Montag, 25. September 2017

Berlin Marathon 2017

Berlin, es ist vollbracht. Es in einem Wort auszudrücken, geht  nicht.
Berlin ist Wahnsinn.
Berlin ist Emotion.
Berlin ist Party.
Berlin ist ... Brasilien, Chile, Frankreich, Island, Großbritannien ... und MEXIKO!
Berlin war heftig!

(Vorwarnung: Viele Bilder folgen)



Der Morgen zeigt sich trüb und grau. Es ist Regen angesagt. Wir haben 10 Gehminuten zum Startbereich.









Kurzes Erinnerungsfoto am Brandenburger Tor. Wie werden wir nachher hier hindurchlaufen?

Wir haben uns an die eindringliche Veranstalterempfehlung gehalten und sind um 7:30  am Läuferbereich. Überflüssig, wie sich zeigt, eine Stunde später wäre auch gut gewesen.
Aber immerhin, so können wir die Stadt beim Aufwachen erleben, eine schöne und zugleich angespannte Morgenstimmung herrscht.

Auf dem Start-/Zielgelände ist es noch ruhig. Reichstag und Bundeskanzleramt dämmern in den Wahltag hinein.



















Beim Einlass auf die große Wiese ein Schockmoment. Der Ordner will mich nicht passieren lassen: Kein Rucksack erlaubt. Wie bitte? Ich habe einen Trinkrucksack, und keinen für die Kleiderbeutelabgabe! Ich fühle mich unsanft aus meinen Träumen gerissen. Wir beginnen einen kleinen, nennen wir es Gedankenaustausch. Ich protestiere. Er meint, das hätte ich doch so lesen müssen. Da gerade wenig Andrang ist, kommen andere Ordner dazu und nicken mit den Köpfen. Das ist hier gerade der falsche Film! Gottseidank nähert sich ein rettender Engel in Form eines höherrangigen Helfers. Er erkennt die Art meines Rucksacks und erklärt dem widerspenstigen Ordner, dass ich mit dem Rucksack laufen und aus ihm trinken werde. Uff, gerettet, ich darf passieren!
Doch die Rettung ist nur vorübergehend, denn beim Zugang in meinen Startblock findet genau die gleiche Diskussion erneut statt.

Mein Mann hat sich inzwischen in seinen Block F begeben (Steht sicher für "Flottere Flitzer"), während Volker und ich für den H-Block ("Hinten") eingeteilt sind. Was für uns passt. So können wir zusammen die Wartezeit verbringen, die sich als gefühlt doch nicht so lang erweist.





Es wird Armgymnastik angeboten, flotte Musik gespielt.
Und sogar zur Begrüßung der 55 teilnehmenden Isländer deren spezielles Ritual zelebriert:
Klatsch ----- Huhhhh!
Klatsch --- Huhh!
Klatsch - Huh!
Auf großen Videowänden erleben wir das Geschehen an der Spitze mit, die ja 60 Minuten vor Block H startete.
Derweil lege ich wie viele andere auch die wärmende Kleidung ab am Streckenrand. Dort stehen bereits Interessenten und begutachten das Angebot an Second-Hand-Klamotten nach Größe, Farbe, Schnitt.

Und dann wird es ernst.
Es wird das Intro aus Alan Parsons' Sirius (Link) gespielt.
Alles kribbelt.
Los gehts in den einsetzenden Nieselregen!









Eine Halbrunde um die Goldelse. Schon hier Gänsehaut, weil die Strecke dicht gesäumt ist von Zuschauern.
Volker und ich haben uns vorgenommen, hinter den 4:30-Läufern zu bleiben. Mein Ziel ist erstens ankommen und zweitens nach den schmerzhaften Läufen in Prag dies ohne Magenkrämpfe.




Die Berliner geben alles für den Lauf. Hier winkt uns sogar die Feuerwehr von der Drehleiter zu.
Es läuft prima und Volker gibt Motivationsmathematik zum Besten: Bei km 4 haben wir ja schon 10% geschafft. Und nach km 10 beginnt eigentlich nur noch ein langer Trainingslauf...
Ich erinnere daran, dass beim Ahrathon hier bald der erste Winzer käme...



