Samstag, 9. August 2014

Jungfrau-Marathon - light


Heute gönnen wir uns eine Wanderung der etwas anderen Art. Mich hatte schon länger interessiert, wie der Jungfraumarathon verläuft. Respektive, wie man sich die Qualen so vorstellen muss, die auf rd. 1500 Höhenmetern dieser Marathonstrecke zu bewältigen sind. Also nehmen wir uns vor, diese abzuwandern. Allerdings nicht zur Gänze. Wir erlauben uns, die erste Hälfte ab Interlaken auszulassen. Diese bietet eh "nur" (bitte schwarzhumorig aufzufassen) rd. 230 Höhenmeter. Das kann ich mir noch vorstellen. Aber ab Lauterbrunnen (799 m ü.M.), da wird es dann interessant...
Wir erreichen den kleinen Ort kurz nach 8 Uhr. Pittoresk liegt er im Talboden, das Eldorado für Basejumper, Wingsuitflieger&Co. Entsprechend ist das Erscheinungsbild voll vom Tourismus geprägt. Umgangssprachen vor allem englisch und japanisch, sogar auf Hinweistafeln und Speisekarten.
Vor unserem Projekt waren wir unsicher, wie wir denn den Streckenverlauf finden würden, denn auf der Webseite ist er wortwörtlich "malerisch" dargestellt.



Doch diese Sorge verfliegt rasch, denn perfekt und zuverlässig wird uns das spezielle Schild mit den 3 blauen Bergen auf weißem Grund nach oben führen.

Also steigen wir etwa bei km 25 auf die Originalroute ein ...








Ein letzter Blick zurück auf den Ort, hinter dem der Staubbachfall wie immer tosend aus der hohen Felswand ins Tal stürzt.







Es ist noch frisch am Morgen, so dass ich mir zunächst ein Wanderhemd über das T-Shirt gezogen hatte. Doch kaum sind wir einige Kehren des Weges nach Wengen gegangen, muss ich es schon wieder ablegen. Dieser Weg verläuft in solch engen und zahlreichen Zickzackkurven, dass diese auf der Wanderkarte fast eine durchgehende, dicke Linie ergeben...
Und hier soll man, mit schon 26 km in den Beinen hoch?! Wohlan, Kamerad...

Dass das geht, merken wir bald, als uns der erste muntere Bergläufer locker überholt. In einer speziellen Technik, die irgendwie zwischen gehen und laufen und ergänzendem Händepaddeln liegt. Der Herr scheint mindestens Mitte 60, und seine Waden zeugen von stetem Training, Chapeau!
Auch mein Mann zieht mir permanent davon. Fast oben in Wengen fängt er gar an von einer eventuellen Teilnahme zu philosophieren... Ich kann nur schnaufend fragen, ob das sein Ernst sei. Er findet, man müsse sich doch herausfordernde Ziele setzen...

Ich hingegen empfinde das schon jetzt als schlichtweg für mich ein Unding. Ich triefe vor mich hin, der Schweiß tropft vom Kinn hinunter und auf die Kamera, die ich an einer Hand trage. Ob das einer modernen SLR zuträglich ist? Ich fürchte nein, und wickle die Kamera behelfsmäßig in ein mitgeführtes Baumwollhalstuch. Denn sie in den Rucksack zu packen wäre sinnlos, hinter jeder Kurve wartet ein schönes Motiv.
Wenigstens entschädigt die phantastische Aussicht auf das Tal ein wenig für die bisherige Mühe.

Die unteren Ausläufer von Wengen präsentieren sich vor traumhafter Kulisse. Hier müsste man ein Chalet haben!
Aber an die Preise wage ich kaum zu denken. Wir entdecken später im Ort einige Makler-Schaufenster. Meist sind die Preise "auf Anfrage". Einmal entdecken wir ein 20 qm-Appartment, für 120.000 CHF.




