Berlin, es ist vollbracht. Es in einem Wort auszudrücken, geht nicht.
Berlin ist Wahnsinn.
Berlin ist Emotion.
Berlin ist Party.
Berlin ist ... Brasilien, Chile, Frankreich, Island, Großbritannien ... und MEXIKO!
Berlin war heftig!
(Vorwarnung: Viele Bilder folgen)
Der Morgen zeigt sich trüb und grau. Es ist Regen angesagt. Wir haben 10 Gehminuten zum Startbereich.
Kurzes Erinnerungsfoto am Brandenburger Tor. Wie werden wir nachher hier hindurchlaufen?
Wir haben uns an die eindringliche Veranstalterempfehlung gehalten und sind um 7:30 am Läuferbereich. Überflüssig, wie sich zeigt, eine Stunde später wäre auch gut gewesen.
Aber immerhin, so können wir die Stadt beim Aufwachen erleben, eine schöne und zugleich angespannte Morgenstimmung herrscht.
Auf dem Start-/Zielgelände ist es noch ruhig. Reichstag und Bundeskanzleramt dämmern in den Wahltag hinein.
Beim Einlass auf die große Wiese ein Schockmoment. Der Ordner will mich nicht passieren lassen: Kein Rucksack erlaubt. Wie bitte? Ich habe einen Trinkrucksack, und keinen für die Kleiderbeutelabgabe! Ich fühle mich unsanft aus meinen Träumen gerissen. Wir beginnen einen kleinen, nennen wir es Gedankenaustausch. Ich protestiere. Er meint, das hätte ich doch so lesen müssen. Da gerade wenig Andrang ist, kommen andere Ordner dazu und nicken mit den Köpfen. Das ist hier gerade der falsche Film! Gottseidank nähert sich ein rettender Engel in Form eines höherrangigen Helfers. Er erkennt die Art meines Rucksacks und erklärt dem widerspenstigen Ordner, dass ich mit dem Rucksack laufen und aus ihm trinken werde. Uff, gerettet, ich darf passieren!
Doch die Rettung ist nur vorübergehend, denn beim Zugang in meinen Startblock findet genau die gleiche Diskussion erneut statt.
Mein Mann hat sich inzwischen in seinen Block F begeben (Steht sicher für "Flottere Flitzer"), während Volker und ich für den H-Block ("Hinten") eingeteilt sind. Was für uns passt. So können wir zusammen die Wartezeit verbringen, die sich als gefühlt doch nicht so lang erweist.
Es wird Armgymnastik angeboten, flotte Musik gespielt.
Und sogar zur Begrüßung der 55 teilnehmenden Isländer deren spezielles Ritual zelebriert:
Klatsch ----- Huhhhh!
Klatsch --- Huhh!
Klatsch - Huh!
Auf großen Videowänden erleben wir das Geschehen an der Spitze mit, die ja 60 Minuten vor Block H startete.
Derweil lege ich wie viele andere auch die wärmende Kleidung ab am Streckenrand. Dort stehen bereits Interessenten und begutachten das Angebot an Second-Hand-Klamotten nach Größe, Farbe, Schnitt.
Und dann wird es ernst.
Es wird das Intro aus Alan Parsons' Sirius (Link) gespielt.
Alles kribbelt.
Los gehts in den einsetzenden Nieselregen!
Eine Halbrunde um die Goldelse. Schon hier Gänsehaut, weil die Strecke dicht gesäumt ist von Zuschauern.
Volker und ich haben uns vorgenommen, hinter den 4:30-Läufern zu bleiben. Mein Ziel ist erstens ankommen und zweitens nach den schmerzhaften Läufen in Prag dies ohne Magenkrämpfe.
Die Berliner geben alles für den Lauf. Hier winkt uns sogar die Feuerwehr von der Drehleiter zu.
Es läuft prima und Volker gibt Motivationsmathematik zum Besten: Bei km 4 haben wir ja schon 10% geschafft. Und nach km 10 beginnt eigentlich nur noch ein langer Trainingslauf...
Ich erinnere daran, dass beim Ahrathon hier bald der erste Winzer käme...
Links die Schweizer Botschaft, deren Glockenläutegruppe ich leider zu spät für ein Foto entdecke. Hinten mittig der Reichstag und davor das Zielgelände.
Ein typisches Streckenbild. So wird es fast die ganzen 42,195 km sein. Wahnsinn.
Gelegentlich erhascht man einen Blick auf das endlose Feld wie hier. Aber trotz 44.500 Läufern habe ich nicht das Gefühl von Enge. Es passt mit den Abständen, bis auf einige überforsche Rempelläufer, für mich durchweg gut.
Der Friedrichstadtpalast, ich war noch nie drin, wäre mal ein Ziel.
Bei km 8 habe ich ein kleines Tiefchen. Die Euphorie des Starts ist verflogen, der Körper schaltet auf Grundmodus Dauerlauf.