Links die Schweizer Botschaft, deren Glockenläutegruppe ich leider zu spät für ein Foto entdecke. Hinten mittig der Reichstag und davor das Zielgelände.







Ein typisches Streckenbild. So wird es fast die ganzen 42,195 km sein. Wahnsinn.









Gelegentlich erhascht man einen Blick auf das endlose Feld wie hier. Aber trotz 44.500 Läufern habe ich nicht das Gefühl von Enge. Es passt mit den Abständen, bis auf einige überforsche Rempelläufer, für mich durchweg gut.










Der Friedrichstadtpalast, ich war noch nie drin, wäre mal ein Ziel.
Bei km 8 habe ich ein kleines Tiefchen. Die Euphorie des Starts ist verflogen, der Körper schaltet auf Grundmodus Dauerlauf.
Beim 2. Verpflegungspunkt schert Volker aus für einen Drink. Ich will mir ein Wasser nehmen, aber da kommt keins mehr. So reißt es uns abrupt auseinander und ich muss fortan allein laufen. Was aber kein Problem ist, denn wir hatten vereinbart, jeder läuft sein Rennen.

Es folgt Friedrichshain und das Bild der Hauptstadt wandelt sich. Einladend sieht anders aus.
Aber wenn die Straße schon Karl-Marx-Allee heißt, passt es wohl...


Inzwischen hat es sich bei mir gut eingepegelt. Ich nehme immer wieder mal einen Schluck aus meinem tolerierten Rucksack, den ich heute nur mit Maltodextrin-Gemisch befüllt habe. Pures Wasser will ich unterwegs an den Ständen nehmen. Bei km 14 gönne ich mir die erste Salztablette, scheint ein guter Zeitpunkt gewesen zu sein.


Bei km 15 passieren wir "Kotti", den aus den Nachrichten leider negativ bekannten Platz Kottbusser Tor mit seinem arg kriminalisierten Umfeld. Krasser Kontrast zu Mitte. Es gibt türkische Musik live.
Beim Herrmanplatz werden wir plötzlich auf den Gehweg gepfercht. Auf der Strecke stehen 2 Rettungswagen. Wie die Zeitung später berichtet, brach dort ein Läufer zusammen. Welch eine Leistung, das endlose Lauferheer mal eben umzuleiten. Hier irgendwo passieren wir auch ein ehemaliges Kraftwerk, das heute entkernt zu Kunstausstellungen dient. Dort steht eine endlos lange Schlange Kunstbeflissener und schaut uns Läufer an, als seien wir entsprungen aus einer Anstalt. Ein Mitläufer versucht, sie zu ein wenig Reaktion zu animieren, er ruft, er klatscht. Aber hier prallen einfach Welten aufeinander. Dafür haben wir mehr Spaß, als die ernst dreinblickenden Schlangesteher.

Und schon naht die Halbdistanzmarke. Man beachte die Mexikanerin im Kleid am linken Bildrand, als Schürze trägt sie die Landesfahne. Überhaupt ist Mexiko -gefühlt- hier die überwiegende Nation. Überall laufen sie und stehen am Wegesrand. Mein Verdacht, dass Mexiko Partnerstadt Berlins ist, bestätigt sich später.
Viva! Vamos!



Das musikalische Programm an der Strecke ist klasse. Ob aus Boxen aus der Retorte oder live, oft läuft man von einem Schallfeld gleich ins nächste.
Eine Musikschule bietet sogar Alphörner auf.
(Und nächstes Jahr sind die sicher noch besser).




Meinen persönlichen Ehrenpreis gebe ich an diese Balkonmannschaft. Die beiden Boxen, auf einen Schrank geschnallt, wummern dermaßen laut, dass man bei diesem Rhythmus mit muss (Und die Mannschaft sicher bald zum Ohrenarzt).








Das Schöneberger Rathaus, wo John F. Kennedy seinen berühmten Satz "Ich bin ein Berliner" sprach.
Wir sind bei km 23.









Auch das ist Marathon. Keine lustige Verkleidung. Zwischen den Flügeln trägt der Läufer ein Bild seiner verstorbenen Frau, für die er hier und heute läuft...

Inzwischen verspüre ich die typischen Anzeichen der zweiten Marathonhälfte.
Es wird schwer, der Puls geht hoch, es machen sich Körperstellen bemerkbar, die im Alltag nie eine Rolle spielen.




