Es zieht mich wieder in den Zoo, nachdem wir 2017 erstmals beim Zoolauf dabei waren.
Irgendwas hat es, an einem Sommerabend durch dieses exotische Areal laufen zu können. Auch wenn dabei zwiespältiges Empfinden berechtigt ist: Eigentlich gehören diese Tiere dorthin, woher sie kommen und nicht in eine Großstadt. Doch andererseits, wie sonst könnte man manche Arten noch erhalten und auch der nächsten Generation näher bringen?
In diesem Jahr waren die Erdmännchen das Motto, auf Werbung, Startnummer und Urkunden.
Doch vor dem Zoolauf muss und möchte ich noch weitere 4 km absolvieren, um auf die Gesamttrainingsvorgabe meines Tages zu kommen. Welch schöne Gelegenheit, dies gleich am abendlichen Rheinufer zu tun!
Diese Einlaufrunde endet am Zoo, wo ich mir ein schattiges Plätzlein suche. Es sind 28° und ich fühle mich jetzt schon schlapp.
Schatten finde ich unter dem Torbau des Einlassbereichs, von wo aus ich noch einen Teil des Toplaufs beobachten kann, der um 19 Uhr startete. Dort verorten sich diejenigen, denen es auf Zeitergebnisse ankommt. Meins ist der Funlauf, den man nach 1, 2, 3, 4, 5 oder 6 Runden (= Volldistanz 10,05 km) beenden kann, jede/r wie er/sie mag.
Eigentlich wollte ich in meiner neuen Köln-Düsseldorf-Kreation an den Start gehen, aber bei der Hitze brauche ich jeden freien qcm Haut. Also wähle ich die zweitschönste Variante: Zebralook, hier in der Schaufensterscheibe andeutungsweise sichtbar.
Mein Schattenplatz hat einen Nebeneffekt: Ich stehe gaaanz vorne in der Startaufstellung. Der Sprecher verkündet, dass dieses Jahr ein neuer Teilnehmerrekord erreicht wurde und es sein könnte, wenn man nach der ersten Runde hier vorbeikäme, dass noch nicht alle auf der Strecke seien. Ich schaue nach hinten... au weia, will ich von dieser Meute gehetzt werden?
Aber es kommt anders, nach dem Startschuss setzt man sich eher gemütlich in Gang und ich darf das wunderbare Gefühl genießen, mit den ersten 20 auf die noch leeren Wege zu gehen, weswegen mir meine Uhr auch eine wundersame Pace anzeigt. Kein Wunder, nach dem sorgsamen Einlaufen. Als ich nach 1,6 km wieder am Einstiegspunkt ankomme, sind dann doch schon alle auf Tour.
Gegen Ende meiner zweiten Runde merke ich, dass mir anderes Erleben vergönnt ist: Ich laufe von hinten ins das Ende des Feldes (ca. 1700 Läufer/innen) hinein.
Und ab da ist das mit dem eigenen Tempo so eine Sache, denn teils sind die Wege etwas schmal. Ich bin hin und her gerissen zwischen dem Drang, nach vorne zu laufen, oder mir mehr Zeit zu nehmen für all das, was es abends im Zoo zu betrachten gibt.
Auch wenn sich die Tiere nach und nach zurückziehen, so sind doch Düfte und Laute wirklich besonders.
Und so sind zahlreiche Teilnehmer/innen auch eher gemütlich unterwegs, nehmen sich Zeit für Selfies.
Meine Strategie ist, Runden 1 und 2 erstmal zu rennen und ab Runde 3 ein paar Fotomotive einzufangen.
Die Elefanten müssen einfach sein. Leider sinkt aber die Sonne rasch dem Horizont entgegen und viele Bilder sind schlicht zu verwackelt.
Ich hatte mir auch schon beim vorbeilaufen genau überlegt, wo ich ein Selfie von mir und den echten Zebras hinbekomme. Doch leider, die waren schneller im Bett als gedacht :-(
Leider zeigt sich auch nicht das zu kurzzeitiger lokaler Berühmtheit gelangte WM-Orakel des Kölner Zoos. Harry ist wohl noch indisponiert nach seinem Fehltipp.
