Sonntag, 5. Februar 2023

Wicked_Doppel_Wumms

Ein dickes Brett soll am Wochenende gebohrt werden, 2 Nächte mit je 3 NRFTW-Einheiten, uiuiui. 
Also Freitag Abend kurze Fahrt nach Bergheim, wo Heidrun und ich dieses Wagnis angehen. Ich bin ein paar Minuten zu früh, Zeit genug, uns nochmal virtuell an den Kopf zu fassen, wie verrückt man doch sein kann.
Aber Zaudern gilt nicht, das Wetter ist uns wohl gesonnen, 8°, kein Regen, 0 Uhr gehts los zur ersten Walkingrunde, die wir wiederum quasselnd zackig absolvieren. Geisterstunde ohne Geister.

Danach gilt es, den 3-Uhr-Slot abzuwarten. Der 2'er ginge zwar rechnerisch, aber den habe ich ja schon und Heidrun will ihn sich für vielleicht Rosenmontag aufbewahren.
Wir machen es uns auf den Sofas im Wohnzimmer bequem. Ich bringe ein wenig Schlaf zustande und werde kurz vor 3 Uhr wach, als Heidrun in der Küche werkelt, Espresso muntert auf!

Die zweite Runde folgt. Anfangs fühlt es sich noch ein wenig hölzern an, aber die frische Luft macht bald wieder wach. Identische Runde wie zuvor, doch wenn man quatschen will, macht das eh' nichts. Ein paar Bilder gibts auch.

Ist noch Weihnachten?
Einbrecherabschreckung?
Was wohl hinter dieser geknickten Rose stecken mag...?

3:51 Uhr sind wir zurück und pausieren nur die 90 Minuten Mindestabstand. Kein Schlaf, es gibt immer noch Gesprächsstoff. Und dann müssen wir uns ja auch noch umziehen, denn die dritte Einheit wollen wir laufen.
Heidrun nötigt mir eine Stirnlampe auf, damit ich mir die Rippen nicht gleich wieder breche... Eigentlich wurde auch in Bergheim bereits das elektrische Straßenlicht erfunden. Wahrhaftig ist selbiges in zwei, drei Straßen jedoch arg sparsam dosiert. Auch Gehwege sind teils böse Stolperfallen, vor allem für schon leicht ermüdete Wickedianerinnenbeine...
Die Drillmeisterin zeigt mit dem Finger auf die Uhr, keine Minute zuviel verschenken! 5:25 Uhr sind wir unterwegs und traben mit 6:31 Min/km gemütlich umher, inklusive 15 Höhenmetern!

Die Luft scheint feuchter, wir produzieren teils kleine Atemwölkchen. Dennoch ist es wieder sehr erfrischend. Nach der ersten Runde wenden wir und belaufen sie ein weiteres Mal gegen den Uhrzeigersinn. Das ergibt gleich ganz andere optische Eindrücke und die Illusion einer anderen Strecke.




Die Nacht neigt sich dem Ende zu. Ein Supermarkt ist schon hell erleuchtet, wird gerade beliefert. Eine Bäckerei hat bereits geöffnet und wunderbare Düfte erreichen unsere Nasen. Doch plant Heidrun bereits einen anderen Genuss daheim - ein Bier soll es sein.

Es war eine Nacht der speziellen Art. In jugendlichen Jahren hätte man sich Nächte wohl anders um die Ohren geschlagen, in fortgesetztem Alter kommt man eher auf aberwitzige Ideen.
Gegen 6:30 Uhr bin ich daheim, wo Chris bereits das Frühstück vorbereitet.

Und dann ab ins Bett, Zeit schlafen zu gehen.😴
Dieses war der erste Wumms, und der zweite folgt sogleich. 

Schon in der Nacht zum Sonntag starten wir erneut, diesmal in meinem Viertel, um 1 Uhr bei 6°. Uns erwartet ein Gruß aus der Küche, aus der Wetterküche. Leichter Regen, aber tolerabel. Wir marschieren durch die Straßen. Bald entwickelt sich ein geflügeltes Wort. Heidrun will nicht nur Physis, sondern auch Geist trainieren und versucht, die ihr unbekannten Nebenstraßen mit ihr bekannten Fixpunkten des Ortes zu verknüpfen. So höre ich ziemlich oft "Ach, und da hinten ist dann Edeka!?". Meist muss ich dies verneinen und erläutern, der läge doch in ganz anderer Richtung. Was zur Replik führt: "Ihr habt aber viele Edekas hier!" (Anm.: Wir haben nur EINEN, ich habe nachgezählt!)


