Sonntag, 7. August 2016

Bergtraining in der rheinischen Tiefebene

Bergtraining ist angesagt. Und teils gemeinsames noch dazu.
Wir nutzen das wunderbare Laufwetter und erstürmen die Sophienhöhe, einen gut 300 m hohen und  13 km² Fläche einnehmenden künstlichen Berg aus Abraum aus dem nahen Tagebau Hambach. Ich kenne das Areal noch aus meiner Jugend als komplett flach und ohne Spur von Tagebau. Inzwischen ist die Anhöhe entstanden und schön bewachsen mit Wald und Wiesen, ausgestattet mit  70 km Wanderwegen, Schutzhütten, Grillplätzen und einem Gipfelturm.
Eigentlich ein prima Laufgebiet, wenn es nur nicht auf und ab ginge...
Doch mein eidgenössischer Ehemann hat ja noch einen echten Bergmarathon vor.
Und beide wollen wir in Kürze beim Monte Sophia bzw. Montelino starten, dem Lauf genau in diesem Gelände, 28 km bzw. 10 km lang.


Wir parken genau am Fuß der Erhebung. Kaum treten wir in den Wald, werden wir schon erwartet. Horden von Bremsen lauern auf frische Nahrung. Wohlweislich habe ich mich mit Gegenmittel eingeschmiert, mein Mann nicht. Beide kommen wir ungeschoren davon.



Zu Beginn ist der Wald recht dicht und schattig. Weiter oben öffnet sich das Gelände und erinnert eher an Heidelandschaft. Die Wege sind oft sandig und gut zu laufen.

























Immer wieder schöne Aussicht.














Unser Ziel ist der Gipfelturm, den wir nach gut 4 km erreichen.












Oben gibt es Richtungswegweiser.
Gruß nach Salzburg, nur 600 km zu Doris!












Kurzes Gipfelbild, dann geht es wieder die ganze Strecke abwärts.












Während mein Mann dann nochmals den kompletten Aufstieg läuft, erkunde ich ein wenig die untere Region.
Am Rand der Sophienhöhe steht kein Bagger, sondern ein Absetzer. Der knabbert nicht Erde weg, sondern schüttet solche an. Nämlich die, die ihm seine baggernden Brüder vom anderen Ende des Tagebaus liefern.
Dort hinten wächst der Berg also immer noch weiter.





Bald nähere ich mich lautem Geknatter. Es gibt hier ein Moto-Cross-Gelände, auf dem heute anscheinend Wettrennen stattfinden.











Gern würde ich mir ja den Absetzer etwas näher ansehen, aber dass vorher eine Sperrung kommt, war zu erwarten.
Trabe ich also wieder zurück zum Parkplatz, wo auch bald mein Mann von seinem zweiten Gipfelsturm eintrifft. Obwohl anstrengend, war es ein prima Lauf. Weiße Wolken am blauen Himmel, erfrischender Wind, schönes Gelände. Da vergisst man die nervigen Bremsen bald wieder.
Sogar das Knie bleibt völlig friedlich, Läuferherz, was willst Du mehr! :-)

23 Grad, 14,7 km, 245 Höhenmeter, 1:33:38, (6:20 Min/km), HF 146

Kommentare:

  1. Liebe Elke,
    was??? Da trainiert ihr beiden hier quasi ums Eck und kommt gar nicht auf einen Erfrischungsdrink vorbei? ;D

    Ihr (und Volker) beweist es sehr eindrücklich: Wo ein Wille, da auch ein Berg! Von wegen Flachland und so... :)

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  2. Liebe Doris,
    na ich habe mal gewunken, schien aber keiner bei Dir daheim zu sein. Aber das bekommen wir sicher noch hin!
    Nun ja, für uns sind das Berge, für Euch wahrscheinlich ... Maulwurfshügel.
    Liebe Grüße
    Elke

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  3. Die Fotos suggerieren ein bisschen was mediterranes, finde ich. Sehr ansprechend!

