Das breiteste Grinsen erzeugte dieses Fenster, Wacken und Weihnachten im Doppelpack!
Gute 8 km habe ich nur auf diese Weise "fensterlnd" verbracht, mit Hin- und Rückweg erfrischende 12 km.
Das breiteste Grinsen erzeugte dieses Fenster, Wacken und Weihnachten im Doppelpack!
Gute 8 km habe ich nur auf diese Weise "fensterlnd" verbracht, mit Hin- und Rückweg erfrischende 12 km.
Heute bricht eine Neigung bei mir durch, die meine Eltern mir nur versehentlich nicht bei der Taufe namenstechnisch mit auf den Lebensweg gaben. Denn wenn ich mir etwas erklären will, und "Witterung aufgenommen" habe, gehe ich gern einer Sache auf den Grund. Und Witterung nahm ich gestern auf. Als ich nämlich nochmals das Bild der Krippe von vorvorgestern anschaute. Ganz plötzlich fiel es mir auf:
Bemerkt?
Da sind der strubbelige Joseph, mit Maria und dem Kind.
Rechts 2 Könige mit ihren Gaben.
Links 2 weitere Könige. Ähm...? 2 + 2 ist ... VIER!
Wie kann denn das sein?! Der Sache muss ich auf den Grund gehen! Also losgetrabt am rheinisch-trüben Samstag Morgen. Die Gelegenheit ist günstig, Tageslicht erhellt den Tatort.
Was gibt es zu Protokoll zu nehmen:
Joseph war beim Hair-Stylist. Sieht doch gleich gepflegter aus, schließlich stellt er ja etwas dar!
Schauen wir mal weiter: Ein knieender König will gerade ein Schatzkästlein überreichen. Maria hat das schon genau im Blick und hält ihre Hand auf. Rechts steht ein weiterer Gast, mit einer Art Turban, der ein Gefäß irgendwo zwischen Soßenterrine und Öllampe präsentiert.
Nun wirds spannend. Schwenk zum linken Flügel. Vorne ein dunkelhäutiger (ich hoffe, das ist die derzeit korrekte Ausdrucksweise) mit einem Schwenkeding am Arm. Und dahinter... eine weitere Gestalt, die ich als König einordnete. Wohl wegen seinem Kopfputz, der dem des knieenden Königs ähnelte. Aber, bei nun näherer Analyse, er hat einen Hirtenstab in der Hand!
Der Fall ist seiner Lösung zugeführt: Das ist gar kein König, sondern ein Hirte!
Dann fällt mir auf, warum soll ich dann gleich in unseren Ort zurück, das Nachbardorf liegt ja näher. Und dort habe ich ja noch gar nicht die Adventsilluminationen gecheckt!
Also nochmals Planänderung. Aber wie so oft, genau so war es richtig! Denn so sah ich eine seit 2 Jahren vermisste Krippe wieder! 2017 hatte ich erstmals dort dieses wegen seiner Größe auffallende Arrangement gesehen. Hier nochmals die Bilder:
Gleich gegenüber setzt sich ein Abrisshaus vor dem abdunkelnden Abendhimmel fast schon romantisch in Szene. Nur der Lärm des noch munter agierenden Baggers trübt die Beschaulichkeit.
Doch bevor ich überhaupt loslaufen kann, muss ich mich mit einem häuslichen Besetzer befassen. Kaum habe ich mein Laufshirt bereitgelegt, nimmt unser Kater es in Beschlag. Ob er meint, er könnte mich so vom Lauf abhalten? Ha, der hat wohl nicht damit gerechnet, dass frau durchaus für jedes Wetter mehrere Stücke im Fundus hat. Seine oppositionelle Handlung hilft ihm nicht.
Ein kleiner Wichtel hat es sich wohl mangels Aufhänger in einer Astgabel bequem gemacht.
Zufrieden mache ich mich auf den Rückweg, schließlich wartet Adventsstollen daheim.
13 km in frischer Winterluft haben Spaß gemacht. Und just als die Luftfeuchte in Tröpfchenform übergeht, bin ich wieder zu Hause. Wären das Schneeflocken, wäre ich sicher noch genussvoll weitergetrabt.
Mein Knie ist nach dem Malheur des verkorksten München Halbmarathons beleidigt bis zickig. Zwar nicht schmerzhaft, aber dauernd kommt die Meldung "Hallo hier bin ich". Im Homeoffice nicht weiter hinderlich. Aber ein Bürotag mit den damit einhergehenden Fußwegen zur Bahn, zum Bürogebäude, retour, und zwischendrin noch rasch zum Zahnarzt, war am Folgetag deutlich spürbar. Also Laufpause.
Bis gestern. Will ich doch mal schauen, was sich so in Sachen weihnachtlicher Dekorationsoffensive tut.
Aber was ich sehe, passt irgendwie zur trüben Gesamtstimmung. Wie schon das Bonmot eines bekannten Philosophen meiner Jugendtage besagt "Früher war mehr Lametta". Selbst in Köln war es viel zu ruhig für die sonst rummelige Weihnachtseinkaufszeit. Die Zahnarztpraxis, die ich kurz aufsuchte, liegt direkt an einem der großen Weihnachtsmärkte und man kann vom Behandlungsstuhl unmittelbar auf das bunte Treiben schauen, sich auf den Glühwein als Belohnung nach der Sitzung freuen. Diesmal blickt man auf einen leeren Platz und auch der Zahnarzt selber schildert mir, wie seltsam ihm gerade alles vorkommt. Meinen Termin dort bekam ich innerhalb von 2 Tagen, sonst undenkbar.
Kaum bin ich ein paar 100 m getrabt, höre ich Laute, als wäre irgendwo in der Nähe ein Rummelplatz. Ich muss der Ursache nicht speziell nachgehen, sie findet sich direkt an meiner Strecke. Vor dem Seniorenheim hat sich ein Alleinunterhalter mit Lautsprecherboxen postiert und schmettert aus vollem Hals poppige Weihnachtslieder. Leider führt Inbrunst nicht zwingend zu Wohlklang. Jedenfalls zeigt sich niemand an den Fenstern des Gebäudes und auch Passanten (gleich nebenan ist ein Supermarkt) sind rar.