Beim 2. Verpflegungspunkt schert Volker aus für einen Drink. Ich will mir ein Wasser nehmen, aber da kommt keins mehr. So reißt es uns abrupt auseinander und ich muss fortan allein laufen. Was aber kein Problem ist, denn wir hatten vereinbart, jeder läuft sein Rennen.
Es folgt Friedrichshain und das Bild der Hauptstadt wandelt sich. Einladend sieht anders aus.
Aber wenn die Straße schon Karl-Marx-Allee heißt, passt es wohl...
Inzwischen hat es sich bei mir gut eingepegelt. Ich nehme immer wieder mal einen Schluck aus meinem tolerierten Rucksack, den ich heute nur mit Maltodextrin-Gemisch befüllt habe. Pures Wasser will ich unterwegs an den Ständen nehmen. Bei km 14 gönne ich mir die erste Salztablette, scheint ein guter Zeitpunkt gewesen zu sein.
Bei km 15 passieren wir "Kotti", den aus den Nachrichten leider negativ bekannten Platz Kottbusser Tor mit seinem arg kriminalisierten Umfeld. Krasser Kontrast zu Mitte. Es gibt türkische Musik live.
Beim Herrmanplatz werden wir plötzlich auf den Gehweg gepfercht. Auf der Strecke stehen 2 Rettungswagen. Wie die Zeitung später berichtet, brach dort ein Läufer zusammen. Welch eine Leistung, das endlose Lauferheer mal eben umzuleiten. Hier irgendwo passieren wir auch ein ehemaliges Kraftwerk, das heute entkernt zu Kunstausstellungen dient. Dort steht eine endlos lange Schlange Kunstbeflissener und schaut uns Läufer an, als seien wir entsprungen aus einer Anstalt. Ein Mitläufer versucht, sie zu ein wenig Reaktion zu animieren, er ruft, er klatscht. Aber hier prallen einfach Welten aufeinander. Dafür haben wir mehr Spaß, als die ernst dreinblickenden Schlangesteher.
Und schon naht die Halbdistanzmarke. Man beachte die Mexikanerin im Kleid am linken Bildrand, als Schürze trägt sie die Landesfahne. Überhaupt ist Mexiko -gefühlt- hier die überwiegende Nation. Überall laufen sie und stehen am Wegesrand. Mein Verdacht, dass Mexiko Partnerstadt Berlins ist, bestätigt sich später.
Viva! Vamos!
Das musikalische Programm an der Strecke ist klasse. Ob aus Boxen aus der Retorte oder live, oft läuft man von einem Schallfeld gleich ins nächste.
Eine Musikschule bietet sogar Alphörner auf.
(Und nächstes Jahr sind die sicher noch besser).
Meinen persönlichen Ehrenpreis gebe ich an diese Balkonmannschaft. Die beiden Boxen, auf einen Schrank geschnallt, wummern dermaßen laut, dass man bei diesem Rhythmus mit muss (Und die Mannschaft sicher bald zum Ohrenarzt).
Das Schöneberger Rathaus, wo John F. Kennedy seinen berühmten Satz "Ich bin ein Berliner" sprach.
Wir sind bei km 23.
Auch das ist Marathon. Keine lustige Verkleidung. Zwischen den Flügeln trägt der Läufer ein Bild seiner verstorbenen Frau, für die er hier und heute läuft...
Inzwischen verspüre ich die typischen Anzeichen der zweiten Marathonhälfte.
Es wird schwer, der Puls geht hoch, es machen sich Körperstellen bemerkbar, die im Alltag nie eine Rolle spielen.
Doch die Party nimmt kein Ende. Musik überall, Menschen, Applaus, Anfeuern,
Sagenhaft.
Wie die Tageszeitung am nächsten Tag berichten wird, sei das aber nur wenig gewesen, bei schönem Wetter wäre deutlich mehr los.
Noch mehr?!
Den berühmten "Wilden Eber" verpasse ich. Bin doch mit mir selbst und dem Hineinhorchen in die Biosysteme beschäftigt.
Der Magen ist zwar friedlich (Darauf schnell noch eine Salztablette), aber etwas drückt an den Rippen. Das Zwerchfell vielleicht? Ich versuche, die Atmung umzustellen, zu entspannen. Letztendlich hilft eine kleine Gehpause.
Auch die Waden und Schienbeine machen langsam dicht. Das erinnert mich an den Wochenanfang. Denn leider fiel in die Taperingphase ein viertägiger Kongress meines Arbeitgebers, der mit stehen und gehen von früh bis spät verbunden war. Nur 2 Tage Erholung waren möglich. Also alles erklärbar. Und da ich ja aus Amsterdam weiß, was passiert, wenn man in Krämpfe hineinläuft (Link), bin ich lieber vorsichtig und lege ab nun immer wieder eine Gehphase ein.
