Sonntag, 28. Mai 2017

Bei Donner zu Berge

Wir haben uns eine kleine sportliche Abwechslung vorgenommen: Eine Bergwandertour im flachen Rheinland. Auf die Sophienhöhe soll es gehen, den künstlichen Berg zwischen Köln und Aachen. Der auch den Rahmen eines schönen 28-km-Laufs, dem Monte Sophia-Lauf, abgibt.
In Anbetracht der angesagten Hitze starten wir schon gegen 1/2 10 am Morgen, bei erfrischender Luft. Schnell erklimmen wir die ersten Steigungen, und werden dabei von Donnergrollen begleitet. Der Himmel über uns ist alles andere als wolkenlos. So ganz wohl fühle ich mich dabei nicht. Gerade sage ich noch, ich könnte einen Landregen vertragen, als auch schon die ersten Tropfen fallen und langsam mehr werden. Wir haben noch nicht einmal die Hälfte der Steigung absolviert. Wie ist das eigentlich, wenn der Blitz hier einschlagen würde...?
Mir ist dann doch lieber nach Plan B, der Sicherheitsvariante, wir kehren um. Doch da lässt der Regen plötzlich nach, das Donnergrollen scheint nordwestlich abzuwandern. Wir schauen uns an - und kehren um vom Umkehren.

Dies wird belohnt. Weiter oben angekommen, sehen wir wirklich das Gewitter abziehen und lassen uns vom Wind erfrischen.
Die Aussicht ist leider nicht sehr gut, vieles verliert sich im Dunst. Doch dafür genießen wir die Natur und die Einsamkeit hier oben.
Ein vielstimmiges Vogelkonzert wird gegeben, dazu ein Rausch in lila und blau von tausenden Lupinen, ergänzt vom Gelb des Ginsters und weißer Schafgarbe.

Ich probiere weiter meine 360°-Cam aus. Tja, ist schon lustig, da will Mensch ja Natur erleben und dennoch schaut man auf Displays... Aber nur um Fotos zu machen, ich schwör!






Nach gut einer Stunde Wanderung im Stechschritttempo (Die Witterung ist doch immer noch etwas unberechenbar) erreichen wir den Römerturm auf dem Gipfel.









Wir gönnen uns eine kleine Brotzeit. Doch unsere Sorge vor der angekündigten Hitze war unbegründet, der Wind ist geradezu auskühlend. Ich könnte eine Jacke gebrauchen...
Hatten wir unterwegs kurz den Eindruck, der Himmel könnte aufreißen, so scheint nun erneut eine dunkle Wolkenfront genau auf uns zu zu kommen.

Also geht es noch eins flotter als aufwärts zurück in Richtung Auto.
Je tiefer wir kommen, umso wärmer wird es. Beim Auto knallt wieder die Sonne. Wir sind froh, dass wir uns früh aufgemacht hatten und auch den ursprünglichen Plan einer ausgedehnteren Tagestour dann doch auf einen anderen Tag, mit wanderfreundlicherer Temperatur verschieben.
Spaßeshalber habe ich meine Laufuhr dabei. 8,5 km, 1:58 Std., 255 m rauf und wieder runter.
Die Kalorien werden schon auf dem Heimweg in einer Eisdiele kompensiert. 😏

Kommentare:

  1. Liebe Elke,
    soso - eine Bergtour im Flachland! Und sogar mit Gipfeljause! :D Schöne Idee! Nur gut, dass ihr vom Umkehren noch mal umgekehrt sein. Man muss bei einem Gewitter ja wirklich nichts riskieren, aber die Stimmung danach ist doch einfach herrlich! :)

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    1. Liebe Doris,
      da der Tag dann wieder als "Backofen" endete, waren wir ganz froh um die schöne morgendliche "Gipfel"-Tour.
      Und Wetterglück muss man auch mal haben.
      Liebe Grüße
      Elke

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  2. Liebe Elke,

    diesen Trainingsberg neide ich Euch ja. Eine Wanderung ist mal eine schöne Abwechselung, macht man leider viel zu selten.

    Schade nur, wenn die Wetterkapriolen etwas die Entspanntheit nehmen. Aber einmal umkehren vom Umkehren geht ja noch :-)

    Liebe Grüße
    Volker

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    1. Moin Volker,
      ja bei Deinen Bergambitionen wäre das das ideale Trainingsgelände. Wir fanden auch, wir nutzen das viel zu wenig, sowohl lauf- als auch wandertechnisch.
      Mit dem Wetter hatten wir ja schlussendlich Glück, ha, wenn Engel wandern... ;-)
      Liebe Grüße
      Elke

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  3. Eines Tages werde ich es schaffen, mal an diesen Sophia-Lauf teilzunehmen, damit ich diese Ecke auch mal kennenlerne ...

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    1. In diesem Jahr am 19.August wäre die Gelegenheit :-)
      Liebe Grüße
      Elke

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  4. Liebe Elke,
    sehr cooles Kugelbild :-)
    Sehr gut, das ihr vom Umkehren umgekehrt seid. Hat sich dann ja auch voll gelohnt :-)
    Und die Kalorien, die man hinterher direkt wieder zu sich nimmt, sind die besten. Zumindest schmecken die immer am besten :-)))
    Liebe Grüße
    Helge

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    1. Liebe Helge,
      eigentlich sind wir ja auch nur da hoch, um nachher auf dem Rückweg bei dieser prima Eisdiele vorbeikommen zu MÜSSEN und ohne schlechtes Gewissen bestellen zu können... ;-)
      Liebe Grüße
      Elke

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