Laufend lesen

Auf dieser Seite werde ich nach und nach über Bücher zum Thema Laufen berichten, die ich gelesen habe, was drinsteht und wie sie mir gefallen haben. 
Gern nehme ich auch Tipps anderer LeserLäufer auf!

Die Systematik ist folgende:
Blaue Schrift = Romane, Erinnerungen, Erfahrungen, u.ä.
Rote Schrift   = Fachbücher u.ä.
Grüne Schrift = Sonstiges (Filme, Videos, DVD, u.ä.)

Tipps anderer LeserLäufer sind den entsprechenden Farben zugeordnet.





Rubrik Romane, Erinnerungen, Erfahrungen, u.ä.:



Andreas Altmann "34 Tage, 33 Nächte"
2014 stolperte ich über Andreas Altmann, der in Paris startete und zu Fuß bis Berlin marschierte. Zwar legte er seine Route auf Schusters Rappen zurück, doch erschwerte er sich sein Vorhaben, indem er ganz ohne Geld unterwegs war. Betteln, übernachten mit Obdachlosen, das wurde seine Welt.
Die Stärke des Buches ist die Schilderung vieler Begegnungen, Bestätigung und Widerlegung von französischen und deutschen Eigenschaften und Vorurteilen, die vielen Kontraste, die sich aus seiner speziellen Herausforderung ergeben.

Ein schönes und nachdenklich stimmendes Leseerlebnis.


Wigald Boning "Bekenntnisse eines Nachtsportlers" (Hörbuch)

Köstlich! 
Und als Steigerung als Hörbuch von Autor selber gelesen, doppelt köstlich!!
Die Laufanfänge in Oldenburg sind ja noch harmlos, doch schnell wachsen die selbst gestellten Herausforderungen, Treppenlauf in Hotels, Marathon, Ultra, Bergläufe, Radfahren Köln-Paris fast Nonstop. Doch wie im wahren Leben geht nicht alles glatt, so muss ein 24-Std-Feuchtpedaliervorhaben (unsereiner würde sagen: Tretbootfahren) etwa zur Hälfte abgebrochen werden und ein Trailrun durch vermeintlich bekanntes Wandergebiet endet fast mit einem Einsatz der Bergrettung. Man erfährt, warum der Künstler den Hamburg Marathon mit einer gelben Krawatte lief und nun sogar von sich sagen kann, er habe den Olympiasieger Dieter Baumann niedergerungen ... Doch diese Schilderungen machen erst den halben Reiz des Werks aus. Besonders die atemberaubenden Wortkaskaden, die bildhaft-blumige Ausdrucksweise sind hörenswert. Ich habe noch nie drei Fehlversuche beim Diskuswurf mit solcher Verve und Hingabe beschrieben erlebt. Durch das Buch geistert zwar immer wieder Biel als Ziel, doch ist dieser Lauf nicht enthalten. Allerdings -das Internet verrät ja alles- hat der tollkühne Nachtsportler diesen Lauf dann anschließend gefinisht.


Jean Echenoz: "Laufen"

Kein Buch über Lauftechnik, Training, Läufe oder Ähnliches. Ein stilles, unaufgeregtes Buch über Emil Zatopek und sein Läuferleben. Woher er kommt, wie seine Karriere verlief und ein Stück weit, wie es ihm danach erging.
Das Interessante ist der Blick wie durch ein Fenster in eine andere Läuferzeit. 
In die Zeit kurz nach dem 2. Weltkrieg, wo mit einfacher Ausrüstung und einfachen Trainingsmethoden, ohne High Tech trainiert wurde.
Und auch in eine Zeit, in der eine Sportkarriere dadurch maßgeblich beeinflusst wurde, ob man vor oder hinter dem Eisernen Vorhang zu Hause war. In Zatopeks Fall so weit, dass er im späteren Leben gar zur Müllentsorgung strafversetzt wurde.
Die Schilderung Emil Zatopeks Leben und seine Läuferkarriere vor dem Hintergrund der damaligen Verhältnisse in der CSSR machen den Reiz und die Spannung des Buches aus.
Ganz ohne Trainingseinblicke bleibt man dann doch nicht. Auch zu Zatopeks Zeit gab es bereits Intervalltraining, Fahrtspiel, etc. und die Ansicht, während des Trainings gezielte Anreize zu setzen, ansonsten aber die Kräfte zu schonen für den Wettkampf. Doch seine persönliche Philosophie lautete: 
"Emil denkt das Gegenteil, man müsse so hart trainieren wie irgend möglich, sich allerlei mühsamen Übungen unterziehen, damit das Rennen selbst dann leichter fällt. ... Wenn er müde wird, wenn er die geringste Gefahr bemerkt, langsamer zu werden, bemüht er sich spornstreichs um ein höheres Tempo. ... Diese Art des Trainings erlaubt ihm, seine Gegner durch eine Vielzahl von eingeschobenen Sprints zu zermürben und dabei noch genug Kraft für  das stets extrem brutale Finale zu behalten." (S.64)