Noch ein Stück weit führt der Weg durch Ausläufer des Ortes.
Von Ferne rücken bereits die schneebedeckten Berge deutlich näher.
Und erneut überholt uns eine Läuferin, die wahrscheinlich für den im September wieder anstehenden JMT trainiert









Am Wegesrand stehen immer wieder Bänke und laden zum Verweilen, aber auch zum Nachdenken ein:







Es wird sogar noch nach Altvätersitte Heu gemacht.
Doch ansonsten kann ich Wengen nicht allzuviel abgewinnen. Einige alte Häuser zeugen vom früheren Bergdorf. Einige weitere vom aufkommenden Tourismus Ende des 19./Anfang des 20 Jahrhunderts. Und dann folgen mir zu viele Bausünden der Betonepoche der 60er und 70er Jahre.
Also marschieren wir schnurstracks durch die Einkaufsmeile, verschmähen Cafés und lassen uns lieber am Ortsrand auf einer Bank nieder.





Beim 2. Frühstück können wir die Seilbahn beobachten, die an ihrem Boden sogar einen QR-Code zum Himmel trägt. Doch wir sind nicht schnell genug mit dem Smartphone.




Hier und da erkennen wir Folgen von Wasserschäden. Anscheinend haben Bergbäche auch hier ihre Wasser in den Ort geschickt.
Am Ortsausgang sind wir uneins, ob wir einen Teil der Lauberhornabfahrt parallel neben unserem Weg haben. Das ist doch so eng, und im Fernsehen sieht es doch viel breiter aus...

Muss aber so sein, wie man sich täuschen kann.
Ob die Läufer, die hier bei ca. km 32 sind, für solche Gedanken noch Luft und Interesse haben...?


Der Weg führt steil nach oben. Die Sonne wird kräftiger. Weit unter uns sehen wir auf Wengen herab.
Es geht ein Stück weit durch einen wunderbar schattigen und erfrischenden Wald. Den könnten wir genießen, wären da nicht die Immissionen, mit denen wir bald konfrontiert sind.



Eine 5-köpfige englische Familie strebt auf MTBs bergan. Der Vater leidet erschreckend an verbaler Inkontinenz. Und da die Äpfel nicht weit vom Stamm fallen, selbige teils auch. Wegen des unterschiedlichen Fitness-Levels ziehen sich die 5 auf dem Waldweg immer weiter auseinander. Das erfordert die Aufrechterhaltung der lebensnotwendigen Verbindung durch permanentes Schreien im Walde. Anweisungen, Durchhalteparolen, Trostworte schallen an unseren Ohren vorbei. Vater scheint ein kasernenhoftrainiertes Organ zu haben. Sicher hat er im früheren Leben Indien erobert... Er widmet sich besonders der kleinsten Tochter, die kaum bergan kommt. Hin und wieder kommt von Mutti ganz vorn auch eine Botschaft.
In mir steigt der Adrenalinpegel. Haben die den Wald hier für sich allein gepachtet?!

Im Geiste lege ich mir gesetzte Worte zurecht, um diesen rücksichtslosen Menschen ....
Aber da fällt mir auf, dass wir als langsam gehende Wanderer schneller sind, als Vater und Tochter. Ja mir scheint, Vater ist gar nicht so unglücklich, dass er wegen der Kleinen immer wieder anhalten darf/muss.
Ts, ts - welche Helden.
Als der Waldweg an einen Teil der Lauberhornabfahrt stößt, können wir die sich dort sammelnden und immer noch lauthals palavernden Briten hinter uns lassen.


Endlich sind wir für uns und können die Natur genießen.
Wir nähern uns der Mettlenalp bei ca. km 35.
Ab hier wird das Panorama nur noch unbeschreiblich. Und hier sollte man laufen und nicht etwa stehenbleiben, um diese unvergleichlichen Anblicke genießen zu können?
Ich hätte da ein Problem.







Um die nächste Kurve schiebt sich majestätisch die Jungfrau ins Bild.


















Und noch eine Kurve weiter kommt der Mönch hinzu.











