Schaut man sich in Google, Satellitenansicht, Köln an und dann rd. 20 km genau westlich, fällt ein riesiges Loch auf, fast halb so groß wie Köln. Dies ist ein Tagebau, in dem Braunkohle gewonnen wird. Lange Jahre wurde die Kohle auf einem km-langen Förderband ins nächste Kraftwerk transportiert. Dieses Band wurde schnurgerade mit nur einem Knick durch die Landschaft gepflügt. Man sieht es am nördlichen Tagebaurand. Inzwischen wird es nicht mehr benötigt, es wurde abgebaut, und zurück blieb eine endlos lange gepflegte Teertrasse. Diese ist absolut autofrei, beiderseits dicht bewaldet und bietet daher sehr gute Sportmöglichkeiten für Läufer, Radler und Skater:
Hervorzuheben ist auch die Akkustik, denn es ist sehr ruhig, doch ein vielstimmiges Vogelkonzert begleitet mich entlang der Strecke.
Praktischerweise sind die km markiert:
Die Bandstraße ist noch nicht komplett, ich kenne nur ihr südliches Ende, am anderen wurde zumindest vor einigen Monaten noch gebaut. Aber auch auf "meinem" Teilstück wird gearbeitet, es wird Kunst erstellt:
Also ich meine mit "Kunst" die architektonischen Objekte, nicht die Graffiti-Versuche ... Es sollen an mehreren Stellen Aussichtspunkte und Erläuterungen zur Landschaft entstehen. Doch schade um die schon vor Fertigstellung verschandelten Bauten. Man darf gespannt sein, wie das weitergeht...
Nach gut 10 km erreiche ich wieder meinen Ausgangspunkt:
Laufdaten kann ich nicht wirklich liefern, denn den Pulsmesser hatte ich vergessen und irgendwie streikte die Polar. Jedenfalls war ich gut 1:06 Std. unterwegs, mit Fotopausen.
Am Ende noch ein kleiner Blick in einen Teil des Tagebaus, nur ein Ausschnitt, der größere Teil liegt rechts, aber vom Standort nicht einsehbar:
Wer sich weiter informieren möchte: http://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Hambach
Und weil nachgefragt wurde, hier noch Lage und Verlauf, Karte von Google:
Unten links liegt der Rand des Tagebaus, die Bandstraße führt zu einem anderen ehemaligen Tagebau (ein kleiner Rest ist noch hell erkennbar) und dem dortigen Kohlekraftwerk, der inzwischen wieder verfüllt wurde und auf dem heute Ackerflächen und ein Segelflugplatz liegt. Bis zum letzten Pfeil oben rechts kenne ich die Strecke. Dahinter war sie bei meinem letzten Lauf an der Stelle noch weiter gebaut (hell erkennbar), aber dann werde ich demnächst mal wieder dort vorbeischauen.
(Ergänzung: Die Fortsetzung gibt es hier zu lesen...)
Ach ja, was meine Pulsuhr angeht, bin ich doch enttäuscht: Schon nach 2 Jahren war das Armband abgerissen, ohne größere Gewalteinwirkung. Ein neues ist derzeit nicht lieferbar. Und das bei einer Polar RS 400, die nicht gerade billig war. Wie ich im Netz lese, beklagen das auch eine Reihe anderer Käufer :-(. Eigentlich war ich froh, dieses Fabrikat zu nutzen, denn die Garmin meines Mannes hatte das Problem, das der FEST verbaute Akku keinen Marathon durchsteht.
Aber anscheinend ist das wie mit Teufel und Beelzebub...
So muss ich also irgendwie mit dem Ding IN der Hand statt AM Handgelenk laufen.