Wunderbare 126 Seiten, die sich locker an einem verregneten Nachmittag lesen.



Joey Kelly "Hysterie des Körpers"
Ich freute mich auf eine wunderbares Leseerlebnis mit Joey Kelly in den Weihnachtsferien.
Hüstel, sicher ist es eine Leistung, Deutschland von Nord nach Süd zu durchqueren, aber da hätte ich mir viel mehr versprochen. Das Buch müsste eigentlich einen Doppeltitel haben: "Die Hysterie des Körpers und der Kelly-Fans", denn die Hälfte ist die Schilderung der Karriere der Kelly-Family. Nicht dass das auch interessant wäre, aber dann kann man diesem Thema ja ein eigenes Buch widmen. Doch seine Deutschland-Durchwanderung kommt mir da leider etwas zu kurz.




Hape Kerkeling "Ich bin dann mal weg"
Über eine Wanderung auf dem Jakobsweg. Da muss ich glaube ich nicht viel sagen, wunderbar kurzweiliges Buch. Macht schmunzeln und lachen, nachdenklich und Lust darauf, den Weg auch einmal zu gehen. Nachdem ich 1995 (ach herrje, schon 20 Jahre her!) den E5 von Bregenz nach Bozen ging, musste ich natürlich dieses Buch lesen.



Lothar Koopmann "Mission Marathon - Wie ich kein Superläufer wurde" (Kindle-App-Version)

Ein Gag wird nicht besser, wenn man ihn endlos auswalzt... Wenn schon ein Buch beginnt mit einer Widmung, einem Hinweis des Verlages (ironisch gemeinter Inhalt), einer Danksagung, einem Grußwort, einem Vorlauf, einem Anlauf, einer Einleitung, dann sollte das zu denken geben. Entweder mag man diese Art von Humor, oder nicht. Ich eher nicht. Altbacken und angestaubt - meine Meinung. Ansonsten geht es um die Beschreibung, wie der Protagonist zum Laufen kommt und welche Erlebnisse (man könnte auch sagen "Klischees") ihm dabei widerfahren. Originalzitat:
"Außerdem ist dies mein Buch, und darum schreibe ich, was ich will und für richtig halte. So könnte ich zum Beispiel auch die neuesten Plätzchenrezepte meiner Schwiegermutter hier einfügen."
Wäre vielleicht eine Alternative gewesen, dann wäre mir die Langatmigkeit wenigstens versüßt worden...


Arnold Kübler "Paris - Bâle à pied" (Trotz des Titels deutsch)

Im letzten Jahr fiel mir dieses Buch in einem Antiquariat in die Hände. Ich nahm es mit wegen der schönen Bleistiftskizzen einer "Wanderung". Arnold Kübler ging zu Fuß von Paris nach Basel. Allerdings: Das Buch erschien 1967! Lässt man sich auf den Schreibstil ein, der eben gute 50 Jahre alt ist, und noch wunderbar die volle Palette der deutschen Grammatik ausschöpft, wird man mit einem wunderbaren Lese-Erlebnis und einer Zeitreise noch dazu belohnt. Denn letzteres ist es, kein Smartphone unterstützt den Wanderer mit Navi-Apps, GPS hätte er vielleicht übersetzt mit "Ganz Paris staunt", keine Kreditkartenzahlung in Gasthäusern, keine Bankomaten, keine Hightec-Wanderschuhe.
Die größte Überraschung des Buches liegt nicht offenkundig auf der Hand, man muss genau lesen: Der Autor war Mitte 70, als er diese Wanderung unternahm! Das Buch gibt es in Internetantiquariaten.