Kurz danach öffnet sich ein phantastisches Panorama. Die von Schnee und Gletschern bedeckten berühmten Berge sind imposant, atemberaubend, einfach nur unbeschreiblich: 

Wieder ein kurzes Stück weiter schiebt sich der Dritte im Bunde, der Eiger, ins Bild. Also hier weiterlaufen? Ginge für mich gar nicht! Dieser Anblick will genossen werden.



Wie bestellt steht hier eine Bank, auf der wir uns niederlassen.
Immer wieder nehmen wir ein Donnergrollen wahr. Doch es ist keinesfalls ein Gewitter, es sind Abbrüche des Gletschereises, die mit viel Getöse zu Tal gehen.








Was auf dem Bild wie ein Wasserfall wirkt, ist zerstiebendes Eis auf dem Weg ins -hier unbewohnte- Tal.
Über viele 100 m schiebt sich die Masse hinunter.

Ich nutze die Pause, eine Blase zu verarzten, die ich mir im neuen Wanderschuh gelaufen habe. Dank modernen Blasenpflastern heute kein Problem. Wie mögen die Menschen in früheren Zeiten sich wohl beholfen haben...?

Eines vermisse ich allerdings: So einen netten Selbstbedienungsstand wie auf unserer letzten Wanderung. Insbesondere Kräuter-Holunder-Eisteee, das wäre es jetzt! Doch wir müssen mit unserer mitgebrachten Verpflegung Vorlieb nehmen.


Hoch über uns thront das Jungfraujoch mit der weltbekannten Warte. Für uns nur mit Teleobjektiv erkennbar:



Wir sind auf Höhe der Bahnstation Wengernalp, die weit hinter uns wie eine Modelleisenbahn in grüner Berglandschaft wirkt.







Weiter geht es. Theoretisch nicht mehr weit ins Ziel, nur noch etwa 3-4 km.
Auf dem Bild gut erkennbar, wie sich die Strecke hier oben gestaltet. Die Teilnehmerzahlen liegen bei rd. 4.000 Läufern.
Wie ich erfuhr, wird daher bei der Veranstaltung teilweise eine Ausweichstrecke eröffnet, auf der Teile des Feldes bei Überlastung dieser engen Pfade umgeleitet werden.













Doch es kommt noch ... herausfordernder.
Ich tue mich schwer, hier als Wanderer hochzusteigen, aber das unter Wettkampfbedingungen...?
Felsen, Schotter, Wurzeln - fehlt noch was?

Mein Wunsch nach Kräuter-Holunder-Eistee wird immer größer...












Und obwohl wir schon das Ziel, die Kleine Scheidegg, sehen konnten, schwenkt der Weg ab in eine leicht andere Richtung und schickt uns sogar noch höher als das spätere Ziel. Meine Motivation geht ein wenig in den Keller...
Der Blick zurück zeigt, von woher (unten links) wir kamen.
Das Gelände ist teils so steil und der schmale Pfad so unwegsam, dass die allermeisten der vielen Touristen hier oben mit Stöcken unterwegs sind.
Aber das wollte ich so und da gehts nun durch, immer den weißen Schildern folgend.


Langsam nähern wir uns doch dem Ziel. Vorbei geht es am Eigergletscher. Mein Mann berichtet, als Kind habe er hier noch rechts in der "Wanne" den Gletscher sehen dürfen.
Klimawandel zum Anfassen...








Oben ein imposanter Felsbrocken mit einer Gedenkinschrift.










Es wird an eine hierzulande sehr bekannte Läuferin erinnert, die im gleichen Jahr den Jungfrau-Marathon UND den New York-Marathon gewonnen hat.
UN-GLAUB-LICH!







