Donnerstag, 26. Dezember 2024

Weihnachtsprachtwetterlauf

Es tut mir sehr leid, aber die folgenden Bilder müssen hier einfach her. Und selbst wenn sie beim einen oder anderen ein wenig Neid schüren sollten. Das ist nicht meine Intention. Nur - manchmal passt einfach alles dermaßen zusammen...

Schon beim ersten Lauf nach unserer Ankunft sorgte ja ein gewisses Quantum Weiß für weihnachtliche Stimmung. Aber da ging noch was... Frau Holle schüttelte ordentlich die Federn aus. Und so konnte ich meinen persönlichen Rekordbrecherlauf in einer unglaublichen Atmosphäre genießen. Die 2033 Jahres-km wurde noch um weitere 10 km überboten. Welch ein Heiliger Abend!

Ein Wehrmutstropfen ist dabei: Laufen war nicht ganz einfach. Auf den Asphaltabschnitten wurde ich von den Autos ein wenig mit Salzlake eingenebelt. Auf den Feldwegen war der Schnee zwar relativ griffig, aber in teils schmalen Traktorspuren heißt es dennoch vorsichtig zu sein, trotz Trailschuhen. Einige Wege waren schlichtweg nicht laufbar. Meine Pace war grottenschlecht. Klar, es gab sooo viel zu sehen. Und laufen und gucken ging nicht gleichzeitig.

Also... kommt einfach mal mit.

Weide und Speicher bei unserem Hof









Leider unlaufbar


















Schon beim Loslaufen zeigten sich tolle Wolken- und Nebelspiele. Vor allem der aufsteigende Nebel wollte dann aber noch sein ganzes Potenzial ausspielen. Unglaubliche Stimmungen...










Und im nächsten Post gehen wir dann gemeinsam Schneeschuhwandern. Das wird dann total langweilig.... weiß und weiß und weiß... 😉

Montag, 23. Dezember 2024

Ein Quantum Weiß

Das Jahr geht langsam zu Ende. Wie immer  erhoffen wir uns weiße Weihnachten.

Bei unserer Ankunft in der Schweiz sieht es damit noch mau aus, doch gerade als wir das Auto entladen wollen, kommt eine solche Ladung Schneeregen herab, dass wir das Manöver unterbrechen müssen. Der Wind weht die nasse Pracht sonst direkt in den Kofferraum. Entsprechend überzuckert sieht es am Folgetag aus, und ein Läufchen in dieser Landschaft macht Spaß. Zumal ich mit diesen 11 km bis auf einen km an meine bisherige Jahres-km-Bestleistung herankomme. Mit dem nächsten Lauf wird also diese Marke fallen. 😁

Wie schon öfter liegen wir genau an der unteren Schneegrenze, mit jedem Höhenmeter meines Laufs wird das Weiß ein klein wenig mehr. Nicht ganz freiwillig entwickelt sich mein Tun zu einem Tempolauf, einfach um genug innere Wärme gegen die Kälte zu produzieren.




Kleiner Abstecher in die Kirche. Kann man auch als Aufwärmpause betrachten...





Da ich erst nach 15 Uhr losgelaufen bin, sinkt die Sonne schnell und verzieht sich immer wieder hinter Wolken. Erste Nebelschwaden steigen und es wird deutlich kälter. Kurz vor daheim strahlt sie mir nochmals kräftig und blendend entgegen.





Tja, hoffen und wünschen kann man sich ja viel, aber ob das immer hilft? Jedenfalls, das Thema "Weiße Weihnachten" ist für uns ziemlich klar...

Wer findet den Unterschied zwischen den Bildern von gestern und heute?



Wie malerisch doch die ohnehin schöne Landschaft unter einer Schneedecke sein kann! Es ist still, kaum ein Laut zu hören.
Laut Wetterbericht soll es noch am Abend und in der Nacht weiterschneien. Wir genießen die wunderbare Stimmung, müssen ja nicht raus. Aber in Bern gibt es arge Verkehrsprobleme, Schneekettenpflicht für LKW auf einem viel befahrenen Autobahnabschnitt dort. Wohl dem, der nicht auf den Straßen unterwegs sein muss.

Manchmal klappt es eben doch mit Wünschen...
Habt alle ein wunderschönes Weihnachtsfest 
und mögen eure Wünsche in Erfüllung gehen!









Sonntag, 15. Dezember 2024

Zweitausendundeiner

Ich wusste, in dieser Woche würde meine angestrebte Marke der 2000 Laufkilometer fallen.

Als ich mich Samstag auf eine kurze Runde machte war klar, die noch fehlenden 3,9 km werden heute absolviert. Und gleich am Sonntag sollte ein längeres Läufchen folgen.

So weit der Plan.

Die 2000er-Marke feiere ich unterwegs kurz im Geiste. Es ist ungemütlichstes Wetter, saukalt, windig, also lieber zügig weiter Richtung warmes Heim.

Aber dann kommt km 2001 und ein baustellenbedingt unebener Gehweg. Schneller als ich denken kann vertrete ich mir den Fuß. Uh, tut das weh! Wenigstens haut es mich nicht zu Boden. Kurze Pause, innere Sammlung, vorsichtig den Fuß aufsetzen und einen Schritt tun. Das geht. Also bewege ich mich vorsichtig auf direktem Weg nach Hause.

