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Sonntag, 16. November 2014

Drucksache

Meine Rückreise aus Berlin verlief definitiv einfacher, als wenn ich sie vor 25 Jahren und 8 Tagen oder davor angetreten hätte. Denn damals hätte mein Reiseantritt zwangsweise durch diesen Eingang in den Tränenpalast begonnen, den ich im Rahmen eines Beiprogramms zur Dienstreise besichtigen konnte. Aber dann stieg 1989 der "Druck im Kessel" und brachte so manches zur Ex- bzw. Implosion.
2 Sitzungstage und zwei lange Bahnfahrten hatten auch so ihren Druck in Richtung Bewegungsbedarf aufgebaut. So ging es am Samstag auf eine kurze, dafür zackige Runde.

Heute dann erlahmte zunächst die Lauflust angesichts des Sch...wetters. Dabei hatte ich mir vorgenommen, wenn schon nicht mit meinem eidgenössischen Eheman, so dann doch wenigstens in Gedanken an ihn zu laufen. Denn er hatte sich durch starke Motivation von Kollegen überzeugen oder überreden lassen (was es letztendlich war, entzieht sich meiner Detailkenntnis), heute einen kleinen Trail-Ultra von 50 km in Luxemburg mitzulaufen. Der für mich entschieden zu viele Höhenmeter aufweist. So bleibe ich daheim (was mir auch etwas längerem Schlaf am Morgen erlaubte) und stelle mir gedanklich vor, wie er und seine Mitläufer bei diesem Wetter über Stock und Stein und Hügel traben. Doch der strömende Regen bremst ein wenig meinen moralischen Laufdruck ein. Und dann folgt noch "Das Wunder von Bern" im TV. Kenne ich zwar, schaue ich aber immer wieder gern. Als dann am Ende die Helden ebenfalls im Regen tapfer und bekanntlich erfolgreich kämpfen, erhöht dies doch wieder mein Bedürfnis, nun das Sofa gegen die Straße zu tauschen.

Heute soll es langsamer, aber dafür länger gehen. Ich wähle angesichts der bevorstehenden Dämmerung sicherheitshalber Radwege und habe Glück, am Anfang reduziert sich der Regen auf leichtes Nieseln. Als später wieder Regen einsetzt, ist mir das dank guter Regenjacke und Kappe auch egal. Für solches Wetter hatte ich mir im Frühjahr ein Paar Asics Gel Fuji gegönnt, die wirklich Wasser gut ab- und die Füße warmhalten.
So laufe ich dann noch in Gedanken an die  "Lichter der Großstadt" und die Ultras in LUX durch die "Trübnis in der Provinz"...

Meinen Mann hatte ich schon angeregt, doch hier einen Gastbeitrag über sein luxemburger Trail-Erlebnis zu schreiben. Mal sehen, ob das ohne Druckweitere Überzeugungsarbeit klappt...

Samstag:
10 Grad, 6,6 km, 38:22, (5:51 Min/km), HF 142

Heute:
8 Grad, 14,7 km, 1:33:38, (6:21 Min/km), HF 136

13 Kommentare:

  1. Druck auf den Ehemann? Ob das gut geht? Ich werde Deinen Blog intensiv verfolgen :-)))

    Fein, dass Du dem Sofa noch entronnen bist. Es lohnt doch immer!

    Liebe Grüße
    Volker

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    1. Lieber Volker,
      das war eher scherzhaft gemeint, der ist von seiner Herkunft her so neutral, da geht mit Druck gar nix ;-)
      Du hast Recht, WENN ich mich dann überwunden habe, loszulaufen, tut es IMMER gut :-)
      Liebe Grüße
      Elke

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  2. Liebe Elke,
    diese Druckabbauläufe kenne ich auch... sie tun einfach unglaublich gut. :)
    Fast genau so toll ist es aber doch auch, seinem ISH zu entkommen, oder?
    Ich bin schon gespannt, wie es deinem Mann bei dem Trail-Ultra ergangen ist und ob er hier einen Gastbeitrag einstellen wird! :D

