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Dienstag, 9. April 2024

Quälerei mit dem Zieleinlauf

Mein Mann hatte mir da noch etwas Nettes zum Geburtstag im vergangenen Jahr geschenkt. Seither nahm ich mir diesen speziellen Marathon schon immer vor, schreckte aber ein wenig vor der Herausforderung zurück.

Aber nun sollte es endlich werden!

Nach Aufbau von ausreichend mentaler Stärke und hinreichender Motivation machte ich mich ans Werk.

Ist ja keine kleine Herausforderung. Das verlangt Vorbereitung und Strategie, um Stückchen für Stückchen voranzukommen.

Immer wieder Abgleich von Soll und Ist, Überlegungen zur sinnvollsten Herangehensweise. Konzentration ist gefragt! Daher gönnte ich mir auch immer mal eine Pause zwischendurch. Sonst sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr, oder vielleicht besser umgekehrt.

Und dann immer wieder Rückschläge. Man denkt, man sei auf dem richtigen Wege, und zack, passt es dann doch nicht und man muss nach einer besseren Lösung suchen. Phasen der Verzweiflung überwand ich mit einem kräftigen "Ja das muss doch zu machen sein!" Und spätestens am nächsten Morgen ging es mit frischem Schwung und erholtem Blick erneut an dieses spezielle Finish des Monschau-Marathon in Konzen...




Diiiieses endlose Pflaster.....! Grrr!!!


Nun ja, ein Finish mit kleinem Makel. Dieses Pflaster sieht auf dem Foto zwar machbar aus, aber auf einige hundert von tausend Teilen insgesamt verteilt, ist es nur schwierig. Zudem sind manche Teile auf Bruchteile von Millimetern fast identisch gesägt. Lustigerweise passen die letzten beiden Teile (unten rechts) nicht richtig hinein. Sie gehören wohl woanders hin, wo sich dann die beiden eigentlich letzten Stücke finden sollten. Aber ich denke, das ist wie im richtigen Leben - man muss auch mal 5 gerade sein lassen können.

Richtig gelaufen wurde auch. Am Sonntag 20 km nochmals mit Heidrun auf einer Strecke, die teils nah an meine Revier auf der Fischbachhöhe grenzt, die mir aber dennoch unbekannt war. Darauf lässt sich aufbauen, denn es gab einen wunderschönen fast parkartigen Abschnitt mit toller Fernsicht bis zu den Höhen der Eifel.
Und das noch in frischem Frühlingsgrün, wunderbar.















12 Kommentare:

  1. Liebe Elke,
    oh das ist ja mal ein Marathonprojekt der Geduld! Was für eine tolle Idee von Chris! :D
    Wenn du es nicht geschrieben hättest, wäre mir diese kleine Unebenheit unten rechts nicht aufgefallen, aber wenn man selbst puzzelt spürt man sowas natürlich.
    Und dann noch einen tollen langen Lauf am Sonntag - schon erstaunlich, dass es noch Ecken gibt, die neu für dich sind. Es sieht dort sehr schön, sehr grün und ruhig aus! :)

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    1. Liebe Doris,
      ja, eine sehr schöne Idee von Chris, aber der Teufel versteckte sich im Detail. Ich mache sehr gern Puzzles (nur bei einem mit 10.000 Teilen habe ich aufgegeben), aber dieses hat mich auch sehr viel Nerven gekostet und 2 Wochen den Esstisch blockiert.
      Dass dann am Ende genau 2 Teile irgendwie nicht passen, war dann schon schräg komisch. Ich finde aber auch nicht die richtigen, also bleibt es, als "Missing Links".
      Ich war auch überrascht, gleich neben einer Standardroute eine so schöne Erweiterung kennengelernt zu haben. Es war wirklich gerade mit dem frischen Grün sehr malerisch.
      Liebe Grüße
      Elke

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  2. Was für ein nettes Geschenk! Nicht nur das Pflaster ist schwierig, auch dieser Baum im Hintergrund stelle ich mir herausfordernd vor. Das nächste Mal muss Chris erst die schwierigen Teile aus dem Foto rausschneiden. ;-)
    Ein Foto von Berlin mit ganz vielen Menschen drauf sollte einfacher sein!
    Und wieder 20km! Super gemacht, liebe Elke. Machst du eigentlich Monschau wieder dieses Jahr?

    Liebe Grüsse aus dem bedeckten und kühlen Zürich!

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    1. Liebe Catrina,
      du hast es erfasst. Diese Blätter! Und dann noch diiieses Pflaster! Dagegen war der Himmel fast schon ein Spaziergang, fast! Aber dennoch, ich wollte nicht locker lassen und am Ende hat es so gut wie geklappt. Ich habe alles gegeben!
      Hey, ich hoffe, ihr hattet einen guten Flug!
      Liebe Grüße aus dem sonnigen Rheinland!
      Elke

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    2. Ach so, Monschau entscheiden wir kurzfristig, mit Blick auf die Wetterlage.

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  3. Liebe Elke,

    sehr gut geschrieben! - :-) ... und es war eine sehr gute Idee von Chris, die mich gleich auf Spur bringt!!! Allerdings aus Platzgründen nur ein 250er-Puzzle, oder 500??? Da muss ich doch gleich ein Motiv raussuchen!