Nur noch wenige Höhenmeter trennen uns vom höchsten Punkt der Strecke, von dem aus wir dann endgültig das Ziel, die Kleine Scheidegg sehen und anvisieren können. Zugleich nimmt die schon spürbar höhere Touristendichte erneut zu, denn hier enden 2 Bergbahnen (aus Lauterbrunnen und Grindelwald) und startet eine weitere hinauf zum Jungfraujoch.
Wir sehen Japaner, die gefürchteten Turnschuhträger, Familien mit Kinderwagen, viel buntes Volk. Die allermeisten per Bahn hinaufgelangt - das macht uns ob unserer Leistung doch ein wenig stolz :-) (auch wenn der Kräuter-Holunder-Eistee fehlte)


Wo im Winter die Skiläufer ihre Schwünge ansetzen, weiden nun einige Kuhherden auf den saftigen Wiesen. Wenn die reden könnten, würden sie sicherlich über zahlreiche Beobachtungen berichten, die sie hier in der Saison so machen können.






Wir gelangen zum Wasserreservoir, um das auch der Marathon einen Bogen zieht.
Am Ufer des künstlich angelegten Sees sehen wir viele Namen und Jahreszahlen in dicke Felsen eingearbeitet. Eine Erklärung finden wir nicht. Sind das Bergsteiger, die besondere Leistungen vollbrachten? Oder abgestürzte? Es fällt auf, dass die Namen der letzten 3 Jahrzehnten wenige sind.


Endlich im Ziel - wir finden einen freien Tisch auf der Terrasse des Berghotels und laben uns an Speis (Berner Platte) und Trank (Panache).
In den Touristenmengen fallen uns sogar 5 Gestalten durch ihr typisches Tun auf ... die 5 Engländer haben immer noch genug Luft, um selbige lautstark abzulassen!
Hinter dem Hotel ragt die Eiger Nordwand auf. Ein komisches Gefühl, hier zu sitzen und sich bedienen zu lassen, während sich dort oben schon manche tödliche Dramen abspielten. Und wer weiß, ob just in diesem Augenblick, ohne dass wir es wissen ... schauderlich.
Auf 2061 m Höhe sitzend, lassen wir unseren Aufstieg innerlich Revue passieren. Wie muss man sich erst fühlen, wenn man diesen Marathon hinter sich gebracht hat? Ich kann es "äs bierebitzeli" (ein wenig) nachempfinden, aber wahrscheinlich nur ansatzweise.
Es gibt wahrhaftig Menschen, die das schaffen. Sie haben meinen allerhöchsten Respekt!
Wer nun neugierig wurde, hier gibt es Impressionen zu sehen und zu lesen von Läufern, die den JMT absolvierten:
Marianne: Berglauftraining auf der StreckeJMT 2012JMT 2013, u.a.
Hugo: JMT 2013JMT 2012 (mit klasse Video!), JMT 2009, u.a.
Sehr empfehlenswerte Berichte!

Wir hingegen haben zwar nicht eine solch beeindruckende sportliche Leistung vollbracht, doch immerhin eine wunderbare Wanderung erlebt, ohne auf die Uhr, doch stattdessen viel auf die Landschaft zu schauen. Bald ist es vier, wir machen uns auf dem Rückweg mit dem "Bähnli".

Der kleine Bahnhof hier oben hat eine ganz erstaunliche Zugfrequenz. Die "Zugskompositionen" (Dabei handelt es sich nicht um spezielle Musikstücke, sondern einfach um die zusammengestellten Waggons) sind teils schon Jahrzehnte unterwegs, wie die Typenschilder verraten.
Wir nehmen auf hölzernen, doch leicht gepolsterten Sitzbänken Platz. Sogleich kommt eine lärmende japanische Touristengruppe hinzu. Eigentlich wollten wir die Talfahrt genießen... Da erhalten die Japaner von ihrem Reiseleiter das Zeichen, sich zu einem anderen Waggon zu begeben. Doch dann nimmt eine arabische Großfamilie deren Plätze ein. Ich will es einmal so ausdrücken: Deren Lebensfreude rund um das mitgeführte Baby sowie die platzgreifende Sitztaktik werden uns in Erinnerung bleiben. Die Berge scheinen sie nicht weiter zu beeindrucken.
Aber wenigstens haben wir die Fensterplätze ;-)
So können wir noch einen letzten Blick auf die Kleine Scheidegg und die imposante Nordwand des Eiger werfen.