Um 4 Uhr folgt die Fortsetzung, wieder eine andere Route, mit noch mehr vermeintlichen Edekas, aber auch dem einzig echten.😄 Es ist diesig-nebelig, regenfrei und nicht viel los unterwegs. Wir können über dies und das diskutieren. 
Interessante Betrachtungssachverhalte: Darf man Falschparker auf Behindertenparkplätzen auf ihr unsoziales Tun hinweisen? Und Hundehalter, die ihren Vierbeiner ungeniert in Kindersandkästen sch..... lassen und dann einfach von dannen ziehen? Ich finde ja, die Drillmeisterin empfindet dies als typisch deutsch und unberechtigt.

Berechtigterweise immerhin sitzt dieser Herr auf dem Vordach einer Gaststätte. Auch wenn er sogar ein Bierchenimitat in der Hand hält, der darf das, als Vertreter rheinisch-karnevalistischer Kultur:


Herr Nubbel verweilt dort, bis er am letzten Tag des Karnevals herabgeholt und grausamerweise den Flammentod sterben wird. Wie jedes Jahr zuvor seine Nubbelvorgänger und wohl noch einige Nachfolger im Amt.

Um 6:22 Uhr startet der Abschluss der zweiten Nacht, eine getrabte Runde. Ich wähle dazu die Rundstrecke des Sindorfer Martinslaufs, ca. 3,3 km lang. Zusammen mit der kurzen Distanz zum Start erfüllen wir mit zweifacher Martinsrunde damit genau die 45-Minuten-Vorgabe.

Martinslaufbild aus 2021

Frühmorgendliches Vogelgezwitscher begleitet uns auf der Route, die zu einen großen Teil den Spazierwegen im Neubaugebiet folgt. Heidrun ersetzt "Edeka" durch ein ihr bekanntes Elektrofachgeschäft, dessen Lokalisierung am Streckenverlauf ihr ganz gut gelingt. 

Kurz nach 7 haben wir es geschafft, der selbst auferlegte nächtliche Doppelwumms ist erledigt, die "läuferische Eiger Nordwand" bezwungen und nun folgen nur noch Slots zu zivilen Zeiten. Einerseits gut, andererseits könnte ich mir vorstellen, mich in der einen oder anderen Nacht doch nochmal auf die nächtliche Piste zu sehnen...
Doch zunächst geht das Sehnen in Richtung bequemer Liegestatt, da ist ein wenig Schlaf nachzuholen...😴

Freitag, 3. Februar 2023

Wicked weiter an Helgoland vorbei

Nach meiner nächtlichen Runde am ersten Challengetag folgt noch am selben Tag ein Abendevent. 

Spontan tun Heidrun und ich uns zusammen und walken eine Runde um 22 Uhr durch Heidruns Viertel. Sie hat sich gerüstet und einen 2,45-km-Rundkurs zusammengestellt, den wir zweimal absolvieren.

Wir kommen sogar an Helgoland vorbei! Was für eine prächtige Aussicht! Wäre wohl nur zu toppen mit einem Syltpanorama (wenn es See sein soll).

Zweimal passieren wir Heidruns Haus. Es war ein wenig Unsicherheit im Spiel, wie wohl ihr Labradormädchen Paula reagieren würde, wenn Frauchen zu seltsamer Stunde entfleucht. Doch sie zeigt sich gnädig. Vielleicht auch wegen digitalem Hundeentertainment - ein Video der Rosenheim-Cops scheint ihr zu behagen. 😄


Lauf 3 absolviere ich am Folgetag um 18 Uhr. Zusätzlich betreibe ich Halsmuskeltraining. Links drehen, rechts drehen, links....rechts ...
Eine neue Haustür soll her und die Auswahl nach Katalog beim Anbieter ist verwirrend. Also kann man ja mal bewusst schauen, was denn in den anderen Häusern so verbaut ist.
Darunter leidet zwar mein Tempo etwas, aber es bringt dennoch Erkenntnisse.
Weitere Beobachtungen finden daher keinen Raum.

