Sonntag, 18. Januar 2026

Pech und Glück

Es zerrt schon sehr an meinen Nerven, wegen des Daumenmalheurs so bewegungseingeschränkt zu sein. Nur lesen und TV schauen ... 😳
Da zudem auch noch der Winter seine Zähne zeigte, blieb ich sicherheitshalber gleich daheim. Zu stürzen und dabei unter Umständen dem lädierten Daumen nochmals zuzusetzen, das durfte keinesfalls eintreten.

Aber dann wurde das Wetter besser und die Sehnsucht nach Bewegung stieg. Der träge Sumpf der Passivität musste trocken gelegt werden!
Die kleine praktische Herausforderung, den Daumen inklusive Schiene in einen Handschuh zu befördern, konnte dank eines groß ausgelegten Herrenhandschuhs gemeistert werden.
Und dann trabte ich los, auf meiner Standard-2 km-Feldrunde. Ich war gespannt, wie sich die Kondition während rund 4 lauffreien Wochen darstellen würde.

Ich muss sagen, ich war ein wenig erstaunt und zufrieden zugleich. 10 km gelangen ganz gut. Die Beine jedenfalls waren laufmunter wie immer. Nur der Maschinenraum konnte nicht ganz so viel Energie bereitstellen, wie ich sie gern gehabt hätte. Hinten raus wurde es zäh, aber das war ja zu erwarten.
Der nächste Lauf endete bei 8 km, wegen hereinbrechender Dunkelheit, ansonsten mit gutem Laufgefühl.
Auch ein dritter Lauf heute über erneute 10 km verlief erfreulich. Auf Geschwindigkeit kommt es mir dabei nicht an, ich möchte zunächst wieder Kondition aufbauen und wieder mit alter Lauffreude meine Strecken abtraben. Es ist einfach schön, sich wieder draußen bewegen und verausgaben zu können, die frische Luft einzuatmen
Allerdings zweifele ich ein wenig am Intellekt meiner Laufuhr. Klar, sie kann nicht anders als mir aufbauenden Charakter der drei Läufe zu attestieren. Wenn man bei etwa null beginnt, hat alles andere ja zwangsweise eine Entwicklung nach oben. Aber dass sie mir gleich "exzellente" Form attestiert, ist doch ziemlich unglaubwürdig.


Aber wie dem auch sei, es läuft wieder was. Auch wenn der Alltag ansonsten noch weiter eingeschränkt bleibt. Der rechte Daumen spielt halt eben eine gewichtige Rolle und erst jetzt fällt mir auf, wie oft man ihn bräuchte. Schlüssel im Schloss drehen, einen Jackenreißverschluss einfädeln, viele gewohnte Bewegungen im Alltag machen weiter Probleme. Manchmal kommt die Quittung erst später. Schwenke ich den rechten Arm zu sehr beim Lauf, folgt später daheim das Hämmern im Daumen.
Also übe ich mich weiter in Geduld.

Aber andererseits, so schräg es sich anhört, war das Malheur auch mit einer Portion Glück verbunden.
An der Stelle muss ich einschieben, dass mein Mann vor rund 10 Tagen an einem Abend in Köln bemerkte, dass sein Ehering nicht mehr am Finger saß. Großes Ärgernis. Alles Überlegen, wo genau und wie er abhanden gekommen sein könnte, endete in Fragezeichen. Zur Not müsste man ihn nachmachen lassen, aber das Original hätte natürlich einen anderen emotionalen Wert.
Schnitt.
Wie immer um den Jahreswechsel hatte sich unser der Gärtner zum Sträucherschnitt im Dickicht hinterm Haus angesagt. Normalerweise helfe ich dann immer mit, spart Geld und man lernt jedesmal etwas dazu. Diese Mithilfe fiel natürlich diesmal aus, weswegen der Gärtner seinen Sohn als Helfer mitbrachte.
Und dann ..... findet der Sohn den vermissten Ring im Garten! Verrückt! Freude und Glücksgefühl waren natürlich groß und Finderlohn gab es selbstredend auch!

Ich will nun nicht soweit gehen, dass wir ohne den Daumenbruch den Ring noch nicht wieder gefunden hätten, doch ein gewisser Zusammenhang besteht doch irgendwie. 😁

13 Kommentare:

  1. Ach, liebe Elke, was für ein Auf und Ab!
    Erst diese zermürbende Zwangspause, dann endlich wieder raus! Das hast du super gemacht mit den 10km, deine Bastelarbeit mit Handschuh und Schiene hat sich gelohnt. Ich hätte gerne dein "Exzellent", meine Garmin ist im Moment überhaupt nicht zufrieden mit mir, schreit mir seit Tagen "Unproduktiv" entgegen! 😄

    Ha, das ist ja nett, dass der Gärtner-Sohn fündig wurde! Da hat er sich bestimmt über den Finderlohn gefreut. Manchmal hat das Leben einen sehr schrägen Humor!

    Weiter so, liebe Elke, so kann es im 2026 weiter aufwärts gehen!

