Und versuche, das Maximum an Sport mit der Dienstreise zu verbinden. Beginnend mit einem strammen Marsch mit meinem Rollkoffer vom Bahnhof zum Hotel (30 Minuten) und vom Hotel zum Sitzungsort (20 Minuten, ohne Koffer). Nach der Sitzung gibt es eine Stadtführung (90 Minuten) und anschließend mehrfacher Gang zum Buffet des gewählten asiatisch-mongolischen Restaurants (Zeit vernachlässigbar). Macht schonmal 2:20 Stunden Gutschrift auf dem Bewegungskonto. Und auch auf dem Bildungskonto tut sich was, denn ich wusste beispielsweise nicht, dass diese Stadt, noch unter anderem Namen, im 3. Reich gegründet wurde als Wohnort für die Arbeiter, die die neuen Volkswagen bauen sollten. Nach dem Krieg benannte man sich dann um. Daher ist das Ambiente etwas eigen, keine lauschige Altstadt, nur irgendwie der Eindruck einer künstlichen Reißbrettstadt. Dafür heißt die Fußgängerzone, die mit dem Lineal in die Landschaft gezogen wurde, Porschestraße und früher war sie wahrhaftig eine 4(!)-spurige Chaussee, mit Geschäften beidseitig, heute teils baumbepflanzt. Das schreit doch nach einem morgendlichen Frühlauf!
Und es gelingt mir wahrhaftig, kurz nach 6 Uhr startklar zu sein! Noch nichtmals die vergessenen Laufsocken hindern mich, schlüpfe ich eben barfuß in die Schuhe!
Zunächst laufe ich an diesem putzigen Kunstwerk vorbei, eine überlebensgroße Giraffe bei der Nahrungsaufnahme.
Dann geht es die Porsche-Piste (keine Fotos, die will wirklich keiner sehen) zum Bahnhof zurück.
Dort interessiert mich der Zugang zur Autostadt. Denn wer hier sein "Schnauferl" persönlich in Empfang nehmen möchte, braucht nur aus dem Bahnhof kommend 2x links zu gehen, und schon erwartet ihn ein Highlight modernen Architektentums, eine Fußgängerporschestraße quasi. Man muss nur über eine Brücke über den Mittellandkanal und schon ist man im Vergnügungspark der Automobilisten. Ein Stück hinter diesem fotografierten Punkt beginnt sogar ein Fußgängerfließband wie im Flughafen, dass einen über das Wasser trägt.

Unterwegs kann man bereits einen Blick erhaschen auf die Fabrik, die hier das Stadtbild und auch das Leben in der Stadt entscheidend prägt. Wolfsburg hat rd. 125.000 Einwohner und rd. 125.000 Arbeitsplätze. Eine Traumquote.

Am anderen Kanalufer stolpert man schon wieder über Hightec. Doch leider ist zu so früher Stunde noch kein Einlass und ich muss hier schon wieder wenden.
Auch ruft der 2. Teil der Sitzung.
Und danach noch ein weiterer Aspekt des läuferischen Workouts. Denn neben Bahnhof und Übergang zur Autostadt lauert das Outlet-Center, und dort speziell 4 Markenshops von Sportschneidereien. Die Gelegenheit mag ich mir doch nicht entgehen lassen ;-)
Mein Favorit ist der Nike-Laden. Groß, geräumig, hell, gut sortiert, prima Preise, die komplette Läuferkollektion erfreut das Herz. Mir wird schon Angst und Bange, wie verlockend dann erst die anderen sind... Aber die Sorge legt sich rasch. Adidas und Puma präsentieren sich wie Rudis-Reste-Rampe: Eng, düster, vollgestopft, schlecht sortiert. Gerade mal nach Männlein, Weiblein und Kinderlein. Aber in diesen Kategorien ziemlich alles durcheinander. Da vergeht mir doch die Lust zum konkreten shoppen. Natürlich gibt es ansonsten noch jede Menge weiterer Läden verschiedener Preiskategorien im stylishen Center. Die Gefahr ist nicht zu verachten, aber ich habe eine feste Zugbindung gebucht und so kann ich fast ungeschoren das Areal verlassen. ;-)
Der Bahnhof ist übrigens das kleine Gelbe links. Rechts das Phaeno, Kunst mit Wissenschaft verquickt.
Auf der Heimfahrt manifestiert sich das Gefühl des Morgens. Brummschädel und laufende Nase, als wenn da eine Erkältung kommen wollte. Damit bin ich nun aber nicht einverstanden!
Wenigstens der Frühlauf lief ganz gut. Und auch die Heimfahrt dauert nur wenige Minütlein mehr, als der Fahrplan angibt.
Ca. 10 Grad, 5,9 km, 38:31, (6:35 Min/km), Puls 131


