Dafür klappt das Foto des Drängelgeheges der Gattung Homo Sapiens. Die scheinen aber mit ihren Haltungsbedingungen glücklich. Immerhin ist dies der einzige Punkt an der Strecke, an dem Zuschauer zugelassen sind, zum Wohl der Tiere. Ansonsten befinden sich nur einzelne Wärter/innen im Gelände.
Ich nehme mir bei jeder Passage ein Wasser, das bei der immer noch herrschenden Hitze unverzichtbar ist.
Und ich genieße ein mir ansonsten ziemlich unbekanntes Gefühl: Überholen, überholen, überholen! Das fühlt sich an wie ein Sog nach vorne, es beschwingt und macht selbst müde Beine munter, unglaublich.
DAS müsste dann im September in Berlin mal auch so sein, auf den letzten 10 km ...
Gegen Ende, also nach 21 Uhr, beginnt die Dämmerung und langsam kühlt es etwas ab.
Ich genieße meine letzte Runde und frage mich, was eigentlich passiert, wenn ich einfach weiterliefe? Immerhin darf man bis 22 Uhr im Zoo bleiben.
Aber andererseits schlauchen die Bedingungen dann doch, und so biege ich plangemäß nach 6 Runden ins Ziel ab, wo es diverse Getränke in reichlichen Mengen gibt.
Ich nehme mir eine Fassbrause, einen Fitnessriegel und eine Banane, und mache mich langsam auf den Weg zum Auto. Hoffentlich bleiben genug der gelben Südfrüchte fürs Affenfrühstück übrig...
Am Haupteingang, dem Start, sehe ich weiterhin Läufer/innen ihre Runden drehen.
Mh, vielleicht hätte ich mir diesmal doch mehr Zeit zum Schauen lassen sollen?
Aber immerhin, mit meinen 58 Minuten belege ich erneut den 1. Platz meiner AK, wenngleich das Ergebnis natürlich nicht ganz real ist, bei einem auf Genuss ausgelegten Lauf.
Dennoch, fühlt sich gut an😂
Welche Spezies wohl 2019 das Mottotierchen sein wird? Das diesjährige Eventshirt war jedenfalls orange.
Samstag, 14. Juli 2018
Samstag, 7. Juli 2018
Sportliche Kleiderspende - DIY
Soweit ist es nun schon, dass ich Kleiderspenden entgegennehme, um adäquates Outfit zu generieren...
Könnte man ironischerweise sagen. Doch ganz so schlimm ist es nicht, nur der nähtechnische Ehrgeiz bestimmte mein Handeln...
Die geneigte Leserschaft mag sich noch erinnern, dass ich mir für meine Finishershirts eine neue Nutzung habe einfallen lassen: Link.
Die ersten Werke ließen Wünsche nach "mehr" und "anders" wachsen, doch die Auswahl an Rohmaterial in meinem Schrank war begrenzt. Da kam mir Deichläufer Volkers Abgabeangebot eines ungewollt erlaufenen Shirts gerade recht. Ich hatte auch schon eine Idee...
Kaum wollte ich loslegen, bekam meine Overlockmaschine Schnupfen und ihre Wiederinbetriebsetzung erforderte Zeit und Fachwerkstattbesuch. Doch nun konnte ich im kühlenden Hobbykeller die Nadeln rattern lassen, und traraaaaaa, "Monschau meets Oldenburg" ist vollendet:
Und gleich noch eine weitere Idee, die mir Doris in den Kopf setzte. (da hätte ich auch selber drauf kommen müssen, aber dass nicht zeigt, wie abwegig diese "Verbindung" im wahren Leben ist...)
"Köln-Düsseldorfer-Vereinigung":
Ich spiele mit dem Gedanken, dieses Teil nächste Woche bei einem kleinen 10'er in Köln zu tragen. Überlege aber noch, wie hoch das Risiko der Steinigung sein könnte...
Könnte man ironischerweise sagen. Doch ganz so schlimm ist es nicht, nur der nähtechnische Ehrgeiz bestimmte mein Handeln...
Die geneigte Leserschaft mag sich noch erinnern, dass ich mir für meine Finishershirts eine neue Nutzung habe einfallen lassen: Link.
Die ersten Werke ließen Wünsche nach "mehr" und "anders" wachsen, doch die Auswahl an Rohmaterial in meinem Schrank war begrenzt. Da kam mir Deichläufer Volkers Abgabeangebot eines ungewollt erlaufenen Shirts gerade recht. Ich hatte auch schon eine Idee...
