Samstag, 15. Februar 2014

Auf zur Badeanstalt!


Die milden 11 Grad heute habe ich mir wirklich verdient gestern! Da freute ich mich tagsüber, als die Sonne noch lachte, auf eine Stunde gemütliches Laufen, und was kam? In dem Moment, wo ich nach getaner Arbeit endlich loslaufen konnte, drückte der Wind die ersten Tropfen auf die Fensterscheibe, und kaum stand ich vor der Tür, ließ Petrus einen kräftigen Landregen los. Der Wind klatschte mir Regentropfen ins Ohr und ins Gesicht, obwohl ich versuchte, mit dem Schirm meiner Kappe genau das zu verhindern.
Aber der Plan (60 Min bei 6:30) wurde durchgezogen, auch wenn ich am Ende ziemlich durchweicht den Einkehrschwung ansetzte.

Dafür hat sich heute die Temperatur fast verdoppelt, die Himmelsschleusen bleiben geschlossen, nur der Wind bläst unverzagt.



Also ab auf die gleiche Strecke wie letzten Samstag, die Erft entlang, wo ich auf längeren Teilen meiner heutigen 24 km wieder Windschutz durch den Wald genießen darf.

Die Vögel zwitschern kräftig, werden allerdings leider übertönt vom Lärm der Autobahn, die ein Stück vor mir den Fluss quert.
Die Luft ist unglaublich mild und vom Wind spüre ich gar nichts, nur manchmal das Rauschen in den Wipfeln über mir. So trabe ich gemütlich vor mich hin. Diesmal lasse ich das Labyrinth links liegen, denn heute muss ich 2 km weiter laufen. Und das ohne Windschutz, denn der Wald entlang der Erft endet nun und der Wind zerrt teils kräftig an meiner Jacke. Nur noch einzelne Bäume und Gestrüpp entlang des Weges brechen ein wenig die sonst ungehinderten Böen. Doch meine Entscheidung, heute wieder diese Route zu wählen, bewährt sich, denn hier bläst es seitlich schräg von vorn, so dass ich auf dem Rückweg wieder ein wenig davon profitieren kann. Zudem macht es bei der relativen Wärme sogar Spaß.



Kurz vor meinem Wendepunkt steht einsam eine halbhohe Stele am Wegesrand.










Und gleich dahinter führen die Reste einer alten Treppe ins Wasser.





Wie eine Infotafel auf der Stele informiert, war hier vor langen Jahren einmal eine "Badeanstalt"...



Mit welch einfachem Standard man anscheinend wenigstens einige Jahre zufrieden war...
Ich öffne mir ein Energy-Gel, aber obwohl ich mir Mühe gebe, kleckse ich mir ein paar Tropfen der klebrigen Flüssigkeit auf die Finger, brrrr. Wenn mal alles so gut kleben würde, wie dieses Zeugs...


So geht es noch ein Stück mit Windunterstützung, bald wieder ohne heimwärts. Auf einer Weide stehen 7 Reiher, graue und weiße, ein idyllischer Anblick. Am Flussufer sehe ich später noch zahlreiche Enten an der Uferböschung, alle hübsch paarweise - der gestrige Valentinstag lässt grüßen.

Meine Zeitvorgabe von 6:40 Min/km übertreffe ich heute, allerdings ungewollt. Aber soooo langsames Laufen finde ich fast schon anstrengend, liegt mir nicht.

Gestern: 6 Grad, Regen, 9,7 km, 1:04:49, (6:27 Min/km), Puls 144
Heute: 11 Grad, 24,2 km, 2:37:44, (6:31 Min/km), Puls 135








Kommentare:

  1. Hallo Elke
    "Eure" Schneeglöckchen sind ein Stück vorwitziger als unsere. Sie trauen sich noch nicht ganz, ihre Kelche zu öffnen. Zu intensiv werden sie täglich geduscht, durchgepustet und über Nacht Temperaturen unter Null ausgesetzt.
    Ein Lauf am Wasser - herrlich - meist höhenmeterfrei, da plätschern die Kilometer wie von selbst dahin. Kein Wunder, dass du die Bremse schlecht anziehen konntest.
    Eindrücklich das Freibad - unsere heutigen Ansprüche an Freizeit-Möglichkeiten scheinen im Licht deines Rückblicks wirklich gigantisch!
    Und wieder einmal regt ein Lauf-Erlebnis zum Nachdenken an...
    Erhole dich gut
    Liebe Grüsse
    Marianne

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    1. Hallo Marianne,
      wir hatten hatten hier diesen "Winter" noch keine Nacht bei 0 Grad.
      Ich kann mir zwar einerseits vorstellen, dass man das "Freibad" seinerzeit zunächst als Abwechslung empfunden hat. Aber bevor moderne Klärwerke entwickelt wurden, stelle ich es mir dann auch bald als wenig einladend vor. Zudem ist wegen der Strömung diese Erfrischungsstelle sicher nicht ganz ohne gewesen. Alles entwickelt sich fort, heute sieht das Wasser eigentlich sogar wieder recht sauber aus.
      Liebe Grüße
      Elke

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  2. Über 24 km .... will ich auch endlich mal wieder *seufz*

    Jaaaa, Wind hatten wir heute auch reichlich, herrlich. Milde 12° dazu. So könnte es bleiben und ab März langsam etwas wärmer werden.

    Mit den langen Läufen bist Du gut dabei, wann ist der Marathon?

    Liebe Grüße
    Volker

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    1. Hallo Volker,
      mein Marathon ist am 13. April, also noch ein wenig hin. Aber Du müsstest ja langsam dann auch auf Länge trainieren, für Dein noch längeres Vorhaben...
      Genau, wenn schon kein Winter, dann könnte jetzt mildes Wetter kommen.
      Liebe Grüße
      Elke

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    2. Ab März geht`s los! Dann werde ich die Umfänge steigern, Den Februar werde ich noch etwas Galama machen ...

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  3. Liebe Elke,
    die wichtigste Info hast du uns ja noch vorenthalten... wie war das Wasser? Wie weit bist du geschwommen? ;D
    Schönen Sonntag!

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    1. Liebe Doris,
      psst, ganz großes Geheimnis ... ich hatte meinen Bikini nicht dabei und hab' mich ohne nicht getraut... ;-)
      Liebe Grüße
      Elke

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  4. Hallo Elke, ja der Freitag.....bin HM Distanz gelaufen Rg.Türnich.War am Ende so nass, dass ich keine Pfütze mehr umlaufen bin.
    LG Heidrun

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    1. Hallo Heidrun,
      ja der Freitag war echt Sch.... aber dafür war es am Samstag umso schöner. Du wirst ja eine richtig Kilometer-Fresserin :-)
      Liebe Grüße
      Elke

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  5. Aprilwetter m Februar... hatte ich heute auch in Bremen: Sonne, Regen, Sonne... Deinen Bildern sieht man die Schauer allerdings nicht an: sehr schön!

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    1. Hallo Eddy,
      der Regen war Freitag, dieser Post ist von Samstag (schönes Wetter) und heute war hier dann auch wieder April und alles durcheinander. Insofern hatte ich den besten Tag erwischt.
      Liebe Grüße
      Elke

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  6. Warum hab ich denn den Beitrag mit den schönen Bildern übersehen? Das sieht ja richtig idyllisch aus, liebe Elke - und 24 km vergehen im Flug! Schade, dass das Naturfreibad nicht mehr in Betrieb ist. Ich bin zwar schon im Meer, in Seen und Maaren geschwommen, aber noch nie in einem Fluss.

    Liebe Grüße,
    Anne

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    1. Hallo Anne,
      stimmt, die 24 km liefen sich ganz locker. Wenn heute an der Stelle jemand baden würde, würde man den wahrscheinlich ziemlich seltsam anschauen. Ob schwimmen geht, weiß ich nicht, ist sehr flach.
      Liebe Grüße
      Elke

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