Ich tappere einfach allen hinterher und schaue mir die immer wieder wechselnde Kulisse an. Dass wir inzwischen bei km 33,5 den Ku'damm erreicht haben, merke ich erst am plötzlich wechselnden Erscheinungsbild des Einzelhandels.
Orchestermusik ertönt. Und was spielen sie? "Fiesta Mexicana", weswegen der Mexikaner links auch gleich begeistert ein Foto macht.
Aus der Ferne grüßt die Gedächtniskirche. Wie auf den ersten 7-8 km bewegen wir uns nun wieder an den Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei.
Das KeDeWe, das letzte übriggebliebene Traditionskaufhaus der guten alten Zeit. Heute -da Sonntag-leider geschlossen.
Kurz darauf tönt es von hinten "Elke". Huch?! Es ist Volker, der wieder aufgeschlossen hat. Kurzer Uhrenvergleich, denn beide wundern wir uns, dass unsere Läuferaccessoires mehrere 100 m mehr attestieren.
Doch schon rasch reißt es uns wieder auseinander, denn ich greife zu einem Energie-Drink, während diesmal Volker durchläuft.
Am Wintergarten erfreut nochmals Salonorchestermusik.
Langsam wechselt das Befinden von anstrengend zu hart. Nun ja, das weiß man vorher.
Aber immer wieder baut die Stimmung auf, pusht einen weiter.
Berlin ist Wahnsinn.
Die nächste Station, Potsdamer Platz. Eigentlich ist es nicht mehr weit, 4 km. Ich versuche, mir die auf meiner heimatlichen "Feldrunde" vorzustellen. Doch was dort beinah lachhaft und ohne große Schweißproduktion abläuft, ist hier zäh und doppelt bis dreifach so lang...
Der Leipziger Platz. Erneut wummernde Rhythmen aus einem Truck. Ich grüße unser Hotel an der Mall of Berlin. Doch trotz der Erschöpfung nehme ich keinen Impuls wahr, der mich dort einkehren ließe.
Ich darf nur nicht nach links blicken, wenige 100 m weiter läge in dieser Richtung das Ziel.
Doch wir laufen immer noch ein paar Kurven, und erst beim Gendarmenmarkt schwenken wir in die ersehnte Richtung.
Noch ein km.
Unter den Linden.
Wow, Gänsehaut...
Und noch ein Bogen...
Beim Adlon dichte Spaliere von Menschen, Applaus, Anfeuern, Stimmung.
Am liebsten würde ich stehenbleiben und alles aufsaugen. Diese Eindrücke kurz vor dem Ziel, unvergleichlich!
Wir passieren das Brandenburger Tor.
Das sind die Augenblicke, die sicherlich Berlin so einzigartig machen.
Doch das Tor ist nicht das Ziel, noch ein Stück weiter gehts.
Und endlich ist er da, der ersehnte Moment!
Ich darf eine 4:49 verzeichnen (Die angezeigte Zeit beim Ziel ist Brutto, d.h. ab Start der Elite) und bin damit sehr zufrieden.
Angekommen!
Aber dann, wie immer:
Genau so weit reichten die Körner. Kaum ist man da, stakst man herum wie Storch im Salat. Der Zielbereich ist endlos.
Mir ist nach einem Bier, doch der Weg dahin ist mir zu weit. Außer einer Plastikfolie finde ich nicht die angekündigten Ponchos. Auch egal. Ich erhasche einen Verpflegungsbeutel. Der Apfel schmeckt fade, den ersten Bissen spucke ich gleich wieder aus. Mir ist nach nichts daraus. Langsam, mit Sitzpause, arbeite ich mich Richtung Hotel voran, eher schleppend statt steppend.
Doch auch den Favoriten erging es nicht nach Plan.
Am Start sind gleich 3 Mega-Granaten: Eliud Kipchoge (Olympiasieger Rio, Breaking2-Läufer beim Extremversuch in Monza im Frühjahr (2:00:25), Vorjahressieger Kenenisa Bekele und Wilson Kipsang (Sieger 2014 mit Weltrekord) nennt das Programmheft als Aspiranten auf einen neuen Weltrekord. Dessen ist man sich so sicher, dass die Prämie sogar versicherungstechnisch abgesichert wird.
Doch es kommt anders. Bekele und Kipsang steigen unterwegs aus. Kipchoge gewinnt, aber mehr als eine halbe Minute über dem angepeilten Rekord. Die deutsche Hoffnung bei den Männern Philipp Pflieger erleidet wohl einen dramatischen Einbruch und muss kurz vor dem Ziel aufgeben.
Bei den Damen setzt sich die Favoritin Gladys Cherono mit einer 2:20 durch, Anna Hahner glänzt mit einem 5. Rang.
Mein Mann erleidet auch einen argen Einbruch, kommt aber noch gut unter 4 Stunden ins Ziel.