    Meine Lieblingspuzzles (500er) waren Motive von Berlin und London, die ich immer wieder gemacht habe, später mit Stoppuhr! - LOL - Die waren garantiert einfacher als dein Motiv! - Zuletzt ein 252er (Dschungelbuchmotiv), ebenfalls mit schwierigen Bildteilen, aber eben nur mit 252 Teilen! ;-)

    ... und damit haben wir wieder etwas gemeinsam, ich puzzle nämlich auch sehr gerne, nur die ganz großen nicht mehr. - Als Jugendlicher ein 5.000er gepuzzelt. Als ich fast fertig war, fehlte mir ein Stück, das ich dann nachgeschnitten und coloriert habe. Es fiel auf Holz und hinter Glas nicht auf! Allerdings hatte ich Mutterns Tisch (Esszimmer) 5 Wochen blockiert, 3 Wochen wegen Gehirnerschütterung ausgefallen!

    So, dann puzzle mal immer wieder schöne Strecken in heimatlichen Gefilden zusammen ... und dann viel Spaß beim Sporteln! :-)

    Liebe Grüße Manfred

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    1. Lieber Manfred,
      ah, auch du bist dieser Leidenschaft verfallen? Als Kind und Jugendliche habe ich auch viele Bilder zusammengelegt. Aber auf die Idee mit der Stoppuhr kann wohl nur ein Manfred kommen, *lol*!
      Auf Holz hinter Glas hast du deine Werke dann konserviert? Da grüble ich noch. Glas muss wirklich nicht sein, aber an die Wand solls schon. Früher gab es ja mal so einen Kleister dazu. Der hielt ein paar Wochen, dann fingen sich die Bilder an zu wölben, taugte nichts.
      Ich habe mir da neulich noch eins im Museum in Bern gekauft, ein alpenländischer Scherenschnitt. Ich glaube, der kommt auch bald dran ;-)
      Liebe Grüße
      Elke

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    2. PS: Die Anzahl der Teile muss nicht unbedingt mit der Größe des Bildes zusammenhängen. Zum Aussstand letztes Jahr schenkte mir eine Kollegin ein Puzzle im Postkartenformat, aber mit 150 Teilen! Die sind dann jeweils sehr klein. Ein Selbstportrait von van Gogh. Ich dachte erst, lockre Sache. War aber auch sehr ambitioniert.

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  4. Liebe Elke,
    den begeisterten Kommentaren bzgl. der guten Idee schließe ich mich genauso an wie den Bekundungen des Bedauerns und Mitleidens wegen der durchaus mehr als anspruchsvollen Anteile …
    Und genau wie Manfred würde ich gerne wissen, ob‘s die auch mit weniger Teilen gibt bzw. erstmal, wo man das bekommt … (ich werde auch Google bemühen) … denn: mein bester aller Gatten ist ein ambitionierter Puzzler und kann sich - im Gegensatz zu mir - an derartigem Tun geduldig ergötzen. Außerdem gibt es reichlich für ihn emotional bedeutende Fotos seiner Kanutouren (bei denen die Wasser- und Himmelanteile vermutlich mindestens so gemein sind wie dein Pflaster *gemein vor mich hingackernd*).
    Die Geschenkidee deines Gatten werde ich mit getauschten Geschlechtern mal eben klauen. Danke für die Inspiration :o)

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    1. Liebe Lizzy,
      das freut mich, wenn du dank der Idee meines Mannes und des Posts hier eine Anregung mitnehmen kannst. Für einen amibitionierten Puzzler und Kanuten ist das doch dann der Renner! Ich sehe schon euer Häuschen mit verschiedensten Motiven verziert... ;-)
      Man kann auswählen, in wieviel Teile das Bild zerlegt werden soll (aber es soll doch schon eine kleine Herausforderung sein, oder?). Bei Google wirst du sicher fündig. Mein Mann hat bei Meinfoto geordert. Du darfst gern "klauen", viel Erfolg!
      Liebe Grüße
      Elke

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  5. Uff ... für Puzzles hab ich leider keine Geduld, das würde bei mir eher so laufen "was nicht passt, wird passend gemacht", also meine Hochachtung für diesen Zieleinlauf :-)
    Auf jeden Fall eine schöne Idee von Chris, zumal von Monschau, da ist mal ja auch emotional etwas verbunden.
    Alles wird grade grün, da macht so ein 20er gleich doppelt Spaß, geht mir auch so, erstaunlich dass ihr beide noch neue Strecken findet. Tolle Aussicht übrigens, die Eifel ruft schon wieder ;-)
    Liebe Grüße, Oliver

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    1. Lieber Oliver,
      zum puzzlen braucht man ziemlich Geduld und einen langen Atem. Wer Marathon oder länger läuft, hat zwar eigentlich beides, aber wer das so zackig betreibt wie du, für den ist ein Puzzle zu legen wohl doch zu langsam ... ;-)
      Für die beiden letzten nicht passenden Stücke werde ich mir auch etwas überlegen, um da weiter zu fummeln reicht auch meine Ausdauer nicht.
      Das frische Grün derzeit ist wirklich eine Pracht. Ja, die Eifel ruft...
      Liebe Grüße
      Elke

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