Gebrochen ist nichts, aber es beginnt im Fuß zu rumoren. Am nächsten Morgen ist an der schmerzenden Stelle am linken Fuß eine leichte Schwellung mit Buntfärbung erkennbar. Gehen funktioniert, aber hinterher meckerts wieder im Fuß. Also kein Sonntagslauf, stattdessen kühlende Umschläge und Freude, dass ich wohl Glück im Unglück hatte.

Ein paar Tage hat der Dezember ja noch. Da könnte noch meine Bestmarke aller Zeiten (2033,3 km in 2022) fallen. An mir soll es nicht liegen und ich hoffe, am Fuß auch nicht.

Sonntag, 8. Dezember 2024

Adventliche Rennereien

Advent, Advent - man rennt und rennt. 😀 

Zu Wochenanfang stand noch eine sehr wichtige Pflicht auf dem Programm. Der öffentliche Weihnachtsbaum im Marienfeld soll doch auch wieder meinen kleinen dekorativen Beitrag erhalten. Wie schön, dass sich diese Tradition gefestigt hat, wie auch der Baum sich immer stattlicher entwickelt...










Und schon folgt der nächste traditionelle Adventsbestandteil, der Bedburger Nikolauslauf rund um den Kasterer See.

Als wir durch das Agatha-Tor die hübsche Altstadt von Kaster betreten, kommt uns der Bäcker entgegen, der immer die leckeren Weckmänner für alle Läufer liefert. Ich frage ihn, ob er wieder gebacken habe. Leicht irritiert antwortet er "Ja", worauf ich ihm ein "Lecker!" entgegne. Scheint ihn zu freuen.

Früher gab es hier einen sehr erlebenswerten Weihnachtsmarkt in vielen der zahlreichen alten Häuser. Leider wird diese Tradition nicht mehr fortgesetzt, schade. Aber liebevolle Dekorationen an den Häusern und der große Weihnachtsbaum in der Ortsmitte sind geblieben.


Hinter dem zweiten Stadttor, glatte 230 m durch den Ort hindurch, sind Start und Ziel, Verpflegung, Urkunden und Weckmannvergabe am Ende. Man kann zwischen verschiedenen Distanzen wählen, bis maximal 8.800m, was 4 Runden um den See entspricht, der gleich hinter dem Ort liegt. Das ist unsere Wahl, wie auch die von rd. 70 anderen Teilnehmern. Insgesamt 200 Läufer und Walker tummeln sich heute, bei 5°, etwas Wind und wolkenverhangenem Himmel. Es ist immerhin schon die 37. Austragung dieses netten familiären Laufs.

Es geht um nichts außer einem schönen Adventslauf. Also keine Zeitnahme, keine Start-/Ziellinie, keine Ergebnislisten, nur Spaß an der Freude und der schmackhaften Belohnung hinterher.


Begrüßung und verbaler Startschuss

Eigentlich wäre es taktisch am klügsten, langsam zu laufen. Denn wer hier schnell läuft und früh ankommt, muss umso länger warten, bis Urkunden und Weckmänner verteilt sind. Denn damit startet man erst, wenn alle im Ziel sind.
Aber man hat ja so seinen Ehrgeiz...
Zunächst hänge ich im Pulk fest. Was angesichts der matschigen Naturwege etwas ungünstig ist. Mir wäre lieber,  ich könnte einige Meter weiter vor mich schauen, um allfällige Baumwurzeln oder Matschtümpel frühzeitig erkennen zu können. Das ergibt sich schneller als ich möchte, denn ein Knoten meiner Schuhverschnürung löst sich. Anhalten, neu schnüren, und schon finde ich mich am Ende des Feldes wieder, dafür mit besserer Sicht.😣






Der Rest ist schnell erzählt. Ich trabe vor mich hin, bin erneut froh um meine Trailschuhe, die in diesem Gelände beste Dienste tun. Ich kann einige Läufer überholen, meinerseits solches aber verhindern. Nur einmal sprintet ein Jüngling zackig an mir vorbei. Nach Tempo und Spritzhöhe des Schlamms auf seiner Rückseite zu urteilen muss das der Schnellste sein. Der dann aber später eben am längsten auf Urkunde und Weckmann wird warten müssen.
Einmal kommt mir ein Mann entgegengelaufen. In Tarnfleckenanzug und mit großem prallen Rucksack auf dem Rücken. Wofür der wohl trainiert?
In Runde 4 muss ich beißen, komme an das schon länger vor mir laufende und quasselnde Pärchen nicht mehr heran, bin eher froh, als ich Richtung Ziel abbiegen kann. Ich habe eine 55:15 nach eigener Zeitmessung, wobei mir meine Uhr 9,2 km anzeigt, Chris' Uhr nur knapp mehr als 8,8 km. Er hat eine 47'er-Zeit ersprintet.

Zieleinlauf


Es gibt warmen Tee und "völlig überteuerten Glühwein" (O-Ton Ansager, 2 Eur pro Becher 😂). Diesmal reichen ein paar Schlucke Tee.
Die Urkunde ist wie jedes Jahr sehr liebevoll gestaltet, und der Duft aus des Bäckers Mobil lässt einem schon das Wasser im Munde zusammenlaufen. Die Weckmänner schmecken auch wieder richtig gut, allein dafür lohnt sich die Teilnahme hier!