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    1. Liebe Doris,
      genau, der Moment, wenn man sich überwindet und in Trab kommt, tut richtig gut :-)
      Mein Mann kam ziemlich k.o. und mit ziemlich Matschverschmuddelten Klamotten zurück, aber zufrieden.
      Liebe Grüße
      Elke

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  3. Liebe Elke,
    richte ihm aus, die Leser wünschen sich das. :-)
    Als wir gestern in dem Regen Richtung Sauerland fuhren, war ich froh, am Tag vorher gelaufen zu sein. Blöd von mir, da ich Regenläufe doch sonst mag - aber im Regen loslaufen mag ich ja nicht. Von daher hab ich Verständnis für Deine Verzögerung - aber hast Dich ja doch noch aufgerappelt.
    Schönen Wochenbeginn.
    Anja

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    1. Liebe Anja,
      er liest hier mit, wird also Deine Worte 1:1 lesen.
      Eigentlich hätte ich ja noch weiter laufen wollen, aber insofern war ich dann zufrieden, doch noch trotz des Wetters losgelaufen zu sein.
      Liebe Grüße und Dir auch einen schönen Wochenstart!
      Elke

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  4. Liebe Elke
    Dass das Zögern im Regen zu laufen so hartnäckig ist, obwohl wir doch 100e Male erfahren haben, dass es unterwegs niemals so schlimm ist, wie es vom Sofa aus aussieht ;-) Bim am Samstag auch mit gemischten Gefühlen unter einem Regenbogen gestartet, wohl wissend, was da am Kommen war ...
    Ich hoffe du kannst Chris überzeugen von seinem Abenteuer in Luxenburg zu berichten - warte gespannt auf seine Eindrücke!
    Liebe Grüsse
    Marianne

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    1. Liebe Marianne,
      stimmt, bei Regen offenbahrt sich ein wenig die Bequemlichkeit, aber mir geht es wie Dir, wenn man dann losläuft, ist es gut. Unter einem Regenbogen gestartet bin ich noch nie. Das muss ja auch ein tolles Gefühl sein.
      Ich hoffe auch, dass Chris ein wenig berichtet. Er kam jedenfalls voller Eindrücke zurück ;-)
      Liebe Grüße
      Elke

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  5. Den Tränenpalast habe ich im Rahmen des Berlin Marathons besucht. Da ist einem noch heute zum Heulen.

    Auf den Bericht deinen Mannes bin ich schon gespannt!

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    1. In unserer Gruppe waren sogar welche, die den "Palast" noch als Reisende erlebt haben. Die fanden das dann auch irgendwie "schräg".
      Ich arbeite dran, dass mein mann sich an seinen Bericht setzt...
      Liebe Grüße
      Elke

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  6. Hallo Elke,
    ist ja interessant. Ich war gestern auch in Luxemburg, habe mich aber nur an den 10er getraut :-) . Auf den Bericht deines Mannes bin ich gespannt.
    Gut dass du nicht auf dem Sofa geblieben bist. Ich laufe gerne mal im Regen.
    Viele Grüße
    Karina

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    1. Hallo Karina,
      herzlich willkommen auf meinem Blog! Ist ja interessant, Du warst auch in LUX unterwegs? Ich hatte zwar mit dem Gedanken des 10ers gespielt, aber wegen des sehr langen Tages und vorheriger beruflicher Reiserei dann doch davon Abstand genommen. Und wie wars? Habe gerade bei Dir geschaut, da war noch kein bericht. Würde mich interessieren. Mein Mann fand es schön, aber auch anstrengend, dank des matschigen Terrains.
      Ja, ein Regenlauf braucht bei mir immer etwas Startüberwindung, wenn man aber einmal läuft, es es dann gut.
      Liebe Grüße
      Elke

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    2. Hallo Elke,
      Bericht ist online. Allerdings von Helge geschrieben und nicht von mir ;-) .
      Es war toll. Schwierig zu laufen wegen des Matsches und der zum Teil recht engen "Wege", aber insgesamt hat es total Spass gemacht.
      Liebe Grüße
      Karina

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