Zum Dahinschmelzen...

Kommentare:

  1. Hallo Elke
    Ah - oh - zum Dahinschmelzen dein Bericht! Und die Fotos - phantastisch!
    Lustig! Da war ich gar nicht so fern mit der Idee, die JMT Strecke könnte etwas für euch sein. Offenbar haben euch die selben Panoramen und Ausblicke verzaubert, die uns immer wieder zur Teilnahme verlocken ;-)
    Ich gratuliere euch zur Streckenbegehung und zum Erklettern der 1'500 Höhenmeter!
    Gell, der Augenblick da man vor der Wengernalp um die Kurve biegt, sich der Waldtunnel öffnet und erst das Silberhorn und gleich darauf die drei berühmten Eisriesen auf uns winzige "Ameisen" niedergucken ist einfach unbeschreiblich gewaltig!
    Alleine für diesen Moment würde ich den JMT immer und immer wieder laufen!
    (Dieses Jahr haben wir es uns "verboten" und Ferien gebucht, damit wir nicht im letzten Moment in Versuchung kommen werden ;-)
    Toll hat auch noch der Gletscher gekalbt! Einen so schnell vergänglichen Wasserfall aus zerberstendem Eis beobachten zu dürfen ist unvergesslich.
    Gute Erholung und liebe Grüsse
    Marianne

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    1. Liebe Marianne,
      wusste ich doch, dass Dir das gefällt. Die Strecke gefällt mir in der Tat - als Wanderroute. Vor allem oben, wenn der Blick auf die ehrfurchtgebietenden Berggipfel fällt, das ist unvergesslich! Deine Berichte vom JMT lese und sehe ich jetzt mit ganz anderen Augen...
      Lach - dann habt Ihr Euch ja für dieses Jahr selber auf Entzug gesetzt! ;-)
      Liebe Grüße
      Elke

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  2. Was für ein schöner Bericht mit ganz tollen Bildern! Wunderbar. Vielen Dank dafür. Ich freue mich schon auf Deinen nächsten Urlaub.
    Viele Grüße, Claudi

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    1. Liebe Claudi,
      danke Dir. Aber eine Woche haben wir ja noch hier, die wir sicher genießen werden. Und wenn es Netz gibt, werden auch noch weitere Bilder folgen.
      Liebe Grüße
      Elke

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  3. Uff, geschafft! Ein langer Bericht und nichts bereut. Ein toller Bericht mit beeindruckenden Bildern. Die Aussichten sind der Hammer.

    Allerdings könnte ich in einem Ort wie Lauterbrunnen nicht leben. Nicht wegen der Touristen, nein, die Felswände würden mich im Alltag bedrücken.

    Ich singe übrigens auch gerne ein Loblied auf die modernen Blasenpflaster.

    Ich beneide Euch um diese Wanderung! Allerdings diesen Marathon laufen? Never!

    Liebe Grüße
    Volker

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    1. Lieber Volker,
      danke für Deine Geduld, aber noch kürzer ging nicht...
      Stimmt, diese fast senkrechten Felswände geben schon ein sehr beengtes Gefühl. Und Sonne kommt im Winter kaum hin.
      Genau, die Aussichten sind unbeschreiblich, aber diese enormen Steigungen als Marathon laufen - da fehlen mir auch die Berggene!
      Dank Blasenpflaster ist wenigstens eine solche Tour ungehindert fortsetztbar.
      Liebe Grüße
      Elke

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  4. Sensationell schön, liebe Elke! Als 9-jährige war ich mal dort und bin durch den Gletscher gestapft. Aber da Marathon laufen? Wie du schreibst: Das wäre praktisch ein Unding, denn gleichzeitig die Ausblicke genießen und schauen, wo man beim Laufen hintritt - nee, das ginge gar nicht!

