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Montag, 25. Oktober 2021

Abends mit Beleuchtung

Ein kaum zu überbietender goldener Oktobertag! Da muss man einfach raus, auch wenn die anfangs 7° arg frisch scheinen. Aber das spüre ich nach 1 bis 2 km Trab nicht mehr. Ich möchte soviel Sonne wie möglich tanken, also wähle ich meine Route entsprechend. Ich war doch lange nicht mehr auf dem Marienfeld. Und gleich dort ist ja ein alter Freund...

Zunächst quere ich die Storchenwiese. Ein Areal im Nachbarviertel, auf dem Eltern für Ihre Babys einen Baum pflanzen können. Irgendwie regt mich die Pflanzung zu diversen Überlegungen an. Müssen die eigentlich hier wie die Zinnsoldaten aufgereiht stehen? Immerhin scheint man die Spezies seines Baumes wählen zu können.




Bei manchen Bäumen hoffe ich, dass es dem jeweiligen Kind besser gehen möge, als seinem Kumpel hier auf dem Feld.



Ein Baum fällt besonders ins Auge, weil er sogar mit Wasser versorgt wird. Und anscheinend wächst er gleich für 2 Geschwister...


Am Boisdorfer See, künstlich angelegt wie das ganze riesige Marienfeld, glitzert das Sonnenlicht auf dem Wasser, malerisch.




Den Papsthügel trabe ich locker hoch und genieße nur kurz die Aussicht.






Zurück hinunter wähle ich die kleinen Serpentinen entlang der drei Könige. Bestes Fotografierlicht, zumindest für zwei von Ihnen.




Im Gegensatz zur Fernsicht von oben, könnte die Aussicht unten kaum gegenteiliger sein. Aber ich finde, die Abwesenheit von Dingen kann auch ihren eigenen Reiz haben.


Am kleinen Wald rund um den See ereilt mich ein weiteres Wegekreuz. Man müsste sie echt mal zählen. An dieser Stelle lag einmal geografisch der Friedhof einer längst im Tagebau verschwundenen Gemeinde.



Nicht weit von hier wartet mein Freund. Seit Jahren. Treu und brav. Ja klar schaue ich mal vorbei um zu schauen, ob er bereit ist für seinen großen Auftritt demnächst.


Er ist. Und es glitzert sogar auch an ihm etwas im Sonnenlicht.


Doch im Moment ist noch eine andere Saison.


Und ja, auch ich wurde schwach und konnte es nicht sein lassen, mich ein ganz klein wenig einzubringen...


... abends mit Beleuchtung. 😁



Sonntag, 24. November 2019

Lieber fit statt fett

Ein wunderschöner "goldener" Herbstsonntag. 8°, Sonne, noch buntes Restlaub - da läuft es so gut wie von selbst.
Ich steuere eine Runde über das Marienfeld an, das füllt 2 Stunden gut aus.
Doch bevor ich dorthin gelange, passiere ich im leerstandsgeprägten Zentrum des Nachbarortsteils eine Bank, auf der 4 muntere Herren schon des mittags ihren Bierflaschen huldigen. Da ist mir meine Beschäftigung doch lieber...


Im Marienfeld nämlich möchte ich zunächst schauen, ob der Gemeinschafts-Weihnachtsbaum noch vorhanden ist. Ist er, wieder ein schönes Stück gewachsen und sicherlich wird er wie von Zauberhand zum 1. Advent geschmückt sein.
Ich werde natürlich nachschauen!








Es folgt eine Passage entlang des Boisdorfer Sees, auf dem sich eine größere Menge Wasservögel tummelt. Leider kann ich die Spezies nicht erkennen, nur, dass sie recht groß und schwarz-weiß sind.




Auf einem kleinen Teich, kurz vor dem Papsthügel, kann ich hingegen eindeutig ein Schwanenpaar identifizieren, das dort seinen Aufenthalt gewählt hat.
Auf dem Papsthügel selber ist heute nicht viel Besuch. Und während direkt am Kreuz niedergelegte kleine Erinnerungsstücke (zum Vergleich: Link), vielfach nur Steinchen und Kiesel, die ich bei meinem letzten Besuch hier sah, entfernt wurden, darf die Madonna in ihrem kleinen Kapellchen ihre Plastikblumen behalten. Und den Facebook-Stein auch.






Nach einigen Kilometern über das Feld drehe ich noch eine Runde im Nachbarortsteil.
Das muntere Männerquartett von zuvor hat seinen Standort inzwischen um ca. 100 m verlagert, so dass ich nun nochmals an anderer Stelle auf die unverdrossen ihrem Bier zusprechenden Herren treffe. Gerade schwingt einer eine Rede. Als ich vorbeilaufe hält er inne und ruft mir hinterher
"Wennde noch länger rumläufs, wirste ja noch dünner!"
Als wenn ich es geahnt hätte... Der Zuruf wird sofort von Gejohle und Gemecker wie von Ziegenböcken garniert. Eine Antwort hätte ich sofort parat "Lieber fit und schlank, als fett und volltrunken!" Aber ich spare mir meinen Atem, was soll's.
Nach 19,5 KM erreiche ich zufrieden die heimische Haustüre. Da schmeckt der Kuchen nochmal so gut 😋



























Dienstag, 7. August 2018

Frühmorgendliche Märchenstunde

Ein schöner Lauf vom Sonntagmorgen ist hier noch nachzutragen. Schafft man einmal die Überwindung der Trägheit am frühen Tage eines Wochenendes, so wird dies doch meist mit interessanten Erlebnissen belohnt.
Ich strebe durch das schon fallende Laub dem Marienfeld zu, genauer: Dem Papsthügel, zum Weltjugendtag 2005 der Mittelpunkt im Areal.



