Mittwoch, 23. November 2016

Was das Auge so sieht


Der Blick aus meinem Büro.
Da hinten, genau westwärts, wohne ich. Ein alltäglicher Anblick, doch gestern war etwas anders.
In meinen Augen jedenfalls.
Auf der morgendlichen Fahrt ins Büro las ich etwas über den Genfer See, der ja in den Alpen und mit malerischem Blick auf dieselben silbern-bläulich vor sich hinglitzert.
Kaum bin ich im Büro sehe ich da hinten am Horizont...
Glitzert ganz da hinten nicht etwas silbern?
Sieht man nicht gleich dahinter noch den Fuß der Berge, die sich dann aber im Morgendunst verlieren?

Nochmal genauer hingeschaut.
Na klar, eindeutig, links und rechts vom Kölner Fernsehturm, da ist ein See!
Nein, ich habe nicht getrunken. Aber rein optisch könnte es so sein...
Ich finde es witzig, wie man sich selber etwas vorgaukeltn kann und die Augen sehen, was man gern sehen würde...

Wie beim Laufen manchmal. Als ich heute aus dem Homeoffice zu einer Laufrunde starte. Eigentlich sieht es nicht nach Regen aus. Es ist hellgrau über mir und da hinten schon pastellig hellblau. Sicherheitshalber ziehe ich dennoch meine Regenjacke und -mütze an. Nicht vergebens, wie sich bald zeigt. Denn das bisschen Hellgrau über mir berieselt mich hartnäckig mit Tropfen. Und dabei bin ich doch -gefühlt- quasi schon am Hellblau angekommen. Aber da wollten die Augen wohl auch etwas anderes wahrnehmen.
Aber bei gut 9 Grad ist das egal. Ich laufe wie derzeit meist ohne Blick auf die Uhr. Und wenn, dann nur um zu vergleichen, ob sich gemessenes und gefühltes Tempo decken. Tun sie nicht. Ich bin schneller, als ich meine. Und es fühlt sich gut an dabei. Hätte ich mir vorher eine Pace von um die 6 Minuten vorgenommen, wäre es sicher anstrengend geworden. Stellt sich aber solch ein Tempo von selber ein, ist es ok. Danach fühle ich mich gleich erfrischter und kann die Tasche für eine weitere nette Dienstreise packen. Ohne Laufsachen, aber nicht ohne Bezug zum Laufen.

Daheim gibt es gleich ein zweites Mal nach der gestrigen Premiere wohlschmeckende Kohlenhydratzufuhr. Ich esse ja gern Pommes Frittes, aber an Buden sind sie oft zu fettig, zu blass oder zu labbrig. Auf dem Backblech oft zu trocken. Nachdem ich schon öfter über das gute Resultat von Heißluftfritteusen las, habe ich mir eine gegönnt. Und ich muss sagen, SO müssen Pommes sein, außen knusprig und innen fluffig.
Perfekte Läufernahrung, man weiß, welche Kartoffeln gegart wurden und es reicht ein Esslöffel Öl für 2 Personen.


9°, 11 km, 1:08:28, (6:11 Min/km)

Kommentare:

  1. Heißluftfritteuse? Noch nie gehört aber jetzt gleich mal nachgeschaut :)
    Vielleicht brauche ich auch so n Teil damit ich so gute Augen wie du bekomme ;)

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    1. Lieber Markus,
      ja es gibt immer wieder Sachen zu entdecken. Von dieser Technik bin ich sehr angetan. Hält, was versprochen wird. Ob es allerdings gute Augen macht... da müsste man was mit Möhren zubereiten ;-)
      Liebe Grüße
      Elke

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  2. Liebe Elke,

    Hauptsache die Fritten waren keine Fata morgana, dass wäre bitter :-))

    Aber coole Sache mit dem See, man sieht ihn wirklich.

    Liebe Grüße
    Volker

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    1. Lieber Volker,
      nee, die Fritten war sehr echt! So echt wie die Verspätung des Zugs, in dem ich gerade sitze.
      Du siehst den See auch? Herrlich!
      Liebe Grüße
      Elke

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  3. Liebe Elke,
    hihi - wir sehen nur, was wir erwarten zu sehen!
    (Glücklich die, die optimistisch in die Zukunft blicken) :D

    Aber einen See neben den Kölner Fernsehturm zu projezieren ist schon nur was für die Fortgeschrittenen! :)

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    1. Liebe Doris,
      ja und dabei sagte Antoine de Saint-Exupéry im Kleinen Prinz "Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar". Gar nicht so leicht die Welt, die man sich aber sicher mit optimistischem Blick ein wenig angenehmer gestalten kann ;-)
      Liebe Grüße
      Elke

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  4. Nicht nur das Auge lässt sich was vorgaukeln. Ich roch plötzlich Pommes beim Lesen ...

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    1. Die Macht der Bilder, die Macht der Gedanken... wir haben schon so unsere kleinen Schwachstellen ;-)
      Liebe Grüße
      Elke

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  5. Man sieht, was man sehen will, hört, was gefällt und manch einer riecht die Pommes auf dem Bild :-)
    Ist es nicht schön Fantasie zu haben?
    Ich sehe auch ständig die Sonne, selbst wenn die dicken Regenwolken über mir sind.
    Viel Spaß auf Reisen :-)
    Liebe Grüße
    Helge

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    1. Liebe Helge,
      da hast Du recht, wie langweilig wäre es ohne phantasievolle Gedanken und kleine Trugbilder und -gerüche aus dem Nichts ;-).
      Ha, genau, die die Sonne ist ja quasi immer da, nur manchmal ein wenig verdeckt.
      Danke und liebe Grüße
      Elke

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  6. Liebe Elke,

    eine Fata Morgana im Kölner Herbst? Dabei scheint die Luft gar nicht zu schwirren (also draussen, in der Fritöse wohl schon). Jetzt habe ich auch Hunger und würde gerne im 6er Tempo schweben ;).
    Liebe Grüße!

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    1. Liebe Roni,
      es gibt eben nichts, was es nicht gibt, selbst, dass Köln über Nacht an einen See verlegt wird ;-)
      Dann hoffe ich, Du konntest Deinen Hunger mit etwas Leckerem stillen!
      Liebe Grüße
      Elke

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  7. Liebe Elke,

    mach das nicht.. ich liebe ja auch Pommes, alles aus Kartoffeln. Bisher hab ich mir diese Friteuse geklemmt. Warum? Ich will nicht zu viel Zeugs im Hausstand haben. Aber Mensch..

    Und ein See hinter dem Kölner Fernsehturm? Ich geh mal nachschauen.

    Gruß
    Anja

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    1. Liebe Anja,
      ja, stimmt ja mit dem vielen KRam im Haushalt, das hielt mich bisher auch davon ab. Aber das Dings hat mich dann doch überzeugt. Es macht auch nicht nur Fritten, sondern es gibt diverse Rezepte auch für Desserts & Co.
      Ich fürchte, der See ist schon wieder trocken gelegt, bis zur nächsten speziellen kölschen Wolkenstimmung.
      Liebe Grüße
      Elke

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