Volker hole ich nicht mehr ein, er ist 6 Minuten früher als ich bei der Medaillenverteilung.
Geschafft erreiche ich, langsam unterkühlt, das Hotel. Die Zunge klebt am Gaumen, ich lechtze nach Erfrischung, steige im 3. Stock aus dem Lift, bewege mich zur Hotelbar, so wie ich bin, und bestelle ein Radler.
Der Barkeeper begibt sich umgehend an die Bearbeitung der Bestellung, wird aber immer wieder von einem Knirps in Beschlag genommen, der ihm unbedingt auf seinem Smartphone seine neuesten Spielzeugerrungenschaften präsentieren will.
Ich könnte gerade zur Kindsmörderin werden...
Doch dann, der kühle Tropfen labt endlich Zunge, Gaumen, Rachen, Körper.
Das KANN man sich nicht vorstellen, wie ein solches Getränk nach der Qual wirkt...
Ja, das wars. Berlin. Was gibt es zu sagen:
Tolle Veranstaltung, bei der man die Massen gut organisiert. Ich empfand es nicht so schlimm, wie manche erzählen. Auch mit den Toiletten gabs keine Probleme.
Das Berliner Publikum ist einfach unbeschreiblich. Solch ein Ambiente trotz trübem, teils regnerischem Wetter, man muss es erleben. Danke dafür!
Das Finishershirt ist leider kein echtes. Ich schätze es ja, wenn man wie in Paris oder beim Jungfraumarathon dieses wirklich erst im Ziel als Finisher erhält, aber hier wurde es sogar an einem Stand des Veranstalters beim Brandenburger Tor feilgeboten, wo es jede Couchpotatoe kaufen kann. Ist dann etwas inflatorisch. Manch einer lief auch schon im Finishershirt, ähm, das ist ja wie Trauringe tragen vor der Hochzeit!
Das Wetter hätte besser sein können. Aber lieber so, als zuviel Wärme, beim Lauf passte es dann doch genau.
Und der übliche Denkreflex -Warum tut man sich DAS an?- ist schon wieder überwunden.
Auf zum nächsten Lauf!
Und bis dahin, an den Eindrücken aus Berlin laben: Rückblick-Video des Veranstalters
Volkers Eindrücke hier: Link
Montag, 25. September 2017
Samstag, 23. September 2017
Berlin calling
So langsam wird es ernst...
Air Berlin war gewillt, uns von Köln in die Hauptstadt zu transferieren und so kamen wir bei schönem Spätsommerwetter im Epizentrum des sonntäglichen Geschehens an.
Die Hotelwahl am Leipziger Platz, der gleich an den Potsdamer anschließt, erweist sich als strategisch günstig, so können wir zu Fuß Start und Ziel erreichen.
Doch zunächst heißt es, Startnummernabholung. Ich bin beeindruckt von den Dimensionen. Man erwartet Menschenmassen, die sicher samstags auch hier hereinströmen. Wir sind froh, dass wir in relativer Ruhe die Expo besuchen können.
Unser Freund Volker hat so auch genügend Ruhe, seine kleine Vergesslichkeit auszugleichen: Der Laufchip liegt daheim, der Lauf ist in Berlin... Kompensation klappt freundlich und schnell.
Auch ich stelle mir selbst ein Bein. Als ich die Jacke ablegen möchte, deponiere ich meinen Fotoapparat mal eben auf einem Prospektstapel. Und gehe weiter.
Nach wenigen Minuten bemerke ich mein Malheur und renne zurück.
Fort ist sie! Himmelherrgottkruzifix!
Ärgerlich, soll mir aber die Laune nicht nehmen.
Bevor wir weiter zur Shirtausgabe gelangen, bekommt jeder ein Bändchen ans Handgelenk, das er tunlichst bis zum Lauf dort belassen muss. Ohne Bändchen keine Teilnahme.
Mir fällt ein kleiner Durchgang auf, überschrieben mit "Büro...".
3 freundliche Herren an einem Counter.
Man kann ja mal fragen, ob es ein Fundbüro hier gibt. Sie zeigen auf sich selber.
Ich frage, ob ein Fotoapparat gefunden wurde.
Ich möge doch mal genauer sagen, was ich verloren hätte.
Nun ja, eine Allerweltskleinformatkamera der Marke Sony. Die genaue Bezeichnung habe ich nicht auswendig gelernt.
Mh, und weiter.
Ähm, schwarz. Leichte Bewegung in den männlichen Mundwinkeln.
Noch was?
An der Seite ein Deckelchen, das sich nicht mehr zuklappen lässt.
Die Mundwinkel heben sich. Nun ja, das wäre zwar eine arg profane Beschreibung, aber sie wollen mal nicht so sein. Und meine Kamera wird mir über die Theke gereicht! Ein Securitymann habe sie vor 10 Sekunden gerade erst abgeliefert.