Kaum wollte ich loslegen, bekam meine Overlockmaschine Schnupfen und ihre Wiederinbetriebsetzung erforderte Zeit und Fachwerkstattbesuch. Doch nun konnte ich im kühlenden Hobbykeller die Nadeln rattern lassen, und traraaaaaa, "Monschau meets Oldenburg" ist vollendet:
Und gleich noch eine weitere Idee, die mir Doris in den Kopf setzte. (da hätte ich auch selber drauf kommen müssen, aber dass nicht zeigt, wie abwegig diese "Verbindung" im wahren Leben ist...)
"Köln-Düsseldorfer-Vereinigung":
Mittwoch, 4. Juli 2018
Nummer 291 lebt
DerJuli ist gekommen und obwohl ja viele über die Hitze jubilieren, kann ich ihr nicht so viel abgewinnen. Und Hitzeläufe vemeide ich auch am liebsten.
Also statt langem Lauf wieder Rollerei, die bringt wenigstens Fahrtwindkühlung. Doch am Sonntag kam auch noch extrem böiger Wind hinzu. Als Rückenwind so stark, dass ich im höchsten Gang gar an 31 km/h fahren konnte, noch nie dagewesen!
Dummerweise gab es auch Gegenwindpassagen, die waren dann anstrengend.
Zunächst geht es in Richtung Tagebau. Dort tut Bagger 291 seinen Fans den Gefallen, gleich hinter dem ihm gewidmeten Erklärschild zu posen.
Als kleiner Größenvergleich mag die Raupe dienen, die in der rechten unteren Bildecke sichtbar ist.
Weiter gehts zum Speedway :terra nova. Das Eldorado der Biker, Skater und Läufer ist erstaunlich leer.
Ich nutze einen weiteren Aussichtspunkt, um ein Panoramabild zu erstellen. Da der Tagebauausblick nicht auf eineKuhhaut Aufnahme geht, müssen 3 Bilder kombiniert werden.
Nach diesem Aussichtspunkt folgen 10 km bis auf eine Biegung schnurgeradeaus auf dem Asphaltband.
Am anderen Ende und ziemlich erschöpft vom hier genau von vorne kommenden Ostwind erwartet den interessierten Landschaftsbetrachter ein Erklärding.
Man findet sich wieder im Angesicht des zweitleistungsstärksten Kraftwerks Deutschlands, und zugleich der Nummer 3 in Europa hinsichtlich der Treibhausgasemissionen. (Wiki-Link)
Und der Erklärtext, der die Gedanken der Hierherkommenden beflügeln soll, erzählt von den ":gärten der Technik", "von von Menschen kultivierten und gestalteten künstlichen Landschaften von besonderer Schönheit, ... faszinierende ... Produktionsanlagen ... der Energiewirtschaft, außergewöhnlich beeindruckende ... Tagebaulandschaften..."
Und man denke über die Zukunft nach, steht da auch.
So langsam merke ich, dass der Wind zwar ein wenig Kühlung erzeugt, doch die Sonne einen dennoch kräftig brutzelt. Froh über viele schattige Passagen ellipiere ich entlang der Erft zurück heimwärts, wo ich nach 38,8 km zufrieden das Sofa belagere und den Beinen die von ihnen herbeigejammerte Entspannungsmöglichkeit gebe.
Also statt langem Lauf wieder Rollerei, die bringt wenigstens Fahrtwindkühlung. Doch am Sonntag kam auch noch extrem böiger Wind hinzu. Als Rückenwind so stark, dass ich im höchsten Gang gar an 31 km/h fahren konnte, noch nie dagewesen!
Dummerweise gab es auch Gegenwindpassagen, die waren dann anstrengend.
Zunächst geht es in Richtung Tagebau. Dort tut Bagger 291 seinen Fans den Gefallen, gleich hinter dem ihm gewidmeten Erklärschild zu posen.
Als kleiner Größenvergleich mag die Raupe dienen, die in der rechten unteren Bildecke sichtbar ist.
Weiter gehts zum Speedway :terra nova. Das Eldorado der Biker, Skater und Läufer ist erstaunlich leer.
Ich nutze einen weiteren Aussichtspunkt, um ein Panoramabild zu erstellen. Da der Tagebauausblick nicht auf eine
Nach diesem Aussichtspunkt folgen 10 km bis auf eine Biegung schnurgeradeaus auf dem Asphaltband.
