschirmen und müssen zwangsweise nach draußen geschickt werden.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Haha, genau! :-)
      Am meisten entsetzte mich, als der Moderator großspurig behauptete, da wäre im Bild gerade das Musée d'Orsay zu sehen, das kenne er, da wäre er schon drin gewesen. Ich begann schon an meiner Erinnerung zu zweifeln, dieses Museum ist doch ganz woanders..., aber da blendete die Regie schon ein, dass es der Petit Palais war....
      Ach ja, und als er sich dazu verstieg, dass da in Begleitung der späteren Siegerin ein paar "engagierte Amateure" mitliefen, quasi, als würden die den Sog der schnellen Dame suchen.
      Ich sehe, wir waren alle ganz Auge und Ohr...
      Nur wegen dem Co-Kommentator habe ich den Ton angelassen...
      Liebe Grüße
      Elke

      Löschen
  2. Liebe Elke,

    die Dummheit der Menschen, in diesem Falle der Mittvierzigerin, ist teilweise grenzenlos. Schön, dass Du der Vorbildfunktion gerecht geworden bist.

    Erstaunlich, dass heute die Kinder schon auf so kurzen Strecken mit dem Bus gefahren werden, das gab es zu meiner Zeit nicht.

    Liebe Grüße aus Nimwegen
    Volker

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Lieber Volker,
      ah, was machst Du bei unsere holländischen Nachbarn?
      Die Busse fahren Linien zu entfernteren Orten. Aber sie halten eben unterwegs dorthin öfter. Ich war in dem Alter auch noch etwas fußfauler als heute, nur heute fällt es mir eben selber auf.
      Liebe Grüße
      Elke

      Löschen
  3. Liebe Elke,
    sehr vorbildlich!
    Das Aprilwetter - wie es im Buche steht.
    Dein Lauf nach Plan.
    Dein Verhalten an der Straße. :)
    Für andere kann man die Verantwortung ja nicht übernehmen. Seien es Kinder, die sich nicht mehr bewegen (dürfen) oder die besagte Straßenüberquererin...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Doris,
      das stimmt, wir können nicht für alles verantwortlich sein, nur für das, was wir selber tun. Und da wären wir weit, wenn wenigstens das jeder machen würde...
      Liebe Grüße
      Elke

      Löschen
  4. Liebe Elke,
    ja, das mit dem guten Vorbild funktioniert natürlich nur, wenn das Vorbild sich auch richtig benimmt.
    Es ist schon manchmal traurig wie wenig wir über unsere Vorbildwirkung nachdenken.
    Aber du hast zumindest bewiesen, das nicht alle so gedankenlos durchs Leben laufen :-)
    Daumen hoch.
    Liebe Grüße
    Helge

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Helge,
      danke Dir. Ja, wir müssen uns wirklich mehr bewusst sein, wie unsere Taten von anderen wahrgenommen werden können.
      Liebe Grüße
      Elke

      Löschen