Sonntag, 18. April 2021

Versunkene Umstände

"Halb zog es sie, halb sank sie nieder" - so ähnlich möchte in in leichter Abwandlung eines Literaturzitats (bitte nicht nach Autor und Stück fragen) meine letzten 1,5 Wochen beschreiben.

Erst ein paar Tage Unpässlichkeit, diese gefolgt von einem soliden Anfall von Frühjahrsmüdigkeit, verquickt mit ... ähm, unüberwindlicher Schwerkraft des Sofas.

Ok, und ansonsten war auch motivatorisch nicht viel los. Das Wetter zog mich nicht wirklich nach draußen und langsam geht mir etwas die Motivation verloren. Verglichen mit anderen März/April-Monaten, wo man ja auf der trainerischen Zielgeraden zum Frühjahrsmarathon ist, läuft dieses Jahr ... nichts. Auch wenn ich hoffnungsvoll bin, dass im Herbst irgendwo etwas geht, weiß man's? 

Also lauter gute Gründe, warum ich mich den Umständen hilflos ausgeliefert sah, nein, sehen musste! ;-)

Ein wenig fühle ich mich, wie dieses Stück Wald, an dem ich heute erneut entlang lief. Man muss wissen, es ist unbewirtschafteter Naturwald, der eigentlich wachsen darf, wie er mag. Außer, der Borkenkäfer wütet dort oder es gibt andere Probleme. Trauriger Anblick.


Immerhin. War ein erster Lauf am Donnerstag noch bleischwer, lief es dann heute schon wieder etwas besser. Nachdem vieles schon verblüht ist, ist nun überall frisches Frühlingsgrün zu sehen. Und wie so oft, hat man sich erst überwunden, tut es doch ganz gut. 

Ich nehme mir ab sofort das Ost-Ampelmännchen als Vorbild, das es bis zu einer Baustelle hier im Ort ins Rheinland geschafft hat. Diese Gestalt strahlt doch viel mehr Schwung aus, als sein hagerer West-Kollege. Munter hält es sein Näschen in die Höh', während der hier sonst verbreitete Geselle doch immer eher dröge vor sich hinlatscht.
 

Montag, 5. April 2021

Einmal Lauterbrunnen und zurück

Lust auf ein gemeinsames Läufchen? In frischer Bergluft und schöner Umgebung?

Dann -virtuell- auf zum Flugfeld Interlaken, Auto parken und ab nach Lauterbrunnen. Auf dem unteren Teil der Originalstrecke des Jungfrau-Marathons, immer der Lütschine entlang. Die Bedingungen: Sonne, knapp unter 10° und kräftiger, drehender Wind. Meist von hinten, jedenfalls bergauf nach Lauterbrunnen.


Gsteigwiler, immer wieder schön







 













Locker-frisch (Chris) und etwas ermattet (ich) erreichen wir Lauterbrunnen. auch wenn die Restaurants geschlossen sind, herrscht munteres Treiben. Chris will noch die hintere Talrunde Richtung Stechelberg laufen, ich setze hier schon den Umkehrschwung zurück zum Auto. Der Wind, der uns bisher überwiegend begleitete, bläst mir nun harsch entgegen. War ich zuvor zu warm gekleidet, bin ich nun schon wieder froh um meine Jacke. Wenigstens erleichtern nun die Abwärts-Höhenmeter den Lauf.

Wer braucht solche Werbung in dieser Umgebung?




Kleiner Rückblick auf August 2020, Supporter Run. Wer findet den Unterschied der nachfolgenden beiden Bildern ...?



Zuverlässige Zwangspause am Bahnhof Zweilütschinen, 10 Minuten diesmal. Aus dem Tal kommt eine Bahn, die hier in zwei Teile getrennt wird. Kaum ist sie weg, nahen aus Grindelwald und Lauterbrunnen zwei Einzelzüge, die nun gekoppelt werden. Die Waggons sind so gut wie leer.






27 bzw. 22 km haben wir gesammelt. Für mich eine der schönsten Laufstrecken. Dass das ja beim Marathon nur der Auftakt ist für die "richtigen" Höhenmeter gibt mir wie immer größten Respekt vor denjenigen, die diese 42 km absolvieren!

Freitag, 2. April 2021

Oster-Auszeit

Wir gönnen uns eine Oster-Auszeit. Statt in den rheinischen 4 Wänden gehts in die eidgenössischen 4 Wände. 
Druckbetankung mit frischer Bergluft, wunderbarer Aussicht, erholsamer Umgebung.
7 Monate haben wir verzichtet, aber nun tut es so gut! Ein 14-km-Lauf am ersten Morgen hier zwischen Berner Oberland und Emmental lief locker wie lange nicht. Selbst mein "Lieblingsfeind", der Kirchhügel im Nachbardorf vermochte mich nicht auszubremsen.
Heute sollte eine Wanderung zur "Sichle" gehen, einer markanten Einkerbung zwischen den Sieben Hengsten und dem Sigriswiler Grat, am Ende des Justistals.
Kommt ihr mit?





Wer laicht da wohl?
 




Die Schneeschuhe liegen daheim...




Dort hinauf in die Einkerbung wollten wir

Wir erkennen, dass der weitere Weg nur noch aus Kampf mit Schneefeldern bestehen würde. Und ihn überhaupt zu finden, könnte auch eine kleine Herausforderung sein. Also machen wir ausgiebig Rast, genießen die Sonne und das Gluckern und Plätschern des Schmelzwassern rund um uns herum. Und dann geht es wieder abwärts.



Ski wären hilfreich. Liegen auch daheim, gleich neben den Schneeschuhen...



Streichelbedürftige Geissen

Süße Sau im Zulg-Lädeli

Eine schöne Tour. Und wenn der Schnee weg ist, gehen wir auch durch bis zum Ziel! Ein Schwager wollte zeitgleich per E-Bike von der anderen Seite hinauf ins Justistal. Er wurde auch vom Schnee ausgebremst. Ja, es ist eben doch erst der 2. April!