Am anderen Ende und ziemlich erschöpft vom hier genau von vorne kommenden Ostwind erwartet den interessierten Landschaftsbetrachter ein Erklärding.
Man findet sich wieder im Angesicht des zweitleistungsstärksten Kraftwerks Deutschlands, und zugleich der Nummer 3 in Europa hinsichtlich der Treibhausgasemissionen. (Wiki-Link)
Und der Erklärtext, der die Gedanken der Hierherkommenden beflügeln soll, erzählt von den ":gärten der Technik", "von von Menschen kultivierten und gestalteten künstlichen Landschaften von besonderer Schönheit, ... faszinierende ... Produktionsanlagen ... der Energiewirtschaft, außergewöhnlich beeindruckende ... Tagebaulandschaften..."
Und man denke über die Zukunft nach, steht da auch.
So langsam merke ich, dass der Wind zwar ein wenig Kühlung erzeugt, doch die Sonne einen dennoch kräftig brutzelt. Froh über viele schattige Passagen ellipiere ich entlang der Erft zurück heimwärts, wo ich nach 38,8 km zufrieden das Sofa belagere und den Beinen die von ihnen herbeigejammerte Entspannungsmöglichkeit gebe.
Da ich zur Berlin-Vorbereitung natürlich doch laufen muss und nicht laufend auf Elli ausweichen kann, gönnte ich mir gestern einen der verhassten Hitzeläufe. 9 schnelle km wollte der Plan, doch bei 30° am späten Nachmittag lasse ich die Tempovorgabe weg, laufe nur die vorgebenenen km. Während ich in maximal ethisch vertretbarerer spärlicher Kleidung renne (Flattershorts und ärmelloses Shirt) kommt mir eine junge Frau joggend in langer dunkler Baumwollhose und Langarmbaumwollsweater entgegen.
Ich kann gar nicht hinschauen!
Temperaturempfinden scheint wirklich relativ zu sein...
Freitag, 29. Juni 2018
Die Sache mit dem Salztransport - Lifehack
Es ist heiß,
man schwitzt
und verliert mit dem Schweiß auch Salz.
Vor allem bei längeren Läufen muss dieser Verlust ausgeglichen werden. Ich habe bemerkt, dass mir beim Marathon unterwegs ein paar Salztabletten gut tun.
Doch dann kommt die Transportfrage auf.
Die Originalverpackung ist nur wenig größer als ein Filmdöschen (für diejenigen Mitleser/innen, die noch solche Döschen kennen... 😄). Und nähme man die mit, klappert es bei jedem Schritt.
Bisher habe ich mir durch Hineinstopfen von etwas Küchenfolie geholfen, war aber supoptimal.
So brütetete ich schon eine Weile nach einer sinnvollen und vor allem platzsparenden Alternative...
Schlussendlich kam ich auf eine Idee.
Man verschaffe sich einen Textmarker.
Nehme die Abdeckung für die Markerspitze ab. Darin ist noch ein Plastikeinsatz, der kann heraus.
Zudem ziehe man das hintere Ende des Markerkörpers ab. Bei meinem Exemplar war nichts verklebt, eine Zange schaffte das einfach.
Hier wird es schon klarer.
Das hintere Teil passt genau in die Abdeckung und rastet auch ein.
Und schon ist ein minimalstisches Transportgefäß für diese Ladungsmenge Salz entstanden.
Größenvergleich zum Originalbehältnis:
Und durch den Clip kann man den neuen Salzbehälter sogar beliebig an der Ausrüstung anklemmen.
Der Schweiß darf fließen! 😁
man schwitzt
und verliert mit dem Schweiß auch Salz.
Vor allem bei längeren Läufen muss dieser Verlust ausgeglichen werden. Ich habe bemerkt, dass mir beim Marathon unterwegs ein paar Salztabletten gut tun.
Doch dann kommt die Transportfrage auf.
Die Originalverpackung ist nur wenig größer als ein Filmdöschen (für diejenigen Mitleser/innen, die noch solche Döschen kennen... 😄). Und nähme man die mit, klappert es bei jedem Schritt.
Bisher habe ich mir durch Hineinstopfen von etwas Küchenfolie geholfen, war aber supoptimal.
