Montag, 26. Februar 2024

Murks zieht Murks an

Manchmal kommts ein wenig dicker als sonst.

Ich hatte mich ja damit abgefunden, dass der Skiurlaub für mich ausfällt, wegen der Versorgung unserer kranken Katze (der es inzwischen blendend geht, aber die Therapie läuft noch ein paar Wochen). Da die Hotelbuchung nicht storniert werden konnte, fuhr Chris allein und versorgte mich zumindest optisch mit winterlichen Impressionen von der Region Grindelwald-Wengen-Eiger-Mönch-Jungfrau.

Dann kam am Montag mein Sturz mit Lädierung der rechten Hand. Ärgerlich, ich schone mich, wie vom Doc angeordnet.

Mittwoch entdecke ich plötzlich einen Wasserfleck unter einem Heizkörper im Hobbyraum... der ist wohl undicht. Installateurfirma bestellt. Diagnose: Innen ein rostbedingtes Leck, neuer Heizkörper muss her. Der wird auch am Folgetag geliefert und montiert. Prima.

Einen Tag später, am Freitag, komme ich in den Keller und wähne mich in einem Alptraum: Im Flur sind einige Liter einer schwarzen Flüssigkeit aus einem anderen Heizkörper ausgelaufen. Glück im Unglück: Der Baumwollteppich (früher mal hell-bunt) hat das meiste aufgesaugt. Die Wärmepumpe hat intelligenterweise den Murks bemerkt und ihre Arbeit eingestellt, so wurde vermutlich wirklich schlimmes vermieden (im ganzen Haus kreisen um die 250 l Heizungswasser).

8 Katzenpfötchen haben begonnen, das Schwarze schon munter die Kellertreppe hinauf ins Wohnzimmer zu transportieren...



2 Stunden später war ein Mitarbeiter der Installateurfirma da, setzte kurz den Wasserkreislauf in Gang und schon konnte man erkennen, dass auch dieser Heizkörper sich wohl aus falsch verstandener Solidarität spontan zur Durchrostung entschieden hat. Nicht nur Tröpfchen, sondern gleich einen Mini-Wasserfall kommt unten raus. Also den Heizkörper abmontiert. Da das nun ein Fall für die Versicherung wird, wird die Montage eines neuen ein paar Tage warten müssen.

Die Wärmepumpe zeigte immer noch eine Störung an, doch der Fachmann meinte, er habe ja nun den Schaden behoben, Wasser nachgefüllt, die Meldung habe also keine Bedeutung. Bei der nächsten Wartung der Anlage könne der Kollege die Meldung dann wegschalten, er sei da nicht so fit in dieser Technik.
Ich ärgere mich jetzt noch, dass ich nicht insistiert habe... 
Jedenfalls wird es kühl im Haus. Auch das Heißwasser ist bald nur noch Lauwarmwasser.
Bevor es in Kaltwasser übergeht, gehe ich noch rasch auf eine Laufrunde um danach eine erfrischende Dusche mit 37° warmem Wasser haben zu können.

Am nächsten Tag, Samstag, erreiche ich endlich den Installateurs-Notdienst. Ein junger Monteur kommt und mit einem Wärmepumpen-versierten Kollegen am Smartphone gelingt es, die Technik wieder in Gang zu setzen.
Die schlussendlich erfolgreiche Methode? Ich kann es kaum glauben. Einfach die Sicherung mal kurz rausgenommen und schon fährt sich alles von selber wieder hoch. Hat da etwa Microsoft die Finger mit drin?

So beschwingt nehme ich mir am Sonntag einen Tempodauerlauf vor. Möchte dazu zumindest teilweise meine 2-km-Stammrunde hinterm Viertel nutzen. Doch die ist ja eigentlich wegen Bauarbeiten für Fußgänger und Radfahrer gesperrt (siehe Foto). Aber wir sind im Deutschland des 21. Jahrhunderts und da ist es nicht mehr ganz so weit her mit der Folgsamkeit. Rentitenz ist das neue Zauberwort. Es ist ein größeres Stück Weg abgesperrt, damit eine neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer dort wie ein Puzzle ausgelegt und zur Montage vorbereitet werden kann. An 5 auseinander liegenden Stellen sind Bauzäune als Sperrung aufgestellt. An allen 5 sind schon Elemente verschoben um Durchgänge zu schaffen. Um das Riesenpuzzle wird ein Trampelpfad erkennbar.

Ja wenn das so ist ... kommt es auf mich auch nicht mehr an. Ich trabe zuerst 4 Runden dort und dann noch durch den Ort. Wundersamerweise läuft es sich besser als an anderen Tagen. Es macht Spaß und das Tempo kommt von selber. Nach 17 km kann ich eine wieder heiße Dusche genießen.
Nur die Hand mosert rum, war wohl etwas viel in dieser Woche. Da muss dann der Doc nochmal draufschauen.