Ein Gefühl wie ein Sechser im Lotto, ich könnte alle drei abknutschen! Wir lachen uns eins und wünschen uns ein schönes Wochenende.
Beim Ausgang noch rasch ein Foto eines Autos, das ich beim Lauf sicher nicht sehen werde...
Aber was ich morgen sehen werde, sind die Menschenmassen. Dabei ist es erst Freitag ...
Auf dem Rückweg werden wir wiederholt nach dem Weg zur Startnummernausgabe gefragt. Beim dritten Mal gebe ich meine Stadtplankopie mit, die brauchen wir nicht mehr.
Was wir hingegen brauchen, ist ein wenig isotonische Getränkezufuhr.
So rundet sich das Bild des Ankunftstages 😉
Auch im Hotel ist man gerüstet und auf Läufer eingerichtet. Das frühe Frühstück wird sicher heiß begehrt. Denn man muss um 7:30 Uhr am Start stehen. Mein Block läuft dann aber erst um 10 Uhr los.
Nun ja, wir werden das alles er- und überleben...
Air Berlin war gewillt, uns von Köln in die Hauptstadt zu transferieren und so kamen wir bei schönem Spätsommerwetter im Epizentrum des sonntäglichen Geschehens an.
Die Hotelwahl am Leipziger Platz, der gleich an den Potsdamer anschließt, erweist sich als strategisch günstig, so können wir zu Fuß Start und Ziel erreichen.
Doch zunächst heißt es, Startnummernabholung. Ich bin beeindruckt von den Dimensionen. Man erwartet Menschenmassen, die sicher samstags auch hier hereinströmen. Wir sind froh, dass wir in relativer Ruhe die Expo besuchen können.
Unser Freund Volker hat so auch genügend Ruhe, seine kleine Vergesslichkeit auszugleichen: Der Laufchip liegt daheim, der Lauf ist in Berlin... Kompensation klappt freundlich und schnell.
Auch ich stelle mir selbst ein Bein. Als ich die Jacke ablegen möchte, deponiere ich meinen Fotoapparat mal eben auf einem Prospektstapel. Und gehe weiter.
Nach wenigen Minuten bemerke ich mein Malheur und renne zurück.
Fort ist sie! Himmelherrgottkruzifix!
Ärgerlich, soll mir aber die Laune nicht nehmen.
Bevor wir weiter zur Shirtausgabe gelangen, bekommt jeder ein Bändchen ans Handgelenk, das er tunlichst bis zum Lauf dort belassen muss. Ohne Bändchen keine Teilnahme.
Mir fällt ein kleiner Durchgang auf, überschrieben mit "Büro...".
3 freundliche Herren an einem Counter.
Man kann ja mal fragen, ob es ein Fundbüro hier gibt. Sie zeigen auf sich selber.
Ich frage, ob ein Fotoapparat gefunden wurde.
Ich möge doch mal genauer sagen, was ich verloren hätte.
Nun ja, eine Allerweltskleinformatkamera der Marke Sony. Die genaue Bezeichnung habe ich nicht auswendig gelernt.
Mh, und weiter.
Ähm, schwarz. Leichte Bewegung in den männlichen Mundwinkeln.
Noch was?
An der Seite ein Deckelchen, das sich nicht mehr zuklappen lässt.
Die Mundwinkel heben sich. Nun ja, das wäre zwar eine arg profane Beschreibung, aber sie wollen mal nicht so sein. Und meine Kamera wird mir über die Theke gereicht! Ein Securitymann habe sie vor 10 Sekunden gerade erst abgeliefert.
Ein Gefühl wie ein Sechser im Lotto, ich könnte alle drei abknutschen! Wir lachen uns eins und wünschen uns ein schönes Wochenende.
Beim Ausgang noch rasch ein Foto eines Autos, das ich beim Lauf sicher nicht sehen werde...
Aber was ich morgen sehen werde, sind die Menschenmassen. Dabei ist es erst Freitag ...
Auf dem Rückweg werden wir wiederholt nach dem Weg zur Startnummernausgabe gefragt. Beim dritten Mal gebe ich meine Stadtplankopie mit, die brauchen wir nicht mehr.
Was wir hingegen brauchen, ist ein wenig isotonische Getränkezufuhr.
So rundet sich das Bild des Ankunftstages 😉
Auch im Hotel ist man gerüstet und auf Läufer eingerichtet. Das frühe Frühstück wird sicher heiß begehrt. Denn man muss um 7:30 Uhr am Start stehen. Mein Block läuft dann aber erst um 10 Uhr los.
Nun ja, wir werden das alles er- und überleben...
Samstag, 16. September 2017
Zustände
Noch eine gute Woche bis zu meinem achten Marathon. Ich fühle mich hin- und hergerissen. Einerseits Vorfreude auf das Wochenende. Andererseits fühle ich mich läuferisch etwa wie die Rostlaube auf dem Foto, als hätte ich nicht 15 Wochen Trainingsvorbereitung hinter mir.