Doch die Party nimmt kein Ende. Musik überall, Menschen, Applaus, Anfeuern,
Sagenhaft.
Wie die Tageszeitung am nächsten Tag berichten wird, sei das aber nur wenig gewesen, bei schönem Wetter wäre deutlich mehr los.
Noch mehr?!

Den berühmten "Wilden Eber" verpasse ich. Bin doch mit mir selbst und dem Hineinhorchen in die Biosysteme beschäftigt.
Der Magen ist zwar friedlich (Darauf schnell noch eine Salztablette), aber etwas drückt an den Rippen. Das Zwerchfell vielleicht? Ich versuche, die Atmung umzustellen, zu entspannen. Letztendlich hilft eine kleine Gehpause.
Auch die Waden und Schienbeine machen langsam dicht. Das erinnert mich an den Wochenanfang. Denn leider fiel in die Taperingphase ein viertägiger Kongress meines Arbeitgebers, der mit stehen und gehen von früh bis spät verbunden war. Nur 2 Tage Erholung waren möglich. Also alles erklärbar. Und da ich ja aus Amsterdam weiß, was passiert, wenn man in Krämpfe hineinläuft (Link), bin ich lieber vorsichtig und lege ab nun immer wieder eine Gehphase ein.

Ich tappere einfach allen hinterher und schaue mir die immer wieder wechselnde Kulisse an. Dass wir inzwischen bei km 33,5 den Ku'damm erreicht haben, merke ich erst am plötzlich wechselnden Erscheinungsbild des Einzelhandels.







Orchestermusik ertönt. Und was spielen sie? "Fiesta Mexicana", weswegen der Mexikaner links auch gleich begeistert ein Foto macht.







Aus der Ferne grüßt die Gedächtniskirche. Wie auf den ersten 7-8 km  bewegen wir uns nun wieder an den Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei.







Das KeDeWe, das letzte übriggebliebene Traditionskaufhaus der guten alten Zeit. Heute -da Sonntag-leider geschlossen.
Kurz darauf tönt es von hinten "Elke". Huch?! Es ist Volker, der wieder aufgeschlossen hat. Kurzer Uhrenvergleich, denn beide wundern wir uns, dass unsere Läuferaccessoires mehrere 100 m mehr attestieren.
Doch schon rasch reißt es uns wieder auseinander, denn ich greife zu einem Energie-Drink, während diesmal Volker durchläuft.


Am Wintergarten erfreut nochmals Salonorchestermusik.
Langsam wechselt das Befinden von anstrengend zu hart. Nun ja, das weiß man vorher.
Aber immer wieder baut die Stimmung auf, pusht einen weiter.
Berlin ist Wahnsinn.





Die nächste Station, Potsdamer Platz. Eigentlich ist es nicht mehr weit, 4 km. Ich versuche, mir die auf meiner heimatlichen "Feldrunde" vorzustellen. Doch was dort beinah lachhaft und ohne große Schweißproduktion abläuft, ist hier zäh und doppelt bis dreifach so lang...






Der Leipziger Platz. Erneut wummernde Rhythmen aus einem Truck. Ich grüße unser Hotel an der Mall of Berlin. Doch trotz der Erschöpfung nehme ich keinen Impuls wahr, der mich dort einkehren ließe.
Ich darf nur nicht nach links blicken, wenige 100 m weiter läge in dieser Richtung das Ziel.
Doch wir laufen immer noch ein paar Kurven, und erst beim Gendarmenmarkt schwenken wir in die ersehnte Richtung.



Noch ein km.
Unter den Linden.
Wow, Gänsehaut...










Und noch ein Bogen...












Beim Adlon dichte Spaliere von Menschen, Applaus, Anfeuern, Stimmung.
Am liebsten würde ich stehenbleiben und alles aufsaugen. Diese Eindrücke kurz vor dem Ziel, unvergleichlich!








Wir passieren das Brandenburger Tor.
Das sind die Augenblicke, die sicherlich Berlin so einzigartig machen.








Doch das Tor ist nicht das Ziel, noch ein Stück weiter gehts.