    Kannst du von dem Ortho-Kniedingen bitte bei Gelegenheit genauere Daten hier einstellen oder mir sonstwie zukommen lassen. Ich glaube, das wäre auch für mich einen Versuch wert.

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    1. Liebe Lizzy,
      danke, ja, inzwischen ist der künstliche Berg recht reizvoll geworden und es war auch eine richtig schöne Sommerstimmung.
      Ich schicke Dir was zur Orthese.
      Liebe Grüße
      Elke

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  4. Liebe Elke,

    von so einem Berg kann ich nur träumen. Den würde ich öfters zu Trainingszwecken anlaufen :-)

    Schöne Sommerbilder!

    Liebe Grüße
    Volker

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    1. Lieber Volker,
      das glaube ich, dass der was für Dich wäre! Aber dafür müsstet Ihr da oben erst noch so eine Riesengrube anlegen, wo soll denn sonst die Erde herkommen?
      Mit oder ohne Bremsen...? ;-)
      Liebe Grüße
      Elke

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  5. Liebe Elke,
    na wenigstens wird aus der ganzen Erdfe was sinnvolles gemacht. Sieht ja schon so ein bisschen wie ein großer hügeliger Erholungspark aus. Da hat man die ganze weggebaggerte Erde mal sinnvoll zurück "verpflanzt" :-)
    Sehr cool das dein Knie hält. Das hört sich doch mal richtig gut an.
    Ja und Bremsen sind echt gemein. Ich gehe im Moment nicht ohne eine vorherige Authandusche in den Wald. Die fressen einen sonst mit Haut und Haaren ;-)
    Liebe Grüße
    Helge

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    1. Liebe Helge,
      nun ja, das Unvermeidliche hat man halbwegs sinnstiftend verwendet, das stimmt. Und inzwischen wird es auch immer malerischer da oben. Und auch erfreulich leer. Außer die Bremsen, ohne Autan würde ich da nicht hin.
      Ja, selbst die Abwärtsstrecke hat das Knie mitgemacht :-)
      Liebe Grüße
      Elke

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  6. Liebe Elke,

    ich bin auch ganz neidisch auf deinen Berg, den würde ich doch glatt gegen das Parkhaus tauschen. Ist irendwie auch viel hübscher da.
    Knie hält - das ist sehr erfreulich!
    Liebe Grüße!

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    1. Liebe Roni,
      ich muss auch sagen, man müsste öfter zur Sophienhöhe. Das einzige was mich stört ist, dass dafür das Auto aus der Garage muss.
      Knie hält, genau, ich klopfe auf Holz!
      Liebe Grüße
      Elke

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  7. Das klingt super, mit dem Knie und dass es so gut hält. Prima! Der Ausblick ist ja toll! Sehr gut, dass Du ein Bremsen-Gegenmittel dabei hattest, die Biester sind wirklich fies.
    Viele Grüße, Claudi

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    1. Hallo Claudi,
      ich habe selten solche lästigen Bemsen erlebt, wie dort. Wahrscheinlich, weil sie sonst so wenig Opfer haben...
      Liebe Grüße
      Elke

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  8. Hübsch da oben auf eurem Berg, ein sehr einladendes Laufrevier, zumal unter einem so herrlichen Sommerwolkenhimmel. Und dann hält auch noch das Knie - super, liebe Elke!

    Liebe Grüße,
    Anne

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  9. P.S.: Die gleiche Bandage hab ich mir auch zugelegt. Trägt sich so angenehm wie sich eben ein Hilfsmittel tragen lässt. Und hilft. :-)

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    1. Liebe Anne,
      genau, lach, so angenehm wie eben Hilfsmittel sind. Freut mich, wenn es Dir hilft! Ich finde auch, beim Lauf unterstützt das Ding dann gut. Mein Knie zeigt allerdings leider zäh, nun tuts manchmal hinterher weh. Drücken wir uns gegenseitig die Daumen!
      Liebe Grüße
      Elke

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