Frank Lauenroth: "Boston Run" und "New York Run" (Beide auch für Kindle)

Zwei überaus spannende Thriller mit zwei der wohl bekanntesten Läufe im Mittelpunkt. Spannend für den, der dort schon gelaufen ist. Und wer noch nicht vor Ort war, hat nach den Büchern das Gefühl, es gewesen zu sein.

In "Boston Run" haben die Freunde Christopher und Brian einen gewieften Plan entwickelt, an das ganz große Geld zu kommen: Man entwickele ein Dopingmittel, das sich sofort nach dem Lauf rückstandslos abbaut, renne damit in Boston vor den Kameras der Weltelite als Eigenwerbung quasi davon, und verkaufe das Geheimrezept dann zu einem horrenden Preis. Gut gedacht und geplant, doch dann interessiert sich die NSA für das Mittel und vor allem für den Athleten, den sie unbedingt vor Ende des Marathons erwischen möchte. Als Leser geht man auf einen fesselnden Lauf von Hopkinton nach Boston, bis man bei einem überraschenden Ende endlich aufatmen kann.

In New York geraten die beiden Freunde ihrerseits in die Fänge von Verbrechern und müssen mit präparierten Schuhen den Lauf ihres Lebens hinlegen, wollen sie nicht gewaltsam um selbiges gebracht werden. Und wieder geht es in zackigem Tempo auf die Piste quer durch New York, der Leser meint fast den Atem der Helden und Verfolger zu spüren...

Beide Bücher kann man unabhängig voneinander lesen, ansonsten wäre die Reihenfolge erst Boston, dann New York sinnvoll.
Mir haben sie sehr gefallen, ich mochte den Reader kaum aus der Hand legen.

Besonders während einer Marathonvorbereitung ist diese Lektüre ein besonderer Genuss.

Uwe Loll: "Die 100 km von Biel - Ein Selbstversuch" (Kindle-App-Version)

Ich muss sagen, sehr kurzweilige Literatur, obwohl der Titel leicht in die Irre führt: Der Selbstversuch füllt nur knapp die Hälfte des Buches und die Beschreibung des eigentlichen Laufs ist recht kurz. Doch drumherum finden sich viele interessante Infos rund um Biel, Marathon, Ultra, Läufer&Legenden. Und das Schmankerl: Es sind diverse Links mit eingebaut, so dass man per Tablet und Web gleich noch weiter verzweigen kann. Insofern hat es mir trotz der teils nervigen Schreibfehler ("Bauzahn" statt "Bauzaun", "Feix" statt "Felix", etc.) gefallen.


Haruki Murakami "Wovon ich rede, wenn ich vom laufen rede" 

Ein stilles und unspektakuläres Buch, aber vielleicht gerade deswegen so eingängig? Der Autor erzählt aus seinem Leben, und wie er zu Laufen kam, von seinen Erfolgen, von seinen Niederlagen, von seinen Gedanken beim Laufen. Interessante Fragen werden aufgeworfen, was schafft Zufriedenheit, im Leben und im Laufen, geht es immer nur um Bestleistungen?  Schön zu lesen, wie eine angenehme Unterhaltung am prasselnden Kaminfeuer. Ich habe mich auf jede Stunde gefreut, die ich dem Fortgang dieser Unterhaltung widmen konnte.


Andreas Safft "Häuptling Schlappschritt"