So brütetete ich schon eine Weile nach einer sinnvollen und vor allem platzsparenden Alternative...
Schlussendlich kam ich auf eine Idee.
Man verschaffe sich einen Textmarker.
Nehme die Abdeckung für die Markerspitze ab. Darin ist noch ein Plastikeinsatz, der kann heraus.
Zudem ziehe man das hintere Ende des Markerkörpers ab. Bei meinem Exemplar war nichts verklebt, eine Zange schaffte das einfach.
Hier wird es schon klarer.
Das hintere Teil passt genau in die Abdeckung und rastet auch ein.
Und schon ist ein minimalstisches Transportgefäß für diese Ladungsmenge Salz entstanden.
Größenvergleich zum Originalbehältnis:
Und durch den Clip kann man den neuen Salzbehälter sogar beliebig an der Ausrüstung anklemmen.
Der Schweiß darf fließen! 😁
Sonntag, 24. Juni 2018
Cruisen im Weinberg
Man muss sich auch mal etwas gönnen und seinen inneren Wünschen einfach gelegentlich nachgeben.
Mir war nach nochmaligem Ablaufen der Ahrathonstrecke, einfach so. Und auch wenn ich sonst eher lieber ab der Haustür loslaufe, statt zuvor das Auto zu bemühen, gönne ich mir heute die 35 Autobahnminuten. Mir ist danach.
Daheim steige ich bei wolkigem Himmel ins Auto und erlebe in Bad Neuenahr einen kleinen Schock. Kühle 13 ° und böiger Wind. Da bin ich froh, dass ich vorsichtshalber einen dünnen Windbreaker ins Auto gelegt hatte!
Dessen Reißverschluss schließe ich bis obenhin und brauche eine Weile, bis ich Betriebstemperatur erreiche. Für mein Vorhaben habe ich mir volle Originaltreue vorgenommen. Also Parken am Dahliengarten, wo sich beim Lauf Start und Ziel befinden. Komisch, den nun so läuferleer zu erleben. Alles pickobello aufgeräumt, nichts deutet auf das Event von vor 7 Tagen hin! Außer hier und da aufgespritzte Orientierungspfeile auf dem Boden.
Ich werfe mich also beim Mittagsläuten auf die Strecke und trabe im Wohlfühlmodus los. Ein eigenartiges Gefühl, nun so allein (abgesehen von einigen Rollatorpilot/innen, Wanderern, Radfahrern) auf der bekannten Route unterwegs zu sein. Hat aber auch Vorteile. Bei km 4 fiel mir schon wiederholt ein kleiner Laden für Wohndeko ins Auge, sehr sogar. Dessen Inhaberin immer vor der Tür stand und munter klatschte. Diesmal passt es und ich mache einen Abstecher hinein. Sehenswerte Sachen gibt es. Die Inhaberin ist auch da und als sie erfährt, was ich plane, bietet sie mir sofort ein Glas Wasser an. Sehr nett!
Ich schaffe es nach meiner Runde später nochmals dorthin, um den lokalen Einzelhandel zu fördern 😊
In den Weinbergen ein völlig anderes Bild. Statt fröhlichem Läuferlachen gibt es viel Ruhe, die hier und da von Motorgeräuschen, Motorsägen, Baumaschinen, Minitraktoren unterbrochen wird.
Doch dann, ein vergessenes Souvenir des Laufs:
Leider natürlich ein leeres Versprechen, der VP ist längst abgebaut.
So laufe ich eben einfach durch. Das bringt zudem erheblichen Zeitvorteil, denn dann passiert das, was mein V800 vor einer Woche exakt dokumentiert hat, eben nicht. So sehen Aufenthalte an VPs des Ahrathons aus. Man streicht den Tischen entlang auf der Suche nach Getränk, schaut, wo es was gibt, sucht Fotografierstandorte. Das kostet natürlich Zeit!
Es läuft unerwartet gut. Alle bis auf den letzten Anstieg laufe ich mit erträglicher Mühe hinauf und klopfe mir dafür innerlich ein wenig auf die Schulter.
Ich verlaufe mich zweimal, denn die Pfeile auf dem Boden sind auf den Feldwegen längst verblasst. Daher scheint mir einmal ein Abzweig zu unwahrscheinlich, kann ich aber nach wenigen Metern korrigieren.
