Sonntag, 14. Juni 2026

Windige Erwartungen

Früher hätte ich mich über Wind sehr gefreut, als ich noch ein Surfbrett auf heimischen Seen bewegte. Aber wie oft dümpelte man bei Schwachwind umher, wartete tagelang auf eine nutzbare Brise? Es war ein Graus.

Heute ist es umgekehrt. Wenn Wind mit Böen um die 40 km/h weht, mag sich ein Radler noch klein machen können, aber auf einem ElliptiGo steht man zwangsweise aufrecht, was ziemlich schnell den Spaß in den Keller fährt. Also muss Elli leider weiter aufgefrischt in der Garage ausharren, der derzeitige stramme Westwind ist nicht unser Freund. Dann wird eben gelaufen.

Immerhin sind die Temperaturen erfrischend. Mir ist nach läuferischer Abwechslung, also geht's mal wieder Richtung Tagebau-Aussichtspunkt. Immer schön gegen den Wind. Aber gemütlich, und mit Zeit zum Schauen. 

Bei einer Bank an meiner Strecke ...



... frage ich mich, was man denn dort sitzend sehen soll? Nun ja, dieses hier: 






Da laufe ich lieber gleich weiter. 😉



Am Aussichtspunkt ist man so gut wie nie allein. Der Blick ist immer wieder faszinierend.
Dazu pfeift der Wind hier ungebremst und ich ziehe mir rasch meine Windbreakerjacke wieder über.




Hier wirft ein höchst erfreuliches Ereignis seine Schatten voraus. In den Sommerferien wird die Konzertreihe wieder aufgenommen, die uns letztes Jahr so begeistert hat. Genau an dieser Stelle werden dann Bühne und Bänke aufgestellt und flotte Mucke erklingen. Ich freu mich schon darauf!



Auf meinem weiteren Weg eine ganz andere Beobachtung am Wegesrand:



Und kurz vor daheim noch ein dezenter Hinweis auf ein eventuell oder auch nicht aufblühendes Sommermärchen. Man wird sehen, ob die deutsche Elf ihr Handwerk beherrscht. Die schweizerischen Sportkameraden haben sich ja erst einmal dezent zurückgehalten...


10 Kommentare:

  1. Da hast du dir ausgerechnet einen der windigsten Tage seit langem zum Sporteln ausgesucht. Dann lieber eine Runde laufen, statt mit Elli Böen zu bekämpfen, das kann ich mir gut vorstellen.
    Die Aussicht von der Bank ... nunja, zum Meditieren vielleicht? Oder das gehört schon zum Projekt "Tagebauflutung" und du musst in 50 Jahren wiederkommen, dann gibts was zu sehen. ;-)

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    1. Lieber Oliver,
      ich hätte schon längst wieder "ellipieren" wollen, aber immer dann war es zu windig :-( Aber der Tag wird kommen!
      Die Umgebung der Bank hat nichts mit der Flutung durch Rheinwasser zu tun, diese Stelle wäre weiter weg und ein schönes ElliptigGo-Ziel. Nein, wenn man genauer hinsieht, erkennt man lauter Pumpvorrichtungen für Grundwasser. Die Bank steht rd. 300m vom Tagebaurand entfernt. Dort wird das Grundwasser abgepumpt, damit die in der Grube keine nassen Füße bekommen.
      Meditieren...? nun ja, spezielles Ambiente wäre da ja...
      Liebe Grüße
      Elke

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  2. Liebe Elke,
    noch nicht mal radeln wollte ich bei den gestrigen Windböen! Und schon gar nicht mit Elli durch die Gegend brausen. Wobei - zurück mit Rückenwindanschub ... könnte lustig sein! :D
    Die Bank lädt ein, weiterzugehen. Auch hier frage ich mich bei manchen Stellen, wie jemand auf die Idee kommt, da eine Bank zu platzieren.
    Und wenn der Wind auch für dein Surfvergnügen zu spät kam, so hat er dir doch einen schönen Lauf beschert, plus Vorfreude auf die Konzerte mit Aussicht! ;)

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    1. Liebe Doris,
      klar, mit Rückenwind wäre es toll. Aber der muss vorher ja hart erarbeitet werden... ;-) Bei der Bank vermute ich, die war vielleicht zuerst da, als noch nicht die Abpumpeinrichtungen für den Tagebau dort notwendig wurden bzw. noch nicht in dem Umfang?
      Ja, die Musik an der Kante wird sicher prima!
      Liebe Grüße
      Elke

