Es zerrt schon sehr an meinen Nerven, wegen des Daumenmalheurs so bewegungseingeschränkt zu sein. Nur lesen und TV schauen ... 😳
Da zudem auch noch der Winter seine Zähne zeigte, blieb ich sicherheitshalber gleich daheim. Zu stürzen und dabei unter Umständen dem lädierten Daumen nochmals zuzusetzen, das durfte keinesfalls eintreten.
Aber dann wurde das Wetter besser und die Sehnsucht nach Bewegung stieg. Der träge Sumpf der Passivität musste trocken gelegt werden!
Die kleine praktische Herausforderung, den Daumen inklusive Schiene in einen Handschuh zu befördern, konnte dank eines groß ausgelegten Herrenhandschuhs gemeistert werden.
Und dann trabte ich los, auf meiner Standard-2 km-Feldrunde. Ich war gespannt, wie sehr die Kondition während rund 4 lauffreien Wochen darstellen würde.
Ich muss sagen, ich war ein wenig erstaunt und zufrieden zugleich. 10 km gelangen ganz gut. Die Beine jedenfalls waren laufmunter wie immer. Nur der Maschinenraum konnte nicht ganz so viel Energie bereitstellen, wie ich sie gern gehabt hätte. Hinten raus wurde es zäh, aber das war ja zu erwarten.
Der nächste Lauf endete bei 8 km, wegen hereinbrechender Dunkelheit, ansonsten mit gutem Laufgefühl.
Auch ein dritter Lauf heute über erneute 10 km verlief erfreulich. Auf Geschwindigkeit kommt es mir dabei nicht an, ich möchte zunächst wieder Kondition aufbauen und wieder mit alter Lauffreude meine Strecken abtraben. Es ist einfach schön, sich wieder draußen bewegen und verausgaben zu können, die frische Luft einzuatmen
Allerdings zweifele ich ein wenig am Intellekt meiner Laufuhr. Klar, sie kann nicht anders als mir aufbauenden Charakter der drei Läufe zu attestieren. Wenn man bei etwa null beginnt, hat alles andere ja zwangsweise eine Entwicklung nach oben. Aber dass sie mir gleich "exzellente" Form attestiert, ist doch ziemlich unglaubwürdig.
Also übe ich mich weiter in Geduld.
Aber andererseits, so schräg es sich anhört, war das Malheur auch mit einer Portion Glück verbunden.
An der Stelle muss ich einschieben, dass mein Mann vor rund 10 Tagen an einem Abend in Köln bemerkte, dass sein Ehering nicht mehr am Finger saß. Großes Ärgernis. Alles Überlegen, wo genau und wie der Ring abhanden gekommen sein könnte, endete in Fragezeichen. Zur Not müsste man ihn nachmachen lassen, aber das Original hätte natürlich einen anderen emotionalen Wert.
Schnitt.
Wie immer um den Jahreswechsel hatte sich unser der Gärtner zum Sträucherschnitt im Dickicht hinterm Haus angesagt. Normalerweise helfe ich dann immer mit, spart Geld und man lernt immer etwas dazu. Diese Mithilfe fiel natürlich diesmal aus, weswegen der Gärtner seinen Sohn als Helfer mitbrachte.
Und dann ..... findet der Sohn den vermissten Ring im Garten! Verrückt! Freude und Glücksgefühl waren natürlich groß und Finderlohn gab es selbstredend auch!
Ich will nun nicht soweit gehen, dass wir ohne den Daumenbruch den Ring noch nicht wieder gefunden hätten, doch ein gewisser Zusammenhang besteht doch irgendwie. 😁


Ach, liebe Elke, was für ein Auf und Ab!
AntwortenLöschenErst diese zermürbende Zwangspause, dann endlich wieder raus! Das hast du super gemacht mit den 10km, deine Bastelarbeit mit Handschuh und Schiene hat sich gelohnt. Ich hätte gerne dein "Exzellent", meine Garmin ist im Moment überhaupt nicht zufrieden mit mir, schreit mir seit Tagen "Unproduktiv" entgegen! 😄
Ha, das ist ja nett, dass der Gärtner-Sohn fündig wurde! Da hat er sich bestimmt über den Finderlohn gefreut. Manchmal hat das Leben einen sehr schrägen Humor!
Weiter so, liebe Elke, so kann es im 2026 weiter aufwärts gehen!