Und endlich ist er da, der ersehnte Moment!
Ich darf eine 4:49 verzeichnen (Die angezeigte Zeit beim Ziel ist Brutto, d.h. ab Start der Elite) und bin damit sehr zufrieden.
Angekommen!
Aber dann, wie immer:
Genau so weit reichten die Körner. Kaum ist man da, stakst man herum wie Storch im Salat. Der Zielbereich ist endlos.
Mir ist nach einem Bier, doch der Weg dahin ist mir zu weit. Außer einer Plastikfolie finde ich nicht die angekündigten Ponchos. Auch egal. Ich erhasche einen Verpflegungsbeutel. Der Apfel schmeckt fade, den ersten Bissen spucke ich gleich wieder aus. Mir ist nach nichts daraus. Langsam, mit Sitzpause, arbeite ich mich Richtung Hotel voran, eher schleppend statt steppend.
Doch auch den Favoriten erging es nicht nach Plan.
Am Start sind gleich 3 Mega-Granaten: Eliud Kipchoge (Olympiasieger Rio, Breaking2-Läufer beim Extremversuch in Monza im Frühjahr (2:00:25), Vorjahressieger Kenenisa Bekele und Wilson Kipsang (Sieger 2014 mit Weltrekord) nennt das Programmheft als Aspiranten auf einen neuen Weltrekord. Dessen ist man sich so sicher, dass die Prämie sogar versicherungstechnisch abgesichert wird.
Doch es kommt anders. Bekele und Kipsang steigen unterwegs aus. Kipchoge gewinnt, aber mehr als eine halbe Minute über dem angepeilten Rekord. Die deutsche Hoffnung bei den Männern Philipp Pflieger erleidet wohl einen dramatischen Einbruch und muss kurz vor dem Ziel aufgeben.
Bei den Damen setzt sich die Favoritin Gladys Cherono mit einer 2:20 durch, Anna Hahner glänzt mit einem 5. Rang.
Mein Mann erleidet auch einen argen Einbruch, kommt aber noch gut unter 4 Stunden ins Ziel.
Volker hole ich nicht mehr ein, er ist 6 Minuten früher als ich bei der Medaillenverteilung.

Geschafft erreiche ich, langsam unterkühlt, das Hotel. Die Zunge klebt am Gaumen, ich lechtze nach Erfrischung, steige im 3. Stock aus dem Lift, bewege mich zur Hotelbar, so wie ich bin, und bestelle ein Radler.
Der Barkeeper begibt sich umgehend an die Bearbeitung der Bestellung, wird aber immer wieder von einem Knirps in Beschlag genommen, der ihm unbedingt auf seinem Smartphone seine neuesten Spielzeugerrungenschaften präsentieren will.
Ich könnte gerade zur Kindsmörderin werden...
Doch dann, der kühle Tropfen labt endlich Zunge, Gaumen, Rachen, Körper.
Das KANN man sich nicht vorstellen, wie ein solches Getränk nach der Qual wirkt...

Ja, das wars. Berlin. Was gibt es zu sagen:
Tolle Veranstaltung, bei der man die Massen gut organisiert. Ich empfand es nicht so schlimm, wie manche erzählen. Auch mit den Toiletten gabs keine Probleme.
Das Berliner Publikum ist einfach unbeschreiblich. Solch ein Ambiente trotz trübem, teils regnerischem Wetter, man muss es erleben. Danke dafür!
Das Finishershirt ist leider kein echtes. Ich schätze es ja, wenn man wie in Paris oder beim Jungfraumarathon dieses wirklich erst im Ziel als Finisher erhält, aber hier wurde es sogar an einem Stand des Veranstalters beim Brandenburger Tor feilgeboten, wo es jede Couchpotatoe kaufen kann. Ist dann etwas inflatorisch. Manch einer lief auch schon im Finishershirt, ähm, das ist ja wie Trauringe tragen vor der Hochzeit!
Das Wetter hätte besser sein können. Aber lieber so, als zuviel Wärme, beim Lauf passte es dann doch genau.

Und der übliche Denkreflex -Warum tut man sich DAS an?- ist schon wieder überwunden.
Auf zum nächsten Lauf!