Und genauso verläuft dann auch mein letzter langer Lauf.
Und als wenn der Gefühlszustand nicht reicht, sind auch noch die Rahmenbedingungen -vermeintlich- gegen mich:
Wetter: Immer noch stürmische (Rest-)Böen, die Laufen unrund werden lassen, dicke Regenwolken am Himmel.
Kurz nach dem Start: Längeres Seitenstechen setzt ein.
Als ich ein paar Folgen des Sturms festhalten will: Kameraakku ist leer (Daher hier nur Reservefotos).
Strecke: Jäh ausgebremst durch eine Überschwemmung des Weges bei einer Brückenunterführung durch Erfthochwasser. Kurz ziehe ich einen Balanceakt über das Geländer zwischen Weg und Flüsslein in Betracht, verwerfe dies doch rasch wieder. Also ein Stück umkehren und umdisponieren.
Laufgefühl: Rostig, anstrengend. Die Beine verrichten zwar ihren Dienst, aber Laufspaß fühlt sich anders an. IchwillaufmeinSofa!
Gedankenwelt: Der Frühjahrsmarathon in Prag war Murks (Link) und der Spaß in Monschau wurde auch vereitelt (Link), reiht sich etwa der 3. Anlauf in diese Serie ein?
Als mich ein entgegenkommender Läufer freundlich grüßt, nehme ich das, gedankenverloren wie ich herumtrabe, viel zu spät zum Gegengrüßen wahr.
Nee, so weit ist es gekommen...
Wenigstens hat sich das Seitenstechen nach einigen Kilometern wieder verflüchtigt.
Und Glück habe ich auch insofern, als der "Verpflegungspunkt" bei km 13 besetzt ist. Nun ja, ich klingele einfach mal bei Hausnummer 8 im Nachbarort. Da wohnt nämlich Heidrun und sie schenkt mir selbstlos das erbetene Glas Wasser ein.
Glück habe ich auch, weil mir dann doch fast durchgehend die Sonne zulacht und die Regenwolken irgendwoanders ihre Schauer ablassen.
Zu Hause angekommen, setzt auch zuverlässig das angenehme Nach-dem-Lauf-Gefühl ein.
Eigentlich also kein Grund zum Klagen, außer, dass der Kopf momentan so seine eigene Gedankenlogik entfaltet.
Da erinnere ich mich an den hölzernen Kerl, den wir kürzlich im Urlaub an der beeindruckenden Cholerenschlucht bei Adelboden sahen. "Bhalt dis Lachä" empfiehlt er, "Behalte Dein Lachen".
Gute Losung, ich werde sie mir zu Herzen nehmen.
Und läuferisch kennt man das ja: Mal fühlt man sich wie Rostlaube, mal fit wie der junge Frühling.
Rostlaube habe ich nun erledigt.
Frühling darf kommen.
Sonntag, 10. September 2017
Jungfraumarathon 2017 (aus Supportersicht)
Traumhaftes Wetter am Freitag bei der Startnummernausgabe in Interlaken - alptraumhafte Wettervorhersage für den Wettkampftag. Wir können kaum glauben, was wir am nächsten Tag dann wahrhaftig erleben müssen.
Zum dritten Mal seit 2015 wird mein eidgenössischer Ehemann diesen anspruchsvollen Lauf (1.800 Höhenmeter) angehen, Lauffreundin Heidrun möchte nach ihrem enttäuschenden Erlebnis 2016 die Rechnung begleichen. Doris und meine Wenigkeit ein weiteres Mal in der Rolle der Sherpas.
Das Teilnehmergeschenk für die Läufer anlässlich des 25. Jubiläums der Veranstaltung ist ein durchaus tauglicher Laufrucksack. Die Feuerprobe beim Lauf besteht das Teil am Folgetag mit Bravour.
Das Finishershirt, in diesem Jahr Langarmversion, gibt es natürlich erst im Ziel.
Wir werfen noch einen Blick auf einige kurze Vorläufe. Dann geht es ab zu unserer privaten Pastaparty im kleinen Kreis.
Der Morgen des großen Tages, am Bahnhof Interlaken-Ost. Mir springt ein Plakat der Kleinen Scheidegg ins Auge, dem Ziel des Laufs. Welch ein Motiv für unsere beiden Starter!
Die Vorfreude, ich greife mal soweit vorweg, wird später purer Freude weichen...
Es ist kalt, weswegen Heidrun einen kleinen Lendenschurz in Plastikschick angelegt hat. Doris und ich werden den Start nicht verfolgen. Es sind im Jubiläumsjahr noch mehr Teilnehmer dabei als sonst. Was ein noch größeres Chaos in den Zügen für uns Supporter bedeutet. Wir gehen auf Nummer sicher und wählen eine frühere Bahn um ganz bestimmt unsere beiden Läufer in Lauterbrunnen zu erwischen.
