Ein schöner Lauf vom Sonntagmorgen ist hier noch nachzutragen. Schafft man einmal die Überwindung der Trägheit am frühen Tage eines Wochenendes, so wird dies doch meist mit interessanten Erlebnissen belohnt.
Ich strebe durch das schon fallende Laub dem Marienfeld zu, genauer: Dem Papsthügel, zum
Weltjugendtag 2005 der Mittelpunkt im Areal.
Wie wunderbar ist doch die Morgenluft, es läuft sich wie von selber! Sagen sich auch einige andere Spazier- und Gassigänger.
Geht diese Perspektive nicht als Blick auf eine Ritterburg am Horizont durch?
Ist aber nur ein Industriebau.
Und gleich hinter den Bäumen links ...
... liegt mein heutiges Ziel.
Eifeltrainingsgestählt erstürme ich den "Gipfel" in einem Zug!
Immer wieder herrlich hier oben, zumal heute ein erfrischender Wind weht. Erstaunlich, wenn man sich um 360° dreht, bieten davon 300° den Blick auf Wälder am Horizont, und das mitten in einem solchen Ballungsgebiet. (Die restlichen 60° gehen an die vorhin gezeigte "Burg").
Auf dem Rückweg durchlaufe ich das Naturschutzgebiet um den Boisdorfer See. Das erkennt man wahlweise an entsprechend aufgestellten Hinweisschildern, die u.a. das Anleinen von Hunden gebieten, zum Schutz der dort rastenden bzw. lebenden Wildtiere. Man erkennt es aber auch daran, dass dort viele Hunde ohne Leine laufen gelassen werden. Aber die sind ja alle brav, jederzeit abrufbar und wollen eh' nur spielen.
Der erste planscht spielerisch im See, den ihm Enten, Gänse & Co sofort freimachen.
Die nächsten beiden begleiten ihr Herrchen ebenfalls leinenlos. Aber die sind sicher brav, jederzeit abrufbar und wollen eh' nur spielen. Kurz bevor das Trio das Schutzgebiet verlässt (in ein anderes Areal, wo alle Hunde frei laufen dürfen) leint er sie plötzlich an. Seltsam.
Doch die Erklärung sehe ich wenige Augenblicke später.
Es kommt eine Hundehalterin entgegen, mit einem lupenreinen Bullterrier. Weil der aber brav ist und jederzeit abrufbar, und sowieso nur spielen will, greift sie ihn am Hals und klemmt ihn sich zwischen die Beine, bis die beiden anderen Hunde und ihr Herrchen vorbei sind.
Danach darf der "Schoßhund" sofort ohne Leine ins Schutzgebiet.
Ich kann nicht anders und spreche die Dame an.
Ihre Erkläung: Das habe sie mit dem Förster abgestimmt und sie habe die Erlaubnis, ihren braven, jederzeit abrufbaren Hund hier freizulassen.
Es gibt Märchenstunden, auf die möchte man verzichten.
Bevor ich noch mehr brave Hunde erlebe, setze ich lieber meinen Weg Richtung Zuhause fort, wo ich nach wunderschönen 2 Stunden und 16 km erfrischt am Frühstückstisch die verlaufene Energie wieder auffülle.
Schöner kann ein Sonntag kaum beginnen 😅