Ja wo ist er denn, dieser grüne Zweig...?
Läuferisch komme ich irgendwie nicht in die Gänge. Einerseits von den Kilometern her, bis Ende März werden es nur knapp 270 sein. Aber was mich mehr nervt, dass es nur Plackerei ist, kein gutes altes Laufgefühl.
Keine Ahnung, woran das liegt. Ok, erst die Daumenverletzung, dann ein doofer Infekt bremsten mich vorübergehend aus. Ich laufe 3x pro Woche meist 10 km. Da sollte sich doch langsam wieder eine gewisse Fitness einstellen.😒 Dennoch klassifizierte meine Polar mein Training in den letzten 2 Wochen als durchgehend "überfordernd". Zur Krönung entsprach dies genau meinem Laufgefühl. Keine Power, Puls zu hoch.
Ein wenig hilft es, mit anderen zu laufen, zum Beispiel freitags in einer Dreierrunde.
Eine wunderbare Erfahrung, wenn man sich dann bei Regen, Wind und Kälte am Treffpunkt einfindet und alle sich einig sind, dass man ohne den gemeinsamen Termin auf dem heimischen Sofa geblieben wäre! Praktisch auch, wenn man so ein wenig mehr gefordert wird, als man sich selber gegönnt hätte. Man weiß ja, Besserung der Fitness erfordert das Setzen von Reizen... soweit die Theorie.
Setzt man aber die Reize zum falschen Zeitpunkt, geht es statt aufwärts eher abwärts.
Vielleicht liegt es daran?
Oder an diesem und jenen, was man so durchzuziehen hat. Handwerker und deren Kommunikationsverhalten oder Behördenkram beispielsweise.
Sorgen machte auch unser Kater, der eine Zahnsanierung brauchte, erst 4 Jahre und nun schon 8 Zähne raus. Wenigstens sind die vorderen erhalten, er könnte also noch lückenlos lächeln, wenn er wollte. Derzeit müssen wir ihm täglich das Mäulchen spülen. Wozu er natürlich keine Lust hat und bei Mensch und Tier bei der Prozedur die Nerven strapaziert werden. Immerhin hat er sich schon gut erholt und sein Appetit ist prima. Besser als vor 2 Jahren, als er gleich anschließend nach der ersten Zahnsanierung FIP entwickelte, eine tödliche Krankheit, die man allerdings mit viel Aufwand in den Griff bekommen kann.
Heute habe ich bewusst wie ganz am Anfang trainiert, 10 km immer schön nach Puls. Der dann auch brav unter 135 blieb. Dass damit die Pace bei 6:45 Min/km lag, stört mich derzeit nicht. Ausdauertraining statt Tempo ist mein Ziel.
Ich bin jedenfalls froh, zu keinem Lauf angemeldet zu sein, da würde mir diese Situation doch arg Kopfweh machen. Aber so, laufe ich eben vor mich hin bis es besser wird.
Ein anderes Ziel konnte ich allerdings erreichen. Vor vielen Jahren las ich einmal von einem Künstler, der WÄHREND des New York Marathons kleine Skizzen machte. Das war 2011, da stand mir mein erster Marathon erst noch bevor! Ich fand seine Aktion schon damals klasse. Nun stieß ich endlich auf die komplette Bildersammlung im Netz! Köstlich anzuschauen, beginnend mit den Sorgen eines Läufers mit dem Klingeln des Weckers, über Gedanken in der Startaufstellung, einem Bananendrama unterwegs und netten Beobachtungen in der Läuferschar. Aus meiner zwischenzeitlichen Erfahrung zum Thema zeichnen kann ich angesichts der vom Künstler gewählten Kombination aus laufen UND zeichnen nur den Hut ziehen! Wen interessiert da sein Zeit von etwas über 6 Stunden, geschenkt.
Ein kurzer Erläuterungstext: Link, (allerdings funktioniert der dortige Link zu den Skizzen nicht mehr) Aktuell stehen die gesammelten Werke hier: Link, sehenswert!
Oh wow, diese Marathon-Skizzen sind wirklich grossartig! Sie treffen den Moment so gut - und diese Beobachtungen! Sogar Sandalenläufer, herrlich 😄
AntwortenLöschenAber jetzt zu dir, liebe Elke: 270 km sind eine absolut solide Basis! Ich kenne das nur zu gut, wenn die Uhr plötzlich zur Oberzicke wird - ich hatte das vor zwei Monaten auch. Selbst nach einem Wettkampf kam ein trockenes „unproduktiv“... da fragt man sich schon. Einfach dranbleiben! Irgendwann kippt es wieder und plötzlich passt alles: Körper, Gefühl, sogar die Uhr.
Dein Ansatz mit Puls unter 135 ist genau richtig, so baut man das sauber wieder auf.
Und diese gemeinsamen Läufe... erst Widerstand, dann Dankbarkeit. Immer wieder 😄
Weiter so und ganz liebe Grüsse aus dem abendlichen Cape Town!