Wie wunderbar ist doch die Morgenluft, es läuft sich wie von selber! Sagen sich auch einige andere Spazier- und Gassigänger.








Geht diese Perspektive nicht als Blick auf eine Ritterburg am Horizont durch?
Ist aber nur ein Industriebau.
Und gleich hinter den Bäumen links ...








... liegt mein heutiges Ziel.



Eifeltrainingsgestählt erstürme ich den "Gipfel" in einem Zug!
Immer wieder herrlich hier oben, zumal heute ein erfrischender Wind weht. Erstaunlich, wenn man sich um 360° dreht, bieten davon 300° den Blick auf Wälder am Horizont, und das mitten in einem solchen Ballungsgebiet. (Die restlichen 60° gehen an die vorhin gezeigte "Burg").

Auf dem Rückweg durchlaufe ich das Naturschutzgebiet um den Boisdorfer See. Das erkennt man wahlweise an entsprechend aufgestellten Hinweisschildern, die u.a. das Anleinen von Hunden gebieten, zum Schutz der dort rastenden bzw. lebenden Wildtiere. Man erkennt es aber auch daran, dass dort viele Hunde ohne Leine laufen gelassen werden. Aber die sind ja alle brav, jederzeit abrufbar und wollen eh' nur spielen.
Der erste planscht spielerisch im See, den ihm Enten, Gänse & Co sofort freimachen.
Die nächsten beiden begleiten ihr Herrchen ebenfalls leinenlos. Aber die sind sicher brav, jederzeit abrufbar und wollen eh' nur spielen. Kurz bevor das Trio das Schutzgebiet verlässt (in ein anderes Areal, wo alle Hunde frei laufen dürfen) leint er sie plötzlich an. Seltsam.
Doch die Erklärung sehe ich wenige Augenblicke später.
Es kommt eine Hundehalterin entgegen, mit einem lupenreinen Bullterrier. Weil der aber brav ist und jederzeit abrufbar, und sowieso nur spielen will, greift sie ihn am Hals und klemmt ihn sich zwischen die Beine, bis die beiden anderen Hunde und ihr Herrchen vorbei sind.
Danach darf der "Schoßhund" sofort ohne Leine ins Schutzgebiet.
Ich kann nicht anders und spreche die Dame an.
Ihre Erkläung: Das habe sie mit dem Förster abgestimmt und sie habe die Erlaubnis, ihren braven, jederzeit abrufbaren Hund hier freizulassen.
Es gibt Märchenstunden, auf die möchte man verzichten.

Bevor ich noch mehr brave Hunde erlebe, setze ich lieber meinen Weg Richtung Zuhause fort, wo ich nach wunderschönen 2 Stunden und 16 km erfrischt am Frühstückstisch die verlaufene Energie wieder auffülle.
Schöner kann ein Sonntag kaum beginnen 😅

Samstag, 5. November 2016

Beim alten Bekannten

Ein paar Tage habe ich mir Pause gegönnt nach dem wunderbaren Hockenheimringlauf. Aber heute soll dann wieder mein selbstauferlegtes Ziel eines langen Laufs pro Woche in die Tat umgesetzt werden.

Am Beginn eine eher melancholische Szene: Die prachtvollen Gänse genießen ihre letzte Herbstsonne. Sofern sie den Martinstag überleben, werden sie spätestens Weihnachten dann liegend und gebräunt erleben :-(
So gern ich ja zum Fest ein Stück Gänsebraten esse, bei diesem Anblick weiß ich nicht, ob ich es wieder tun soll.

Ein typischer Anblick der hiesigen Region im fortgeschrittenen Herbst: "Knolle", woanders auch Zuckerrüben genannt.











Ich habe mir den Besuch bei einem alten Bekannten vorgenommen. Dorthin geht es durch raschelndes Laub...











Und da steht er auch schon:













Im Januar 2014 sah er so aus.
Inzwischen ist er gut gediehen. Bin gespannt, ob er das Weihnachtsfest wieder geschmückt erleben darf!














Wunderschöne Stimmung am Ufer des Boisdorfer Sees.












Als Geräuschkulisse muss man sich hier ein Quaken und dort ein Geschnatter vorstellen von den diversen Wasservögeln.













Mein nächstes Ziel und zugleich Wendepunkt: Der Papsthügel des Weltjugendtages. Die ca. 15 Höhenmeter gönne ich mir bis oben. Dort hat man zwar eine schöne Aussicht, aber der Wind kühlt unangenehm aus.




















































Erst kurz nach 16 Uhr, aber die Sonne sinkt schon dem Horizont entgegen. Es wird spürbar kälter und trotz der Handschuhe werden die Finger etwas klamm.

Am Ende: Ziel erfüllt, 2 Stunden schön geruhsam gemütlich gelaufen. Und dann der immer wieder schöne Moment, wenn man daheim ins Haus kommt und von wunderbarer Wärme empfangen wird.
Herrlich!

8°, 18,2 km, 2:00:00, (6:36 Min/km), HF 129