Es war wieder einmal lesen angesagt, genauer gesagt, lesen im Bereich des sportiven Hobbys. Nachdem im www schon Saffti mit seinem Nicht-noch-ein-Laufblog aktiv ist, hat er nun noch LLL hinzugefügt: Lustige Läufer-Literatur.
Ein Buch, munter und locker wie ein Läufchen an einem Sommermorgen. Auch wenn manche von ihm geschilderten persönlichen Begebenheiten vielleicht in Wahrheit nicht ganz so fluffig liefen. Wie beispielsweise der Stress der letzten Nacht vorm Marathon, die Qualen ambitionierteren Trainings oder die ersten mühsamen Wettkampferfahrungen. In vielen kurzen und sprachlich gut gewürzten Kapiteln zu einzelnen Themen lässt er uns teilhaben an EEE: Erlebnisse, Einsichten und Erfahrungen. Vieles hat der geneigte Leser sicher selber schon bebrütet, wie beispielsweise knifflige Fragen zur Gestaltung der Läuferkost, Saffti's Fazit: Für jeden  gibt's eine plausible Begründung. 
Dem Thema Doping wird um die Komponente "Lakritz" erweitert. 
Ach und wer hat sich nicht schon Gedanken über die Musikbeschallung an Laufstrecken gemacht oder die Qualität von Finisher-Shirts beäugt. 
Köstliche Kapitel widmet er dem Thema Frauen bei Läufen bzw. mathematische Ablenkung zur Minimierung der Qualen beim Wettkampf.
Meine Mundwinkel zog es arg nach oben, wenn der geheime Bauplan der allseits bekannten Laufmagazine enthüllt wird (hach, ich dachte bisher immer, dass nur Frauenzeitschriften sich dauernd in einer Wiederholungsschleife befinden).
Und welch herrliches Bonmot am Ende, wenn ein weiser Spruch von Robert Lemke zitiert wird, und damit auch die jüngere Leserschaft versteht, von wem die Rede ist, der alte Mann des Schwarz-Weiß-Fernsehens als "Joko und Klaas der Großeltern" vorgestellt wird. "Ja welches Schweinderl hätten's denn gern?" möchte ich da spontan erwidern!

"Häuptling Schlappschritt" - kurzweiliges Buch, hat mir beim Lesen viel Spaß gemacht.

Thomas Schmidtkonz "Oberfränkischer Orientierungsultralauf und Abenteuerlauf - 130 km Laufabenteuer" (Kindle-App-Version)

Ich war richtig neugierig auf dieses Buch! Da setzen sich 2 Läufer einfach so das Ziel, auf eigene Faust loszulaufen von einem tiefsten Punkt in Franken zu einem höchsten (der Schneeberg), Luftlinie 100 km. Ausgerüstet mit 5 kg Gepäck, Karten, Wasser, usw. Loslaufen nonstop bis zur Ankunft (nach rd. 27 Stunden). Daran will ich -lesend- teilhaben! 
Mh. 
Ich hätte mir mehr versprochen. Zwar streut der Autor viele Links ein zu wissens- und sehenswerten Dingen am Streckenrand. Aber ansonsten erfahre ich immer wieder aufs neue, wie er in einen Wald hinein- und wieder hinausläuft, ins nächste Dorf (gibts eine Gaststätte -wenn ja: Getränke- und Nahrungszufuhr / wenn nein - weiterlaufen), in den nächsten Wald hinein... Ach ja, und zwischendurch wird laufend bei Facebook gepostet. Nicht falsch verstehen, ich zolle größten Respekt vor dieser Leistung, allergrößten. Aber dagegen bleibt das Buch leider sehr farblos. Am Ende fehlte mir fast noch der Satz "Dies war mein spannendster Orientierungslauf". Schnell gelesen ist es obendrein, weil kurz. Und am Ende gibts Links zu einem Video vom Lauf und zu einem selbstverfassten Bericht darüber. Nun, da hätte ich das Buch gar nicht kaufen müssen...


Kathrine Switzer "Marathon Woman"

Ein Blick zurück in eine andere Zeit. Nur ins letzte Jahrhundert, in die Sechziger: Die Beatles und die Rolling Stones begeistern die Jugend, man macht sich auf, den Mond zu erobern. 
Läuferisch allerdings scheint diese Zeit finsteres Mittelalter, denn man traut Frauen keine langen Läufe zu! Ja man nimmt sogar jenseits der 10 km ernsthafte gesundheitliche Schäden an! Heute lachen wir darüber, und wer erinnert sich noch, dass erst 1984 Marathon der Frauen olympisch wurde? Was macht also frau, wenn sie zu dieser Zeit dennoch weiter+länger laufen will? Genau das berichtet die Autorin lesenswert in ihrem Buch. Wie sie heimlich trainiert, sich mit einem kleinen Trick in den Boston Marathon mogelt und ihn absolviert, dafür kämpft, als Läuferin ernst genommen zu werden. Man erlebt intensiv ihre Anfangsjahre mit und auch das, was dann alles folgt.
Obwohl die 400 Seiten in recht amerikanischem Stil geschrieben sind, und auch wohl in 300 Seiten hätten abgehandelt werden können, so hat mir dieses Buch sehr viel Spaß beim Lesen gemacht. Wenn es mir etwas zu langatmig wurde, habe ich es beiseite gelegt, aber schon am nächsten Tag war ich doch neugierig, wie es weitergeht.
Viele Fotos zum beschriebenen Geschehen machen die Schilderung noch authentischer.
Wikipedia-Link