Ich hoffe auf eine nun entspannte Woche ohne neue Zwischenfälle.

Mittwoch, 21. Februar 2024

Wicked - Die Pflicht ist erledigt

So weit ist es schon, mir gingen die Slots aus. Für den langen Lauf des Wochenendes wäre mir nur das 23-Uhr-Zeitfenster geblieben. Doch dann wäre es mir erstens zu dunkel und zweitens war der schon anderweitig geplant.

Also laufe ich "slotlos" durch die Gegend und versuche, mir die Trübnis des Wetters schönzulaufen.


Nilgänse im Rheinland, an einer Riesenpfütze im Acker:


In Gedanken versunken zu traben kann gewisse Gefahren bergen, vor allem, wenn man die Füße nicht ausreichend hoch vom Boden hebt. Schneller als ich denken kann haut es mich auf einem Radweg zu Boden. Kurzer Check, außer Schmutz am Bein scheint alles ok, also weiter.
Am altbekannten Wegekreuz hat sich etwas verändert. Wer findet den Unterschied:

Februar 2024

November 2023

Welch ein Jammer. Doch anscheinend war der malerische alte Baum nicht zu retten.


Immerhin, der nette Brief vom November liegt noch dort, wenn auch inzwischen wetterbedingt kaum noch lesbar, begleitet von einem LED-bestückten Grablicht.


Ich habe Glück und bleibe bis auf ein paar Nieselregentropfen von weiterer Nässe verschont. Dennoch fallen mir die 25 km schwer.


Weniger Glück hatte ich wohl in anderer Hinsicht. Die rechte Hand meldet sich wegen des Sturzes später nachdrücklich. Beim Wäscheaufhängen schießt mir plötzlich ein Schmerz hinein, dass mir davon übel wird. Die Nacht ist weniger von Schlaf gekrönt.
Am nächsten Tag begebe ich mich zum Orthopäden. Röntgen ergibt, dass keiner der größeren Knochen der Hand gebrochen ist. Aber es gibt da in der Handwurzel diverses Kleinzeugs. Dort lässt sich ein Bruch nicht wirklich erkennen, aber auch nicht ausschließen. An einer Stelle tut es bei der Untersuchung jedenfalls mächtig weh. Nun ziert ein Salbenverband die Hand und nächste Woche ist Kontrolle angesagt. Bis dahin soll ich die Hand schonen. Solcherart gehandicapt merkt man erst, wie oft man doch die rechte Hand benötigt. Nun muss vorübergehend vieles mit links erledigt werden.

Aber gehen geht ja, schließlich ist der letzte Slot nicht im Handstand geplant.

Tag 15, Slot 24, 23 Uhr

Der letzte Einsatz des NRFTW-Pflichtprogramms soll dann bei Heidrun stattfinden. Also auf nach Bergheim, wobei ich nun das Auto notgedrungen überwiegend mit links lenken und schalten muss. Irgendwie klappt das. 
Wir marschieren zackig in einen ruhigen Spätabend hinein. Hier und da gibt es was zu sehen und zu rekapitulieren, was früher alles anders war in diesem Stadtteil. Was sich geändert und was gehalten hat. Ja, in fortgesetztem Alter kommt da einiges zusammen...😏




Und dann sind auch die 5 km bzw. 50 Minuten vorbei und alle Pflichtslots einmal rund um die Uhr brav abgehakt.
Darauf ein Gläschen Mitternachts-Schaumwein! Nett war es und wieder einiges erlebt. Muss jetzt nicht jeden Monat sein, aber einmal im Jahr eine schöne Herausforderung.


Natürlich möchte ich nicht die hier wiederholt geäußerten Wünsche ignorieren und habe mir am folgenden Morgen demzufolge ein kleines persönliches Schmankerl in Form eines Spezialfrühstücks im Hofcafé gegönnt.


Geröstetes Roggenbrot mit Avocadocreme, Frischkäse, Tomatentatar, Salat und Spiegelei

Ich lese mir dabei gemütlich nochmals die Posts des diesjährigen Februars durch und kann schon eine Erkenntnis aus meinen NRFTW-Beobachtungen ziehen: Kostete der Sprit am 2.2. noch 1,76 EUR, sind nun 1,90 EUR fällig. Freie Marktwirtschaft.

Das Ambiente im Gastraum ist sehr heimelig, aber ich wollte die anderen Gäste nicht mit Fotografieren behelligen. Dafür ein paar Eindrücke vom Outdoor-Bereich:







Samstag, 17. Februar 2024

Wicked macht Psycho

Tag 12, Slot 19, 21 Uhr

Veilchendienstag. In meinem Ortsteil ging am Nachmittag der Kinderkarnevalsumzug.