Und bis dahin, an den Eindrücken aus Berlin laben: Rückblick-Video des Veranstalters
Volkers Eindrücke hier: Link


Kommentare:

  1. Alos mir hat ein Apfel fast noch nie so gut geschmeckt wie der gestern, war nur etwas klein, liebe Elke :-)

    Es war gestern ein wirklich gelungener Marathontag und ich freue mich gleich auf unsere Nachbesprechung!

    Liebe Grüße
    Volker

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    1. Lieber Volker,
      ach, es war wirklich wieder ein Wochenende im Rausch, das auch der holzige Apfel nicht trüben konnte ;-)
      Liebe Grüße
      Elke

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  2. Hallo Elke, nochmals herzlichen Glückwunsch.Dann können wir uns ja jetzt für Salzburg anmelden.
    LG und guten Heimflug
    Heidrun

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    1. Liebe Heidrun,
      danke, und ja, das können wir! Die hatten auch einen Stand in Berlin.
      Liebe Grüße
      Elke

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  3. So ein Marathon ist immer ein Erlebnis und Berlin im Speziellen. Wirklich gigantisch was da auf die Beine gestellt wird und wie entspannt es doch alles irgendwie klappt

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    1. Lieber Markus,
      Du sagst es, für diese Größe klappt das dank 6.000 Helfern alles bestens.
      Liebe Grüße
      Elke

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  4. Liebe Elke,

    DU! BIST! EINFACH! UNGLAUBLICH! Herzlichen Glückwunsch, gut gemacht.

    Hihi ... ich rechne beim Laufen, ääääh, also was ich so 'Laufen' nenne, auch immer aus, wieviel ich in % schon geschafft habe und das als absolute Prozentrechenniete. Da kann man mal sehen, zu welchen Höchstleistungen man dann doch fähig ist ... *lach* ...

    Das mit dem Finisher-T-Shirt finde ich auch doof. Beim Venloop gibt es das auch vorher, sogar postalisch zugesendet, was wiederum heißt, dass man gar nicht erst hingehen müsste. Ich glaube, sie haben sogar geschrieben, dass man dann gleich passend angezogen laufen würde, oder so ähnlich. Naja.

    Das mit den warmen Klamotten habe ich nicht verstanden. Hast du die tatsächlich einfach am Straßenrand liegen lassen und Leute haben die sich ausgesucht?

    Viele Grüße,
    Irina

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    1. Liebe Irina,
      vielen lieben Dank für den dicken Strauß Blumen!
      Genau, das machen viele. Alte, abgetragene oder ungeliebte Klamotten mitnehmen und dann vor Ort liegen lassen. Manchmal werden sogar spezielle Kleidersammeltonnen aufgestellt und die Sachen dann weitergegeben. So spart man sich einen Gang zur Kleiderbeutelabgabe. Und eben diese Sachen haben dann manche schon durchsucht, als wir noch da standen.
      Liebe Grüße
      Elke

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  5. Elke, du hast Körperstellen, die im Alltag nie eine Rolle spielen!?
    Wie auch immer, herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Genusslauf. Ich habe es damals ganz ähnlich empfunden.

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    1. Doch, die letzten Endfasern von Muskeln, oder solche, die man im Alltag nie so bis aufs Äußerste strapaziert. Aber Du bist ja in der Hinsicht in der Gewöhnung, bei Deinen vielen Läufen.
      Danke! Ja, ich dachte an Deine Partybeschreibung.
      Liebe Grüße
      Elke

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  6. Liebe Elke,
    wow! Danke für den tollen Bericht! Ich habe gestern so gegen 10 Uhr, dann wieder kurz nach 12 auf die Uhr gesehen und mir überlegt, wie es euch dreien wohl so geht. :)
    Das muss ja ein wirkliches Erlebnis gewesen sein. Und toll, dass du strategisch klug durch die 42 Kilometer gekommen bist! Der Radler muss ja himmlisch gewesen sein! :D

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    1. Liebe Doris,
      ja, es war wirklich ein ganz besonderes Erlebnis. Und wie es uns erging, kannst Du ja sogar "Stereo" lesen... ;-)
      "Der" Radler? Ich hatte gleich am Abend 1,5 Liter davon!
      Danke und liebe Grüße
      Elke