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  3. Wie viele Kilometer sind bei deinem Lauf zusammengekommen? Das sieht gefühlt nach mindestens 20km aus! Super gemacht, liebe Elke, besonders mit dem Wind!
    Ich muss ehrlich sagen, dass ich es mir angewöhnt habe, meine längeren Läufe (oder noch ehrlicher, überhaupt Läufe!) nach dem Wetter auszurichten. Und soziale Komponente werden dann um die Läufe herumgebaut. Klassisches Wasserfall-Prioritäten-Prinzip. 😂
    Ah, schön, dass sie wieder die Konzerte machen! Hast du dir schon ein paar ausgesucht?
    Liebe Grüsse aus dem verregneten Cape Town!

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    1. Liebe Catrina,
      es waren 14 gemütliche km. Die erste Hälfte mit Gegenwind war fast ein wenig Bergtraining.;-)
      Ich schaue auch durchaus mal nach dem Wetter und richte mich schonmal danach. Wenn es in wenigen Tagen wieder heiß wird, spielt das wohl eine zunehmende Rolle.
      Klar, Smoke on the Stairway ist schon gebucht, Genesis/Phil Collins werden wir uns wohl auch gönnen. Und ansonsten mal sehen. Ist ja um die Ecke und freies Gelände, da kann man auch mal zum kurz mithören für ein halbes Stündchen hin.
      Liebe Grüße aus dem windverwehten Rheinland, Elke

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  4. Liebe Elke,

    an der Bank scheiden sich offenbar die Geister wobei ich eindeutig zur Fraktion „wunderbare Meditationsbank“ gehöre. Da wird das Nirwana (Nichts) doch greifbar 🕉️

    Du warst Suferin? Wie lange her ist es, dass du dieses Hobby in den nicht oder nicht ausreichend vorhandenen Wind geschlagen hast?

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    1. Liebe Lizzy,
      bzgl. Bank denke ich, es kommt wohl auf den Meditationstyp an. Zudem ist man dort definitiv ziemlich allein. Jedenfalls scheint sie benutzt, nach den Spuren dort.
      In den 80'ern habe ich gesurft. Gern am Gardasee, wobei da der Wind für mich teils schon zu kräftig war. Dann lag das Board doch nur noch in der Garage herum und die Trennung stand Anfang der 90 an.
      Liebe Grüße, Elke

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  5. Liebe Elke,

    eindeutig eine gute Entscheidung, gegen das Ellipieren und stattdessen die Laufschuhe zu schnüren! Ich bin ja auch piensiger geworden, und weiche starken Regenfällen aus, vor allem bei kälteren Temperaturen!

    Zur Bank: die würde ich wohl nur nutzen, bräuchte ich mal nach ner anstrengenden Einheit eine Pause, um ein klein wenig erholter die Heimreise zu schaffen! ;-) Meditieren könnte ich auf einer Bank im Wald in weniger benutzter Gegend viel besser!

    Die Vorfreude auf das Konzert kann ich nachvollziehen und das Spiel gestern abend erinnert Träumer schon wieder an 2006! Leider sind die Schweizer nicht 'auf dem Gaspedal' geblieben und haben ihre Chancen nicht genutzt, obwohl sie ja viel besser waren!

    Liebe Grüße Manfred

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    1. Lieber Manfred,
      das Laufen hat durchaus Spaß gemacht, temperaturmäßig war es dafür sehr gut. Und laufen bei Regen kann ich vom Freitag vermelden, auch bei angenehmer Temperatur. Wäre es Winter, würde ich es wie du sehen...
      Die Bank im Felde hat immerhin den Vorteil, dass sie Wind bietet, sofern dieser weht. Aber du hast recht, jeder hat so seine Lieblings-Meditationsplätzchen.
      Ja, 7:1, das weckt für uns Deutsche wunderbare Erinnerungen. Die Schweizer hingegen haben mit uns die Rolle getauscht, was das Lamento über das schlechte Spiel angeht. Man wird sehen, wie sich beide Teams weiter bewähren werden. Immerhin stehen unserer Mannschaft ja 80 Millionen Trainer zur Seite! ;-)
      Liebe Grüße
      Elke

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