Wie immer, hinterlässt das Event ein übles Bild auf den Straßen. Ich überlege, ob man nur anhand der Hinterlassenschaft den Zugweg erkennen kann.

Yes you can.









Abseits ist es aber wenigstens ruhig und aufgeräumt wie immer.



Tag 13, Slot 20, 0 Uhr

Auftakt zu einer erneuten Hard-Core-Session mit 3 Slots. Heidrun fährt pünktlich vor und wir stürzen uns in die ruhige Nacht. Für mich läuft es besser als gedacht, Müdigkeit passé, schnell sind die 45 Minuten herum.




Tag 13, Slot 21, 2 Uhr

Eine Mini-Challenge ergibt sich von selbst: Wo war doch gleich früher der Mini-Bahnhof des Ortes? Heidrun sieht ihn vor ihrem geistigen Auge bei einer Unterführung, hinter der dann gleich Autohändler gewesen seien.
Ich weiß, wo die Stelle war, bin selber noch dort in die Bahn eingestiegen. 
Also walken wir dorthin. Doch dann passt die Realität nicht ganz zu Heidruns Erinnerung, die Unterführung ist zwar da, Autohändler gäbe es aber nur ein Stück weiter weg.
Auch so bekommt man 45 Minuten herum.

Zu verschenken, 2 bunte Dosen
Tag 13, Slot 22, 4 Uhr

Genauer: 4:46 Uhr starten wir, wollen ja den 90-Minuten Mindestabstand zwischen 2 Slots einhalten.
Für den Lauf wählen wir erneut die Route des Sindorfer Martinslaufs. Die kann man abtraben ohne sich groß Gedanken zu machen. Vogelgezwitscher begleitet uns, schöne Frühmorgenstimmung.





Daheim noch schnell die Fütterung der Fellnasen und ab ins Bett. Plötzlich steht Chris vor mir, "Du musst noch einen Kilometer!". Huch!!! Ich setze mich auf, blicke auf die Uhr, 8:48 Uhr. Und realisiere langsam, dass ich das wohl nur geträumt habe... Mein müder Geist erkennt mit etwas Verzögerung, dass das ja gar nicht sein kein und ich sinke wieder in die Federn.
Ja, NRFTW geht anscheinend auf die Psyche... 😆
Als später dann der Wecker in echt klingelt, steht ein spannender Tag bevor, erste Kontrolluntersuchung unseres kranken Katers. Herrlich, das Blutbild zeigt, dass seine teils krassen Werte nun im grünen Bereich liegen oder auf dem Weg dorthin sind. Wunderbar, so darf es weitergehen!

Tag 14, Slot 23, 6 Uhr

6:57, gerade noch rechtzeitig im Slot laufe ich nach einem Pausentag los. Es ist dunkel und wegen des Samstags auch noch ruhig draußen.
Doch halt, an ein paar Stellen ist jeweils schon Betrieb. Diese kündigen sich sogar an, durch gewisse Düfte in der Luft...  Das ist gemein, da würde man am liebsten ja gleich einkehren und sich an frischem Brot und Kaffee laben. Aber nix da, noch ist die Challenge nicht gebacken. 😉


Langsam wird es hell, leider ohne Morgenrot. Der bewölkte Himmel mag heute keinen Sonnenaufgang á la carte servieren.



Seltener Anblick: Geschlossener McDonalds. Noch nichtmal Frühstücksdüfte.


Eine nette Begegnung. Neugierig und etwas vorsichtig-ängstlich beäugt mich eine stattliche Katze. Doch es gelingt mir, ein wenig ihr Vertrauen zu gewinnen, so dass sie näher kommt und mich begrüßt, bevor sie dann zu ihrer wohl heimischen Haustür trottet und auf Einlass wartet.


Unsere beiden haben noch keinen Freigang, sehnen mich aber herbei. Nun ja, wohl eher weniger mich, als vielmehr die zu erwartende Fütterung. Das sind die Momente, wo man sich von ihnen geschätzt fühlen darf. 😂


Damit ist NRFTW 2024 schon fast gelaufen. Nur noch ein Slot. Der wird würdig kommende Woche begangen!


Montag, 12. Februar 2024

Wicked weiter durch Matsch, Regen und Dunkelheit

Tag 7, Slot 11, 16 Uhr 

Schietwetter, würde man in Norddeutschland sagen. Es ist kalt geworden, 3° und der Regen pladdert.

Ich raffe mich trotzdem auf, ein Stündchen lockerer Trab sollte drin sein. Mich motiviert der verlockende Gedanke, wenn man nachher ins Warme kommt und sich entspannen kann....