Tipp von Das Pulsmesser:

"Ein Gerippe auf Diät" "Trans Amerika" von Tom MacNab


Tipp von Marianne - Laufend unterwegs:

" "Mein langer Lauf ins Licht" des blinden Marathon-Weltrekordhalters Henry Wanyoike aus Kenia hat mich sehr berührt und beeindruckt! Er erblindet mit 21, findet über das Laufen wieder ins Leben zurück und gewinnt 5 Jahre später an der Olympiade in Sydney zum ersten Mal Gold über 5000 m. Ein Buch das zufrieden macht..."

Tipp von ultraistgut: 
"Hysterie des Körpers"
Joey Kelly



Rubrik Fachbücher u.ä.:                                                                                                                       

Bernd Heinrich "Laufen- Geschichte einer Leidenschaft"

Eine sehr interessante Lektüre, eigentlich weder ein reines Sachbuch, noch eine Erzählung. Vielmehr werden beide Elemente verbunden. 
Man erfährt viel über tierische Lauf-Eigenschaften: 
Über die Laufeffizienz der Antilopen, 
das anaerobe Sprungverhalten der Frösche,
warum Kamele im Wüstenklima ihr Fell benötigen, usw.
Und warum man an einem Brathähnchen weißes und dunkles Fleisch knabbern kann bzw. könnte. 

Und vor allem: Was das alles mit dem Lauftraining von uns Menschen zu tun hat bzw. was wir daraus lernen können. Wirklich sehr spannend! Mein Highlight waren die geschilderten Erfahrungen des Autors (Biologe und Ultraläufer) aus seinen Läufen, vor allem sein 100-km-Lauf. Ich habe richtig mitgefiebert, auch wenn er dieses Lauferlebnis erst nach 20 Jahren zu Papier brachte. Zum Schmunzeln brachte mich sein Argument in Sachen Dehnen nach dem Lauf: Er habe noch nie eine Raubkatze sich dehnen sehen, nachdem sie die Beute erlegt habe...

Thomas Rogall "Hallux Valgus - Die besten Übungen zu Selbsthilfe" 

Auch wenn ich (noch) nicht mit diesem Befund ernsthaft konfrontiert bin, sondern nur leichte Ansätze davon bemerke, vermittelt der Autor anschaulich, wie man durch besseren Gang (bzw. Lauf) und Fußgymnastik seinen Füßen Gutes tun kann. Es geht nicht darum, einen vorhandenen Hallux zu heilen, sondern ihn zu lindern und/oder Weiterentwicklung möglichst zu verhindern. Empfehlenswert!


Thomas Rogall "Die Kunst des Gehens. Schritt für Schritt zu gesunden Füßen"

Richtiges Gehen wird hier anschaulich erklärt. Warum sich welche Probleme an den Füßen entwickeln, wie man sie erkennen und was man dagegen tun kann. Man versteht, warum wir unsere Füße manchmal selber in Probleme "hineinlaufen". Übungen zur Verbesserung des Gangs werden anschaulich erläutert. 


Herbert Steffny "Das große Laufbuch"

Ist für mich immer noch das ultimative Wissensbuch zum Laufen. Informativ geschrieben, aufgelockert durch viele ergänzende Berichte&Themen rund um das Thema Laufen, optisch ansprechend gestaltet. Und natürlich gibt es viele Trainingspläne. Mit den Trainingsplänen in diesem Buch habe ich gute Erfahrungen gemacht und kann sie bestens weiterempfehlen. Allein das Lesen macht Freude und versetzt die Beine in Lauflust! Auch wenn manche Steffny als überholt empfinden, meine Meinung: Moden kommen und gehen, Qualität bleibt.