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  7. Ja wunderbar! Erfolgreich ins Ziel und das alles ohne der im Vorfeld befürchteten Tücken. Glückwunsch an euch beide!!
    Und danke für den reich bebilderten Bericht, die Strecke ist schön nachvollziehbar. Gute Erholung und liebe Grüße, Oliver

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    1. Lieber Oliver,
      ich finde, das war nun mal fällig. Ein Marathon nur mit den "üblichen" Marathonqualen, ohne noch extra was obendrauf.
      Danke und liebe Grüße
      Elke

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  8. Herzlichen Glückwunsch, das liest sich doch größtenteils gelungen! Wenn's nicht auch mal zäh würde und ziepen, dann wäre es ja kein Marathon ;)
    Diese unbändige Lust auf ein "echtes" Bier oder eben auch mal ein Radler danach, die kenne ich auch. Finde aber, so ein Quäntchen Alkohol macht das in diesen Momenten erst perfekt in der Wirkung.

    Gibt es tatsächlich Läufe, bei denen "Finisher"Shirts ausgegeben werden? Das Wort kam mir schon immer komisch vor weil ich ... oder vergesse ich was? ... es nicht anders kenne als dass die Shirts zum Lauf gleich im STarterbeutel stecken oder aber schon im Vorfeld extra bestellt und bezahlt werden müssen (mache ich nie - die Shirts zum Lauf sind für mich persönlich genauso überflüssig wie Trauringe ;)

    Erhol' dich gut und genieße Berlin!

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    1. Liebe Lizzy,
      danke! Du sagst es, ein Marathon geht nicht ohne Quälerei, und daher war es ein guter Lauf.
      Ja, ich habe "echte" Finisher Shirts aus Paris und vom Greifenseelauf. Chris hat solche vom Jungfraumarathon. Die gibt es nur hinter der Ziellinie, was ich dann auch passender finde.
      Leider sind wir nun schon wieder zurück, denken aber noch lange an Berlin!
      Liebe Grüße
      Elke

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  9. Liebe Elke,
    man kann das FinisherShirt vom Berlin-Marathon kaufen? Echt jetzt?
    Noch ein Grund mehr für mich nicht in Berlin zu starten :-))))
    Erstmal herzlichen Glückwunsch. Dein Bericht ist so unglaublich informativ. Wie machst du das nur, das du auch überall noch Bilder machst und dir merkst wo du gerade vorbei läufst... ?
    Ich war gerade auf einer Stadtführung sozusagen. Hammer.
    Und sehr cool, das du schon wieder an den nächsten Lauf denkst :-)
    Und Glückwunsch das du anscheinend das Magenproblem in den Griff bekommen hast.
    Aber jetzt erstmal gute Regeneration.
    Liebe Grüße
    Helge

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    1. Liebe Helge,
      ja, geh auf den Onlineshop und da kannst Du das Shirt bestellen. Nun ja, das finde ich nicht gut, aber lasse mir davon nicht den tollen Tag verhageln.
      Das sind ja noch lange nicht alle Eindrücke. Vieles huscht so an einem vorbei und ich würde das gern alles im Geiste festhalten. Der Kurs in Berlin ist ja auch wirklich so gut wie ein Stadtrundgang bzw. -lauf. Ich zücke einfach immer wieder den Apparat und halte drauf. Die paar unscharfen Bilder fliegen dann raus.
      Ich war auch so was von froh, dass der Magen nicht rumgemurrt hat :-)
      Danke und liebe Grüße
      Elke

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  10. Liebe Elke,
    danke für den tollen Bericht. Ich sehe beinahe jede Straße vor mir und kann mir auch die tolle Stimmung vorstellen. Fast bin ich versucht mal mein Los in den Hut zu schmeißen.
    Das dir allerdings dieses lange elendige Stück zum Wilden Eber entgangen ist, ist sicher gut. Und ansonsten hat sich deine schlechte Vorahnung ja gar nicht bewahrheitet.
    Herzlichen Glückwunsch!

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    1. Liebe Roni,
      danke Dir! Ja, Berlin war (endlich wieder) ein Marathon, der Spaß gemacht hat. War immer schonmal ein großer Traum, und nun durfte ich es erleben. Umso schöner, wenn man sich die Gedanken vorher umsonst gemacht hat.
      Liebe Grüße
      Elke

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