Wir erreichen gut unseren Stammplatz vor der Gemeindeverwaltung und schon 1:07 Std nach dem Start sehen wir hier bei knapp km 20 den zu diesem Zeitpunkt Führenden.
Und dann setzt auch bereits die erste Prophezeiung des Wetterberichts ein: Regen.
Doch wir sind gewappnet, ich weihe mein Wanderer-Regencape ein, das sogar einen "Buckel" für den Rucksack hat.
Chris kommt 10 Minuten vor seinem Zeitplan an. Die von ihm für hier bestellte Cola ohne Kohlensäure will er noch nicht haben.
Während das Feld eine knapp 5 km lange Schleife hinter Lauterbrunnen läuft, wechsle ich den Standort, um erneut Cola bereit zu halten.
Doris wartet weiter auf Heidrun, die gemäß ihrem Zeitplan ca. 30 Minuten später am Gemeindehaus eintrifft. Sie hält sich strategisch an den 6:30-Pacemaker und sieht gut aus, besser als 2016.
Wie man unschwer erkennen kann, ist das Wetter ein solches für Regen- und Kälteliebhaber.
Hier hätte ich gern die Kuhglocke zur Hand, die uns unsere Vermieter aus ihrem Stallbestand freundlich zur Verfügung stellten. Das Feld wird gleich die Wengener Wand gehen und gern würde ich noch etwas "Drive" mit auf den Weg geben. Doch leider war kein Platz für das gute Stück im Rucksack. Und wenn, hätte ich jetzt einen Hörschaden. Als ich nach einer "kleinen" Glocke fragte, erhielt ich 2 etwa Teekannengroße Exemplare. Toller Klang, laut, ziemliches Gewicht. Gefreut hätte es manche Läufer wohl noch mehr, als das kleine Bimmelchen, das ich stattdessen dabei habe.
Chris kommt munter angelaufen und nimmt nun die bestellte Cola mit.
Während er dann wie die anderen auch hier zur Wand schwenkt (die übrigens auch akkustisch wie optisch mit "The Wall" von Pink Floyd garniert wurde), eile ich zum Bahnhof. Mein Auftrag lautet, erneute Cola-Anreichung auf der Wengener Alp, ca. 5 km vor dem Ziel.
Dem steht entgegen: Das Transportproblem.
Kurze Erläuterung: Es sind rd. 5.000 Läufer dabei, jeder hat mindestens eine Begleitperson. Und letztere wollen hoch zur weiteren Strecke (die Läufer machens ja bergauf laufend). Zusätzlich zu den vielen anderen Touris aus aller Herren Ländern. Zu Fuß geht nicht, da laufen ja die Läufer. Laut Fahrplan startet alle halbe Stunde ein Zahnradbähnlein der Wengernalpbahn auf die überwiegend einspurige Strecke. Und dieser Takt wird nicht verändert. Punkt. Wohl sind 2 Bähnlein hintereinander möglich.
Man hat in diesem Jahr den Bahnhof abgesperrt und alle müssen durch einen einzigen Zugang. Dort werden die Fahrgäste gezählt und nur soviel aufs Gleis gelassen, wie das Bähnlein mitnehmen kann.
Ich gelange nach 40 Minuten Warten in ein älteres Exemplar mit putzigen Holzsitzen. Das dann auch irgendwann losrollt.
Bis dahin gelingt noch ein Foto von den Läufern, die dann doch eher Geher sind, auf ihrem Weg die Wengener Wand hinauf.
Während der Fahrt sind ein paar Schnappschüsse der Marathonis möglich, soweit es Nebel und Regen zulassen.
Ich weiß nicht, ob ich Mitleid haben soll oder Bewunderung. Beides ist angebracht, bei diesen Bedingungen. Auf Rufen und Winken aus dem Zug wird aus dem Feld zurückgewunken. Das nenne ich Sportsgeist der wettergeplagten Gipfelstürmer!
Als ich es in Wengernalp aus der proppenvollen Bahn schaffe, sehe ich vor mir eine bekannte Gestalt gehen... Doris, die doch erst viel später nach mir zum Bahnhof in Lauterbrunnen kam! Sie musste nur 5 Minuten anstehen und dann überholte ihre Bahn die meinige auch noch unterwegs, die Welt ist ungerecht! Aber ich will nicht jammern, wir hatten immerhin 45 Minuten im Trockenen...
Wir hasten zur Strecke, denn bis zu Chris' geplanter Ankunft ist es knapp, und wenn er immer noch vor seinem Zeitplan liegt, kann es sogar eng werden. Die Läufer schälen sich aus dem Nebel, durch und durch nass bis auf die Haut. Aber wer bis hier kam weiß, er hat fast 38 km geschafft!