    Liebe Grüße,
    Anne

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    1. Liebe Anne,
      ah, Du kennst es? Dann weißt Du ja, wie hoch es hinaufgeht, und wie steil...! Da muss man sich schon arg konzentrieren und vom phantastischen Panorama ablenken.
      Liebe Grüße
      Elke

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  5. Tolle Bilder einer grandiosen Landschaft!

    was das Bedürfnis betrifft, dort Marathon zu laufen, bin ich ganz bei dir: wandern, genießen, verweilen ... das reizt bei all der Schönheit viel mehr und ich habe mir auch schon ein Buch über den <a href="http://www.alpavia.ch/wander_touren/baerentrek.htm>Bärentrek</a> besorgt, der auf meiner "will ich unbedingt mal machen"-Liste steht.
    Abgehalten hat mich bisher nicht nur die Zeitknappheit sondern auch die Berichte der Leute, die schon dort waren und sagten, es sei meistens völlig überlaufen und immer völlig überteuert. Kein Bett - und die meisten der gerade noch für Normalmenschen bezahlbaren wären eher "unterirdisch" - für unter 100 ChF zu haben. Bei den Essenspreisen sähe es nicht anders aus ... So kommt man beim groben Überschlagen der Kosten für diese einwöchige Tour auf vermutlich sehr deutlich über 1.000 Euro bei nur bescheidensten Unterbringungsansprüchen. Irgendwie verlor sich bei solchen Erzählungen die Dringlichkeit meines Wunsches etwas und der Bärentrek rutschte mit weiteren Schweizer Zielen auf hintere Listenplätze ;o)
    Wie würdest du das für "nur leicht überdurchschnittlich bestückte deutsche Geldbeutel" beurteilen? Ich weiß: angesichts solcher Naturwunder an schnöden Mammon zu denken und zur Pfennigfuchserin zu werden, mag kleingeistig erscheinen. Aber ein Punkt isses ja doch, der das Leben mitregiert ...

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    1. Hallo Lizzy,
      danke Dir. Habe mir gerade den Bärentrek angeschaut. Der hat ja lauter Sahnestücke! Außer Tag 5+6 kenne ich die Orte, im Kiental waren wir gerade erst gestern (aber nur zu einer Familienfeier, nicht zum Wandern). Dort ist es noch eher ruhig, aber z.B. Lauterbrunnen, Meiringen und Grindelwald sind ziemlich gern besucht, vor allem in der Saison. Der Preis von 990 CHF ist nach Ansicht auch meines eidgenössischen Ehemannes durchaus ok, vor allem, weil das Gepäck transportiert wird (Die Tour hat kräftig Höhenmeter). Allerdings kennen wir den Veranstalter nicht. Was hiesige Gastronomie und Hotelerie angeht, da gibt es Licht und Schatten wie überall. Zudem ist die Schweiz von den Lebenshaltungskosten her leider teurer als Deutschland, und der derzeit sehr schlechte Wechselkurs machts noch übler. Unterm Strich: Es ist von der Landschaft her eine grandiose Tour, ich würde in den "sauren Apfel" beißen. Eine Bekannte brachte solche Entscheidungen mal auf den Punkt: Welcher Schmerz ist schlimmer: Der wegen des ausgegebenen Geldes oder der wegen des verpassten Objekts der Begierde...?
      Bin gespannt, ob Du irgendwann das Berner Oberland erwandern wirst!
      Liebe Grüße
      Elke

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  6. Danke dir für die Infos, Elke :o)
    Der Link sollte allerdings nur als Dokumentation des Tourenverlaufs dienen. Selber würden wir keine geführte Tour mit Gepäcktransport wählen sondern wie immer auf eigene Faust wandern und schleppen ;)
    Stimmt schon ansonsten: manche Dinge sind teuer aber ihren Preis wert. Dieses Jahr allerdings wird da eh nix mehr draus weil es - wenn überhaupt eine gemeinsame Woche freizuschaufeln ist, in der Wanderwetter erwartet wird - nochmal ins Piemont geht.

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    1. Hallo Lizzy,
      wenn es dann mal konkret werden sollte, sag Bescheid. Vielleicht können wir mit ein paar Tipps konkret helfen.
      Liebe Grüße
      Elke

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