Tipp von Das Pulsmesser: 
"Einfach Ballengang"

Ganz viele Tipps von ultraistgut
Andreas Marlovits und Rolf Jahn 
Lauf-Psychologie: Dem Geheimnis des Laufens auf der Spur (Ist ihr absolutes Lieblingsbuch)

Claus Dahms
"Laufen - Geschichte - Kultur - Praxis"


Frater Michael Bauer
"Die Seele läuft mit"

Jack Heggie
"Besser Laufen" 

Bernd Heinrich
 "Laufen" (> siehe oben)
 
Dr. Susanne Mahlstedt
" Ich laufe, um zu laufen "
Eine Frauen-Laufen- Anthologie
(Auch ultraistgut ist mit ihren Texten dabei !!)

Ernst van Aaken

"Programmiert auf 100 Lebensjahre"  und
"Alternativ-Medizin durch Ausdauer"

genial zusätzlich zum Laufen:

Christopher Bloss
"Die besten Leibesübungen aller Zeiten"




Rubrik Filme, Videos, DVD, u.ä.

Peter Egger geht zu Fuß um die Welt

Ca. 2011 oder 2012 sprang mir ein Vortragshinweis in der Schweiz ins Auge, wir waren gerade dort und der Vortrag ganz in der Nähe. Peter Egger, ein junger Dachdecker aus dem Emmental fand, dass er über einige Dinge nachdenken wollte und so ging er los. Zu Fuß einmal um den Globus, 511 Tage und 18.000 km. Sein Vortrag, mit vielen Bildern und vor allem mit seiner "Ausrüstung" (das letzte durchgelaufene Paar Schuhe, eine verbeulte und zerkratzte Kamera und weitere seiner Utensilien) als Anschauungsobjekte ist mir heute noch im Gedächtnis. Er erzählte sehr beeindruckend von seinen Erlebnissen, Begegnungen mit Menschen, guten und beängstigenden Momenten. M.W. gibt es kein Buch, leider, wohl aber im Netz einiges zu seinem Abenteuer:
hier und Youtube und Interview (Berndeutsch) und TV-Interview (Berndeutsch) oder googeln.



"Sein letztes Rennen" (Kinofilm, 2013, mit Dieter Hallervorden)

Es ist soweit: Paul Averhoff (=D.Hallervorden) muss mit seiner Frau ins Altersheim. Er, der eigenes Haus mit Garten gewöhnt war, hat mit dieser Umstellung und vor allem der im Heim herrschenden "Verwahrkultur" so seine Not. So reift in ihm die Idee, am Berlin-Marathon teilzunehmen. Genauer gesagt, nochmals teilzunehmen, denn in seiner besten Zeit war er Weltklasseläufer auf dieser Distanz. Also nimmt seine Frau die gute alte Stoppuhr wieder zur Hand, während er in bewährtem Baumwolldress seine Runden dreht ... 
Herr Hallervorden mit seinem Palimpalim-Humor ist sonst definitiv nicht mein Fall, aber in diesem Film spielt er wirklich sehr gut, abgesehen von ein paar nicht so ganz stimmigen Passagen des Drehbuchs. 
Der Film hat mir gefallen und macht auch, was die Altersthematik angeht, nachdenklich. 
Doch wie man sieht, laufen geht immer noch!
Sicher wird man den Streifen im TV sehen können, da mit unseren GEZ-Gebühren unterstützt...
Link zum Film

"II want to run" (DVD, 2011)

Wenn man richtig im Laufen schwelgen will, dem kann die DVD "I want to run" (Link) wärmstens empfohlen werden. Eine Reportage über den Transeuropalauf von Sizilien zum Nordkap, 4500 km in 64 Etappen. Man rücke sich den Sessel zurecht, Telefon, Haustürklingel und alle anderen Störquellen schalte man ab und lasse dann nur diesen Film und seine Bilder auf sich wirken. Eine wie ich finde wunderbare Reportage, nicht auf Krawallniveau mit krachender Musik und anderen Effekten, sondern unaufgeregt, still, leise, optisch wirkend. 
Man läuft gedanklich mit, 
man leidet mit, 
man hofft mit... 
Klasse! 
Info-LinkLink zum Film




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