Dann folgt eine Wegekreuzung, wo mir keine der Optionen bekannt vorkommt. Ich laufe die erste, nee, zu 100% unbekannt, nur weiter hinten erkenne ich eine Streckenpassage wieder. Aber ich will ja original laufen, also zurück und Option 2 gewählt. Der Weg schraubt sich hoch und hoch und hinter der nächsten Kurve müsste doch.... Ist aber nicht und auch dies war eine Irrung. Also zurück zu Variante 1 die mich zum bekannten Streckenabschnitt führt. Ab da ist die Navigation kein Problem mehr. Dennoch ist es komisch, was man bei 7-maliger Teilnahme nicht wiedererkennt, bzw. nie wahrgenommen hat.
Dieses Gedenkkreuz hier zum Beispiel. Das stand wahrscheinlich schon immer dort.
Dahinter folgt eine Kuppe und der kühle Wind weht mir kräftig entgegen. Da freut man sich, wieder in den Windschatten des Weinbergs eintauchen zu können.
Ein Unterschied zum Event sind die fehlenden Polizisten, die an den Straßenquerungen jedesmal die Autos stoppen, wenn sich ein Läufer nähert. Aber wir sind hier nicht in Köln-City und als umsichtiger Läufer schafft man diese Stellen auch solo.
Eine Gemeinsamkeit von heute und vor einer Woche allerdings fällt mir plötzlich auf:
Keine Zuschauer! Für heute klar, aber beim Lauf selber sind eigentlich auch kaum Zuschauer an der Strecke. Doch das fällt kaum auf, denn die Stimmung im Läuferfeld ist super, und der Wein an den VPs beschwingt ungemein.
Es wundert mich, wie fluffig mein Ausflug heute läuft. Keine Probleme irgendwelcher Art, ja ich laufe sogar 2 km mehr, weil mein Berlin-Plan das verlangt. Gar kein Thema, alles locker.
Nur einen Original-Streckenabschnitt kann ich nicht laufen: Den Kurpark ab km 20. Dazu bräuchte mein eine Kurkarte, und eine solche führe ich nicht mit. Also kehre ich um und nehme einen anderen Weg zum Hotel am Dahliengarten.
Ein komisches Gefühl, ins leere Ziel zu stürmen. Ich verkneife mir daher Siegesgesten, was sollen sonst die Leute denken?
Austraben zum Auto und ein rundum richtig schöner Lauf ist zu Ende.
War meine "Streckenverweilzeit" beim Ahrathon etwas über 4 Stunden, so schaffe ich die 21 km heute in rd. 2:20, und das ohne Gefühl einer Anstrengung.
Was doch zügiges Passieren von VPs so ausmachen kann 😁!
Mir war nach nochmaligem Ablaufen der Ahrathonstrecke, einfach so. Und auch wenn ich sonst eher lieber ab der Haustür loslaufe, statt zuvor das Auto zu bemühen, gönne ich mir heute die 35 Autobahnminuten. Mir ist danach.
Daheim steige ich bei wolkigem Himmel ins Auto und erlebe in Bad Neuenahr einen kleinen Schock. Kühle 13 ° und böiger Wind. Da bin ich froh, dass ich vorsichtshalber einen dünnen Windbreaker ins Auto gelegt hatte!
Dessen Reißverschluss schließe ich bis obenhin und brauche eine Weile, bis ich Betriebstemperatur erreiche. Für mein Vorhaben habe ich mir volle Originaltreue vorgenommen. Also Parken am Dahliengarten, wo sich beim Lauf Start und Ziel befinden. Komisch, den nun so läuferleer zu erleben. Alles pickobello aufgeräumt, nichts deutet auf das Event von vor 7 Tagen hin! Außer hier und da aufgespritzte Orientierungspfeile auf dem Boden.
Ich werfe mich also beim Mittagsläuten auf die Strecke und trabe im Wohlfühlmodus los. Ein eigenartiges Gefühl, nun so allein (abgesehen von einigen Rollatorpilot/innen, Wanderern, Radfahrern) auf der bekannten Route unterwegs zu sein. Hat aber auch Vorteile. Bei km 4 fiel mir schon wiederholt ein kleiner Laden für Wohndeko ins Auge, sehr sogar. Dessen Inhaberin immer vor der Tür stand und munter klatschte. Diesmal passt es und ich mache einen Abstecher hinein. Sehenswerte Sachen gibt es. Die Inhaberin ist auch da und als sie erfährt, was ich plane, bietet sie mir sofort ein Glas Wasser an. Sehr nett!
