Samstag, 14. November 2015

Momente im November

Auf der Fahrt in die Schweiz hören wir im Autoradio, dass es in Paris eine Bombendrohung gegeben hat.
Später kommt Entwarnung, man habe nichts gefunden.
Erleichterung, gerade Paris und Charlie Hebdo.
Am Abend feiern wir in den 60. Geburtstag eines Freundes und verleben unbeschwerte Stunden. Es reifen Pläne für einen kürzeren Stadtlauf 2016.



Am nächsten Morgen.
Das Ergebnis des Freundschaftsspiels Deutschland-Frankreich interessiert.
Kurzer Blick in die Medienwelt.
Doch was dort berichtet wird ist so unglaublich, dass wir es nicht glauben können.
Das macht sprachlos.
Ich hab grad keine Lust, da einfach so über laufen zu posten.

Kommentare:

  1. Ja, Elke - das verstehe ich. Wenn wir schon so paralysiert sind, wie mag es den Menschen in Paris gehen.

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    1. Stimmt Anja. Man mag sich gar nicht vorstellen, wenn da der Krach der Bomben zu hören ist, die Bevölkerung gebeten wird, in den Häusern zu bleiben...

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  2. Liebe Elke, was will man in solchen Stunden und Tagen auch übers Laufen schreiben.

    Mein Herz fühlt sich seit gestern abend an wie im Schraubstock und trotzdem bleibt uns nichts anderes übrig als irgendwie weiterzuleben.

    Ich hoffe Ihr könnt die Zeit in der Schweiz trotzdem genießen.

    Liebe Grüße
    Volker

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    1. Lieber Volker,
      ja es ist so irreal gerade. Das Friedliche hier und das, was ein paar 100 km nordwestlich passiert ist.
      Liebe Grüße
      Elke

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  3. Fassungslosigkeit - Trauer - Wut! Ich verstehe nur zu gut, dass da die Lust am Bloggen übers Laufen vergeht, liebe Elke! Und dennoch: Der Terror darf nicht gewinnen! Vielleicht ist gerade in so einer Zeit nach einer ersten Schockstarre um so wichtiger, die äußere Normalität bald wieder herzustellen, wohl wissend, dass die innere viel länger auf sich warten lassen wird.

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    1. Liebe Anne,
      ich finde auch, man darf sich unterkriegen lassen und sicher geht das Leben weiter. Aber wenn gerade so etwas passiert ist, gehen die Gedanken zu 9/11, den Zuganschlägen in London und Madrid, Charlie Hebdo, die Nagelbombe auf der Kölner Keupstraße, noch viele Jahre weiter zurück die RAF, die in meiner Jugend die Zeit prägte, immer weiter geht das, immer schlimmer wird es. Haben gewisse Leute keine anderen Sorgen, als ihre Meinung mit Gewalt kundtun zu wollen?
      Liebe Grüße
      Elke

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  4. ... irgendwie hast Du recht. Trotzdem habe ich einfach so weitergemacht, weil ich mir meine Normalität nicht nehmen lassen möchte. Und in Gedanken war trotzdem nichts normal und alles in Frankreich. Unfassbar.

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    1. Liebe Claudi,
      da muss jeder schauen, wie er damit umgeht. Das Leben wird weitergehen, so schlimm das auch war. Und ich fürchte, es wird weiteres geschehen.
      Liebe Grüße
      Elke

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  5. Liebe Elke,
    ich bin auch ratlos. Natürlich beschäftigt mich diese Tragödie. Egal ob ich zuhause sitze, laufen gehe oder so wie gestern mit Vereinskollegen einen schönen Abend verbringe. Aber wie auch oben schon einige geschrieben haben: ich lasse mir nicht das nehmen, was ich gerne mache und mag.
    Also werde ich weiterhin laufen gehen, mit Freunden in Lokalen rumsitzen, auf Konzerte gehen und all das genießen, denn was wäre die Alternative?

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    1. Liebe Doris,
      es gibt keine Alternative zum Leben. Und wir retten nicht die Welt, wenn wir uns von so etwas unterkriegen lassen. Mich stimmt nur so nachdenklich, dass da eine Welle auf uns zurollt und anscheinend derzeit keine Lösung in Sicht ist. Das lässt nicht gerade freudig in die Zukunft schauen.
      Liebe Grüße
      Elke

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  6. Liebe Elke,
    Samstag morgen rief meine Mami bei mir an. Weinend. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch gar keine Kenntnis über die Ereignisse der Nacht.
    Meine Mutter war völlig ratlos. Sie machte sich Sorgen über ihre Enkel, 5 an der Zahl. Darüber wie deren Zukunft aussehen soll in so einer Welt.
    Wir können leider nicht zaubern. Wir können auch nicht laut aufstampfen und sagen: jetzt ist es aber mal gut, jetzt haben sich alle lieb, jetzt ist Frieden.
    Aber wir können viele kleine Dinge tun. Wir können die Welt um uns herum ein bisschen besser machen. Wir können uns für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit stark machen. Und damit dem Terror die Stirn bieten.
    Jeder für sich und alle zusammen :-)
    Liebe Grüße
    Helge

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    1. Liebe Helge,
      das verstehe ich sehr gut, dass man sich gerade wenn es Kinder gibt, um deren Zukunft sorgt. Ja, wie soll das weitergehen? Das frage ich mich auch. Und eben vor allem: Wann geht man wirksam gegen diese Terroristen vor? Endlose Konferenzen, nach denen nichts geschieht und jeder verspricht, dass er nun aber mal etwas unternimmt, helfen nicht. Leider nutzen diese Menschen die Freiheiten, die wir in unserer Gesellschaft haben, für ihre Zwecke hemmungslos aus. Wir werden wohl um mehr Kontrolle (wie gestern auf der Rückreise erlebt) nicht umhin kommen. Und statt Sparmaßnahmen bei der Polizei und anderen Behörden eher Aufstockung dort, damit wirksam gegen den Terror vorgegangen werden kann.
      Liebe Grüße
      Elke

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