Kurzer Schlaf, denn gegen 23 Uhr fährt Heidrun vor.

Dem 23-Uhr-Slot widmen wir uns wieder gemeinsam. Dazu haben wir milde 8°, die fast vergessen lassen, dass ja gerade Februar ist. Schnatternd walken wir durch Sindorfer Straßen.

Uns begegnet ein prächtiger Kater (M.W. sind rothaarige Katzen genetisch bedingt weit überwiegend Kater). Er erinnert mich an den früher in unserem Viertel lebenden Luigi, der regelmäßig bei uns vorbeschaute. 
Dieses Exemplar hat einen Job als Fotomodell. Und den erledigt er professionell!



Heute ist Ruhetag. 
Doch dann sind 2 Nachtschichten angesetzt. Aus logisch und logistisch nachvollziehbaren Gründen hat Heidrun kalkuliert, dass wir an diesem Wochenende sinnvollerweise die restlichen 6 nächtlichen Slots abarbeiten sollten. Was ja eine konstruktive Überlegung ist, wirkt dennoch ein wenig, wie unter der Eiger Nordwand zu stehen. Da habe ich mir ja eine Drillmeisterin angelacht...
Aber wie ist nochmal das Motto der Veranstaltung, "wicked".
Die Suppe ist eingebrockt, nun wird gelöffelt.😉

Mittwoch, 1. Februar 2023

Das Wicked-Trömmelchen ruft

Im Rheinland gibt es einen netten Karnevalsschlager mit der Zeile "Wenn et Trömmelsche jeht, dann stonn mer all parat...". 

Für Läufer frei übersetzt: "Wenn der Aufruf zu "No Rest for the Wicked" erschallt, sind wir am Start!" 
Anfangs tat ich mich etwas schwer mit der Teilnahmeentscheidung. Ist ja doch eine Nummer, 24x zu jeder Stunde des Tages im Februar mindestens 45 Minuten und 5 km zu laufen oder walken. Hinzu kommt ein Skiurlaub, während dessen ich laufverhindert sein werde.

Andererseits, es war ja eine prickelnde Erfahrung letztes Jahr...

Aber je mehr es auf den Februar zuging, umso stärker wurde die Versuchung. Dann bequatsche ich noch Heidrun, die kleinen Herausforderungen auch gern mal zugeneigt ist. Dumm nur, dass mir erst anschließend auffällt, dass ja wegen des Skiurlaubes 2 Wochenenden für gemeinsame Nachtaktionen ausfallen. Man wird sehen, wie das klappt. Als kleine persönliche Einstimmung laufe ich Dienstag Abend nochmals eine kurze "freie" Runde jenseits irgendwelcher Vorgaben, rein nach Gefühl und ohne auf die Uhr zu schauen. Lustigerweise endet die Runde nach fast genau 45 Minuten mit 7,1 km, als wäre die Challenge schon im Gange! Gutes Omen.

Am wenigsten konnte ich mir die Aktionen nach Mitternacht vorstellen. Aber da bin ich flexibel. Als ich jedenfalls diese Nacht um 2 wach werde, brauche ich nur 15 Minuten, um mich zum ersten Slot durchzuringen. Schließlich, je länger ich grübelnd liegen bleibe, umso mehr Zeit und km könnte ich in dieser Zeit zurücklegen!

So leise wie möglich ziehe ich mich an, will ja Chris nicht wecken, der gerade friedlich ein paar Bäume umsägt. Erst ein seltsames Gefühl, aber kaum habe ich 3 Schritte aus der Tür gemacht und weht mir der Wind um die Nase, ist es wunderbar! Erinnerungen an Februar 2022 kommen hoch. 

Ich freue mich, auf das was da in den nächsten Wochen passieren wird! 

Wie damals ist es kurortruhig im Ort. 



Ich marschiere mich warm und sehe lauter Dinge, die vielleicht tagsüber gar nicht ins Auge fallen würden.


Tagsüber tristes Kiesbett mit 2 Flamingos und Palmen, nachts Lichtspiele

Karnevalsdeko im Seniorenheim

Viel Außenbeleuchtung fällt mir auf. War da nicht was mit Energiesparen...? Im nächsten Moment folgt der Gedanke, dass Anfang Februar 2022 die Ursache dafür noch gar nicht präsent war. Mit "Gas- bzw. Strompreisdeckel" hätte man absolut nichts anfangen können. Und die Preissteigerungen in diesem Sektor hätten wir als blanke Utopie abgetan...
Wie sich doch manches in 12 Monaten ändern kann!