Nach wenigen Minuten kommt Chris, doch er ist so mit seinem Lauf beschäftigt, dass er uns trotz läuten und rufen zunächst nicht wahrnimmt. Er liegt weiterhin vor seinem Plan, die Cola braucht er nicht mehr.
Hier noch ein Vergleichsfoto, gleiche Stelle, 2016.
Während Doris auf Heidrun wartet, mache ich mich auf zum Zielbereich auf der Kleinen Scheidegg. Kurz kann ich noch einen Blick auf die Ameisenstraße werfen, als der Nebel vorübergehend ein Fenster öffnet.
Ich habe etwa 35 Minuten Anstieg zu Fuß vor mir und schnaufe mich hoch.
Von Ferne höre ich die Alphornbläser, die die Läufer an der Strecke erwarten. Später wird mir Chris berichten, dass sie wetterbedingte Notunterkunft beim Sessellift hatten, und nicht am gewohnten Standort musizierten. Auch höre ich näher kommend Zielgeräusche, Ansagen, Anfeuerungsrufe.
Und überhaupt, welch eine prachtvolle Aussicht hier!
Naja, zumindest vor meinem inneren Auge...
Vergleichsfoto von 2015:
Ich nutze kurz vor der Kleinen Scheidegg das Fenster einer Bahnwerkstatt für ein Selbstportrait. "Sherpa im Regen, frierend" wäre mein wenig origineller Titelvorschlag.
Aber es bleibt keine Zeit für langes Verweilen. Ich bin doch gespannt, wie und wann Chris ankommen wird!
Nur noch Zeit für einen sehr nötigen Gang in die saubere (!) Sanitäranlage der Bahnstation muss sein. Und für ein Foto dieses Piktogramms.
Ich rätsele immer noch, warum man volle Klopapierrollen ins WC werfen soll...
Oben angekommen. Ein endloser Strom von Finishern kommt vom Nachzielbereich. Zwar werden Plastikmäntel, sogar mit Kapuze, ausgegeben. Doch inzwischen ist es grauslig hier oben. 3-4°, Regen versetzt mit ersten Schneekristallen, teils Wind. Manche Läufer sind zwar noch voller Glückshormone und scheinen das Wetter gar nicht wahrzunehmen, doch viele eilen nur in Richtung Kleiderbeutelrückgabe, manche frieren sichtlich.
Auch mir ist längst nicht mehr warm, trotz vermeintlich wärmender Kleidung. Die Feuchtigkeit kriecht unaufhaltsam in die Knochen.
Wie müssen sich da nur diejenigen fühlen, die immer noch auf der Strecke sind? Doch dazu gehört Chris nicht mehr, er hat sein Zeitziel unterboten mit 5:25 Std., und war damit 25 Minuten besser als bei seiner Premiere! Rasch nimmt er die mitgebrachten Utensilien und Wechselkleidung und geht duschen. Immerhin - warmes Wasser! Doch dann bibbern wir gemeinsam um die Wette, nichts hilft gegen die Kälte. Wir beschließen daher, nicht auf Heidrun zu warten und die wartende Menschenmenge zur Talbahn zu bereichern. Das braucht wieder Nerven, denn hier kommen erneut Läufer, Begleitpersonen und normale Touris zusammen. Wir haben relatives Glück und müssen nur etwa eine Viertelstunde im Regen stehen, bevor wir nach dem Gerangel vor dem Gleis im ungeheizten Bähnlein sitzen dürfen. Nach einer weiteren Viertelstunde geht es abwärts, aber wärmer wird uns davon auch nicht.
Doch wir haben vorgesorgt und im Auto eine warme Decke bereit gelegt. In die wickeln wir uns auf der Rückbank sitzend ein, bis die beiden Mitstreiterinnen nach einer guten halben Stunde ebenfalls eintreffen. Unser Anblick sorgt für große Erheiterung, aber immerhin spüren wir schon wieder ansatzweise Wärme im Körper.
Heidrun darf ebenfalls einen Erfolg vermelden. Nachdem sie sich am 6:30-Pacemaker orientierte, hat sie ihn schließlich aus Gründen zu großer Langsamkeit abgehangen und ihren Weg allein gemacht. Ihre Trainingsvorbereitung und Laufausdauer wurden mit 6:23 Std. belohnt. Und wäre nicht der Stau bei der Moräne gewesen, und das letzte Stück des Weges so glitschig, wäre die Zeit noch besser gewesen.
Jedenfalls dürfen beide stolz auf das Geleistete sein. Wie überhaupt jeder, der an diesem Tag bei diesen Bedingungen durchgehalten hat! Meins wäre es nicht gewesen, aber ich bin ja auch aus Weichholz geschnitzt ;-)
Die Siegerzeiten waren übrigens 2:56 Std. bei den Herren und 3:12 Std. bei den Damen.
Und ein wunderschönes stimmungsvolles Video gibt es hier zu sehen:
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