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    1. Liebe Carina,
      wie kommt die Garmin darauf DIR ein "Unproduktiv" zu verpassen? Mir scheint wirklich, den Dingern darf man nicht zu sehr über den Weg trauen!
      Ich bin froh, dass vorsichtiges Laufen geht. Auch wenn ich kein Streak Runner bin, Zwangspausen mag ich auch nicht so.
      Das stimmt, das Leben ist manchmal gemein und dann wieder überraschend und komisch.
      Auf ein aufwärts gehendes 2026!
      Liebe Grüße aus dem kalten aber sonnigen Rheinland
      Elke

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  2. Stillsitzen ist nicht so deins :-) Aber ich kanns nachvollziehen, da ist immer dieser leichter Sog nach draussen zu gehen um Laufrunden zu drehen. Immerhin ist der Daumen einigermaßen sicher verpackt, aber bitte bitte bitte nicht stürzen.
    Deine Laufuhr ist vermutlich nur begeistert dass sie wieder ausgeführt wird ;-)
    Aber wie verrückt ist das mit dem Ring denn bitte?! Direkt vor der Haustür? Habt ihr den Hauch einer Ahnung wie der da hingekommen ist? Hat Chris heimlich gegärtnert? :-) Wirklich toll dass er wieder da ist und der Gärtner-Sohn dürfte sich auch sehr gefreut haben.
    Schön vorsichtig weitertraben, aufpassen und weiterhin der Uhr schmeicheln, so kanns weitergehen, äh, weiterlaufen.

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    1. Lieber Oliver,
      nun ja, sitzen kann ich durchaus gut, wenn ich mir das aussuchen kann. Aber gezwungen zur Untätigkeit, das stinkt mir. Nun denn, Abhilfe ist in läuferischer Hinsicht ja nun drin. Es bleibt noch genug, das nicht gut möglich ist. :-(
      Ja, die Ring-Nummer! Wahrscheinlich hat Chris die Grünabfalltonne aus dem Garten geholt, es war kalt, weswegen der Finger geringfügig schmaler war... dennoch, so einfach übers Fingergelenk sollte er eigentlich nicht gehen. Wie auch immer, dank des super-glücklichen Zufalls ist zumindest dieses Malheur erledigt!
      Liebe Grüße
      Elke

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  3. Liebe Elke,

    wenn das mal kein gutes Omen für eure Ehe ist!!! Wo nichtmal ein Ring es schafft, verloren zu gehen, kann es der Liebe doch erst Recht nicht passieren 🫶

    Mir erscheint es schon plausibel, dass die Form nach so einer regenerierenden Pause „exzellent“ ist. Vielleicht solltest du auch bei heilen Fingern ab und zu für längere Zeit die Füße stiller halten. Der Form zuliebe ;)

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    1. Liebe Lizzy,
      da bin ich bei dir, der wiedergefundene Ring sollte doch ein sehr positives Omen sein! :-)
      Was das "exzellent" angeht, da bin ich nicht so mit meiner Uhr einig und gebe mehr auf mein Bauchgefühl. Für die Beine mag es zutreffen, aber die Kondition ist doch noch optimierbar. Aber da kann ich mich ja nun dranmachen. Ansonsten wird sicher der innere Schweinehund dafür sorgen, dass die Beine sich nicht überanstrengen *lol*.
      Liebe Grüße
      Elke

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  4. Liebe Elke,
    warum muss ich nur an Fozzy-Bär denken, wenn ich deinen Handschuh sehe? ;) Aber egal wie und in welcher Daumenverkleidung - Hauptsache, du kannst wieder raus und laufen. Wie toll! :D
    Und auch der verloren geglaubte Ring ist wieder da, ich glaube auch, das sind alles sehr gute Anzeichen, dass das Jahr ab jetzt nur mehr gutes für dich bereithält!

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    1. Liebe Doris,
      hihi, Fozzy-Bär, stimmt, der Plüsch geht in diese Richtung. Von mir aus hätte der Handschuh dann auch knallbunt sein können, Hauptsache Zweck erfüllt. Sonst bleibt nur noch, einen Schal drumzuwickeln.
      Der Ring sollte wirklich ein Glücksbringer sein! Auch Finder und Findervater fanden, dass das für sie nur positiv sein kann.
      Als ich allerdings zum ersten Mal lief, an einem 13. (allerdings kein Freitag), dann an einem abgetrennten Rehbein am Wegesrand vorbei und als letztes kam mir ein Läufer mit seltsamem Gestell auf der Nase entgegen (gebrochen?), da dachte ich, oh je, was will das Schicksal mir damit andeuten...?
      Aber dann kam der Ringfund!
      Liebe Grüße
      Elke

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  5. Liebe Elke,

    da muss ich doch prompt an folgende Zeilen denken:
    "Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden!" - - - Euch ewig zu binden, naja, solange ihr lebt, da hättet ihr wahrscheinlich nichts dagegen. Nur scheint bei euch dazu kein Ring nötig zu sein ... oder war die Ringpause nicht lange genug, um das zu testen! - LOL

    Das ist doch toll, wenn solches Equipment im Hause ist und ausgeliehen werden darf! Zur Not hätte es doch nicht mal ein Schal richten müssen, ein (sauberer) großer Strumpf hätte es doch auch getan. Zumindest wäre mir das Aussehen, der Stil egal! ;-) - Schön, dass es mit der Lauferei wieder geklappt hat und du an den Aufbau der Kondition gehen kannst. Ich wiederhole nur die Bitte von Oliver: ... aber bitte bitte bitte nicht stürzen! - Der Kommentar der Uhr kann dann überlesen werden!

    Liebe Grüße Manfred

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  6. Aus dem Pech mit dem Daumen das Beste machen und gleich Glück mit dem Ring gehabt. Man darf sich einfach nicht unterkriegen lassen und bequem werden. Schnelle Besserung weiter

    Jörg

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  7. Auch wenn man Pech hat, das Beste daraus machen und sich über das Glück des wiedergefundenen Rings freuen.
    Lass dich weiter nicht unterkriegen und gute Besserung

    Jörg

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  8. jetzt ist es doppelt nach einer Fehlermeldung - macht nix

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    1. Lieber Jörg,
      doppelt gemoppelt hält besser, also doppelt Dank für deine guten Wünsche!
      Liebe Grüße
      Elke

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