Speziell auf die Geräusche von Wärmepumpen möchte ich achten. Auch das war letzten Februar für uns noch gar kein Thema, seit Sommer läuft unsere Bestellung. An einem Haus steht das Modell, das wir bekommen werden. Erfreulicherweise ist es sehr leise, im Gegensatz zu anderen, älteren. Den deutlich höchsten "Brumm-Level" weht jedoch der Westwind herbei, das Geräusch des Tagebaus Hambach. Wenn kein Verkehr durch den Ort fließt, ist es deutlich zu hören.
Gerade bin ich mit solchen Recherchen befasst, schon sind 3 km absolviert. Wie schnell das geht, wenn man mit vielerlei beschäftigt ist! Das Restpensum reicht schon nicht mehr, noch weitere Punkte anzusteuern, an die ich gedacht hatte. Aber da kommen ja noch ein paar Läufe/Walks, 23, um genau zu sein.

Beim Glockenschlag der Kirche um 3 Uhr bin ich auf der Hauptstraße des Ortes unterwegs, Grabesruhe und Einsamkeit. Außer ... da kommt doch auf der anderen Straßenseite ein Jogger gelaufen! Ein älterer Mann, mustergültig gewandet in gelber Warnweste und mit Blinklichtern ausgerüstet, trottet er vor sich hin. Ob das etwa auch ein "Wicked" ist...? Was man nicht alles erleben kann!

Noch hier und da ein Sträßlein begangen und schon stehe ich nach 5,02 km grinsend vor der Haustür. 52 Minuten - da war ich über 5 km letztes Jahr aber schneller! Ok, muss mich ja noch warmwalken 😉
Höchst zufrieden sinke ich in die Federn. 
Neben mir murmelt einer "Und, wie war's?"
Schön!😀

Sonntag, 29. Januar 2023

Im Wald und auf der Höhe

So langsam wird es Zeit, das Frühjahrsmarathontraining einzuläuten. In Überwindung des Himmelsgraus nehme ich mir meine "Berg"-Strecke vor, mit Option auf Verlängerung via Heidenburg (der römische Straßenposten an der Via Belgica). 0°, ich entscheide, nun auch an den Beinen auf zweilagige Läufer-Prêt-à-porter umzusteigen. Allerdings kann ich nach nunmehr vieljährigen Wintertrainings konstatieren, dass sie meine Kälteempfindlichkeit etwas reduziert hat. Früher wäre ich eingepackter gewesen. Scheint ein Trainingsnebeneffekt zu sein.

Phase 1 besteht in der Erstürmung -hüstel- der Fischbachhöhe. 100 Höhenmeter am Stück, check. Die Verifizierung meiner Verlängerungsoption ergibt ein positives Meinungsbild und Einleitung von Phase 2. Statt sachte den Heimweg einzuschlagen, überquere ich die Hochfläche mit den sanft surrenden Windrädern ostwärts, um an ihrem anderen Rand wieder abwärts, in Richtung Heidenburg zu traben.


Theoretisch ist mein Zwischenziel nur 1 km Luftlinie entfernt. Da die bewaldete Hügelflanke aber eine Direttissima nur wesentlich wagemutigeren Typen erlaubt, muss ich eben die fast 4 km Umweg auf Waldwegen nehmen. Passt, ich will ja sowieso Kilometer sammeln. 
Völlig einsam und ruhig ist es wieder in diesem Areal. Ungewollt scheuche ich ein Reh auf, das den Weg vor mir quert. Hier und da ertönen Vogelrufe.

Nach 10 km erreiche ich den Römerposten. Ist schon interessant zu wissen, was sich dort unter den markanten Erdwällen verbirgt. Es wäre zu reizvoll, hier etwas zu finden, eine kleine Scherbe würde mir ja schon reichen. Man müsste glatt mal ein Schäufelchen mitbringen...
Aber nicht heute. Hier in diesem schattigen Waldbereich ist es gefühlt noch kälter als auf der Höhe. Meine Gesichtszüge fühlen sich an wie eingefroren. Was mich auf die Fragestellung bringt, ob die Römer hier im germanischen Wald etwa in ihren Riemensandalen ausharren mussten, oder ob sie auch eine Art Winterausstattung hatten? 