Ich schaffe es nach meiner Runde später nochmals dorthin, um den lokalen Einzelhandel zu fördern 😊
In den Weinbergen ein völlig anderes Bild. Statt fröhlichem Läuferlachen gibt es viel Ruhe, die hier und da von Motorgeräuschen, Motorsägen, Baumaschinen, Minitraktoren unterbrochen wird.
Doch dann, ein vergessenes Souvenir des Laufs:
Leider natürlich ein leeres Versprechen, der VP ist längst abgebaut.
So laufe ich eben einfach durch. Das bringt zudem erheblichen Zeitvorteil, denn dann passiert das, was mein V800 vor einer Woche exakt dokumentiert hat, eben nicht. So sehen Aufenthalte an VPs des Ahrathons aus. Man streicht den Tischen entlang auf der Suche nach Getränk, schaut, wo es was gibt, sucht Fotografierstandorte. Das kostet natürlich Zeit!
Es läuft unerwartet gut. Alle bis auf den letzten Anstieg laufe ich mit erträglicher Mühe hinauf und klopfe mir dafür innerlich ein wenig auf die Schulter.
Ich verlaufe mich zweimal, denn die Pfeile auf dem Boden sind auf den Feldwegen längst verblasst. Daher scheint mir einmal ein Abzweig zu unwahrscheinlich, kann ich aber nach wenigen Metern korrigieren.
Dann folgt eine Wegekreuzung, wo mir keine der Optionen bekannt vorkommt. Ich laufe die erste, nee, zu 100% unbekannt, nur weiter hinten erkenne ich eine Streckenpassage wieder. Aber ich will ja original laufen, also zurück und Option 2 gewählt. Der Weg schraubt sich hoch und hoch und hinter der nächsten Kurve müsste doch.... Ist aber nicht und auch dies war eine Irrung. Also zurück zu Variante 1 die mich zum bekannten Streckenabschnitt führt. Ab da ist die Navigation kein Problem mehr. Dennoch ist es komisch, was man bei 7-maliger Teilnahme nicht wiedererkennt, bzw. nie wahrgenommen hat.
Dieses Gedenkkreuz hier zum Beispiel. Das stand wahrscheinlich schon immer dort.
Dahinter folgt eine Kuppe und der kühle Wind weht mir kräftig entgegen. Da freut man sich, wieder in den Windschatten des Weinbergs eintauchen zu können.
Ein Unterschied zum Event sind die fehlenden Polizisten, die an den Straßenquerungen jedesmal die Autos stoppen, wenn sich ein Läufer nähert. Aber wir sind hier nicht in Köln-City und als umsichtiger Läufer schafft man diese Stellen auch solo.
Eine Gemeinsamkeit von heute und vor einer Woche allerdings fällt mir plötzlich auf:
Keine Zuschauer! Für heute klar, aber beim Lauf selber sind eigentlich auch kaum Zuschauer an der Strecke. Doch das fällt kaum auf, denn die Stimmung im Läuferfeld ist super, und der Wein an den VPs beschwingt ungemein.
Es wundert mich, wie fluffig mein Ausflug heute läuft. Keine Probleme irgendwelcher Art, ja ich laufe sogar 2 km mehr, weil mein Berlin-Plan das verlangt. Gar kein Thema, alles locker.
Nur einen Original-Streckenabschnitt kann ich nicht laufen: Den Kurpark ab km 20. Dazu bräuchte mein eine Kurkarte, und eine solche führe ich nicht mit. Also kehre ich um und nehme einen anderen Weg zum Hotel am Dahliengarten.
Ein komisches Gefühl, ins leere Ziel zu stürmen. Ich verkneife mir daher Siegesgesten, was sollen sonst die Leute denken?
Austraben zum Auto und ein rundum richtig schöner Lauf ist zu Ende.
War meine "Streckenverweilzeit" beim Ahrathon etwas über 4 Stunden, so schaffe ich die 21 km heute in rd. 2:20, und das ohne Gefühl einer Anstrengung.
Was doch zügiges Passieren von VPs so ausmachen kann 😁!
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