Auf dem Kamm des Walls
Noch anderes finde ich diesmal. Die Reste eines Schneemanns. 
Das zweite Bild könnte fast suggerieren, er wäre vom Hochsitz aus erschossen worden...


Nach 19 km komme ich ermattet aber zufrieden daheim an. Wochenbilanz 55,5 km, guter Einstieg.

Gassigänger sind mir kaum begegnet. A propos, dazu haben wir eine Art läuferische Fortbildung besucht. Vergangene Woche gastierte Martin Rütter in Düren. Ein erquicklicher Abend mit manchen sehr humoristisch, bisweilen aber auch nachdenklich verpackten Lerninhalten zum Thema Hund und Mensch. Auch ohne Hunde lernt man was.😄


Und dann steht ja der Februar an. Und damit wieder die völlig beknackte und gerade deswegen reizvolle "No Rest for the Wicked"-Challenge: Link. Es kostet mich zwar ein wenig Überwindung, aber dann ist die Anmeldung erledigt. Es wird speziell herausfordernd, denn im Februar gehen einige Tage Skiurlaub ab. Laufen um das Berghaus auf dem Männlichen ist schlichtweg nicht möglich.
Um mich etwas einzustimmen, führe ich mir nochmals Wigalds Bonings sportliche Er- und Bekenntnisse rund um seinen Einstieg ins Laufen und andere sportliche Aktionen zu Gemüte. Sehr witzig. Und wenn man seine Aktivitäten da so erfährt, dagegen ist NRFTW ja noch Kindergarten. Empfehlenswert.

Mittwoch, 25. Januar 2023

Fifty Shades of grau

Es gibt Tage, da muss man sich echt überwinden, rauszugehen. Ich jedenfalls. Zumal, wenn es draußen so grau ist, wie ein Teil der eigenen Seelenlage sich anfühlt. Allerdings: Jammern auf hohem Niveau. Weil ich Montag wieder in den Alltagstrott des Jobs eintauchen darf.

Dabei hatte ich mich gerade so an die wunderbare Leichtigkeit des arbeitsbefreiten Daseins gewöhnt😊. Lange ausschlafen. Spontan entscheiden, wie der Tag gefüllt werden soll. Ich hatte mir sowieso unlängst einen gemütlichen Leseplatz unterm Dach hergerichtet, wo ich mich aktuell der Kriminalliteratur hingebe, in akustischer Darreichungsform. Eifelkrimis von Jaques Berndorf, vorgelesen von Dietmar Bär (genau, Kommissar Schenk aus dem Kölner Tatort) und Günter Lamprecht. Welch ein Genuss, sich stundenlang am Stück auf Mörderjagd begeben zu können.

Außer wenn mein neuer Lieblingsplatz besetzt ist. Von der Maitresse meines Mannes...😕


Ok, dann gehe ich eben laufen. In den Grauschattierungen des heutigen Tages.


Im Nachbardorf bin ich überrascht und entsetzt zugleich. Überrascht von einer frisch bemalten Mauer. Entsetzt, weil das wohl die Friedhofsmauer ist... Nun gut, wir sind im Rheinland, da ist das FC-Anhängertum weit verbreitet. Doch dann sehe ich, dass ich auf die Distanz einer optischen Täuschung erlegen bin, es ist die Mauer eines Gartens, der noch vor dem Friedhof liegt.




Ich gönne mir eine etwas längere Runde, die mich in Bergheim an einem renaturierten Stück der Erft vorbeiführt. Fast schon mystisch wehen Nebelschleier über dem Wasser. Die Erklärung ist banal: Ein Stück weiter wird wärmeres Grundwasser eingeleitet, das eben bei 0° portionsweise seinen Aggregatzustand wechselt.





Die 15 km laufen sehr gut und locker. Ein guter Start ins demnächst wieder beginnende richtige Training. 

Und die paar Wochen ab Montag werde ich auch noch hinbekommen. Im Februar gehts noch in Skiurlaub, dann ist ja quasi schon März. April und Mai die letzten vollen Monate meines Arbeitslebens und schon im Juni wird es heißen "Tschüß Büro, hallo personal quality time forever". Was für Aussichten.😁