Tag 8, Slot 12, 8 Uhr

Weiberfastnacht im Rheinland. Ich kann hier und da die ersten Vorbereitungen ausmachen. Bunt Verkleidete machen sich per Bahn auf ins Epizentrum nach Köln. Sie werden wohl ziemlich nass werden. Später wird man vernehmen, dass wegen des Wetters erfreulich wenige Einsätze von Polizei und Rettung notwendig waren.

Ich habe eine besondere Motivation. Mir fällt in den Straßen auf, dass viele Mülltonnen draußen stehen. Das wäre auch bei unserem Müllsammelgefäß eine sinnvolle Maßnahme. Ich sehe die Müllwagen herumfahren und nehme mir vor, so schnell zu walken, dass ich noch rechtzeitig unsere Tonne herausstellen kann. In unserem Viertel höre ich schon den sich nähernden Wagen. Doch da der ja viele Stops zu absolvieren hat, habe ich eine Chance ... und kann sie nutzen. Gerade noch rechtzeitig rolle ich das graue Behältnis an die Straße. Und erreiche so eine Walkingpace von 9:22 Min/km.



Tag 8, Slot 13, 19 Uhr

Konnte ich morgens noch das Karnevals-Warm-up beobachten (11.11 Uhr geht es traditionell los), sind es nun die abendlichen Ausläufer des Events. Schon ein gutes Stück vor der größten Gastwirtschaft unseres Ortes schlägt mir Bierdunst entgegen. Dort wird seit Jahren das Haus an diesem hohen Feiertag verschlossen und stattdessen der ganze Parkplatz mit Festzelten zugebaut. Die sind leichter zu reinigen hinterher. Man kann hier und an anderen Hotspots im Ort gute Fallstudien zu den verschiedenen Stadien auf dem Weg zur Schnapsleiche anstellen.
Doch daran ist mir weniger gelegen. Ich marschiere zackig durch die Straßen des Ortes und treibe eher Studien zu den vor manchen Häusern aufgebauten Sammlungen für die Sperrgutabfuhr am nächsten Tag.
Während ich nur mit den Augen schaue, sind andere Spezialisten dabei, die Haufen nach Verwertbarem zu durchforsten.
Es ist erstaunlich warm gegenüber dem Vormittag, 11°.





Tag 9, Slot 14, 14 Uhr

Ich möchte den Lauf auf meine Standardlaufrunde ums Feld hinter unserem Viertel legen. Die ist fast genau 2 km lang und bietet sich an, wenn man einfach nur stumpf vor sich hin traben möchte, rundherum und rundherum und rundherum.


Doch heute werde ich jäh aus meinem kontemplativen Laufrhythmus gerissen. Ein Weg des Carrés ist gesperrt.


Also folge ich der Umleitung, stehe dann am anderen Ende des gesperrten Wegs.


Bei genauerer Betrachtung wird klar, hier werde ich länger nicht mehr laufen können. Die bisher vorhandene Holzbrücke ist restlos verschwunden. Kaum ist man mal ein paar Tage nicht im angestammten Terrain unterwegs, schon passiert sowas!
Ich bin gespannt, wie lange der Neubau braucht.



Tag 10, Slot 15, 1 Uhr

Die erste Hard-Core-NRFTW-Nacht steht an. Heidrun und ich haben uns 3 Slots, jeweils nur getrennt durch die vorgegebenen 90-Minuten-Abstände, vorgenommen. 

Ich habe nur wenig geschlafen. Punkt 1:01 Uhr marschieren wir los. Nach wenigen hundert Metern kommt uns eine Gruppe gröhlender Besofskis entgegen. Wir wechseln vorsichtshalber die Straßenseite. Als wir den S-Bahn-Haltepunkt passieren, scheint gerade eine Bahn angekommen zu sein. Bunt kostümierte Nachtschwärmer machen sich auf den Heimweg, alle friedlich. Uns führt der Weg weiter durch ruhige Wohnviertel und die 45 Minuten gehen schnell vorbei. 11°, angenehm.


Tag 10, Slot 16, 3 Uhr

Ich habe wiederum nur kurz gedöst, bis Heidrun erneut vorfährt. 3.24 Uhr sind wir wieder "on the road" zu unserem zweiten Nachtmarsch, diesmal durch ein jüngeres Neubaugebiet. Es ist sehr ruhig und mit 8° etwas kühler. Ich spüre jedenfalls eingangs leichtes Frösteln, das sich bald legt. Auch flottes Walken macht warm.



Tag 10, Slot 17, 5 Uhr

Unsanft weckt mich der Klingelton des Handys nach weniger als 60 Minuten Schlaf. Mir ist kalt. Und jetzt wieder raus? Und auch noch laufen?! Na gut, ist so Teil der Challenge und auch mit Heidrun abgemacht. Da fällt Liegenbleiben aus.

Wir nehmen uns die Route des Sindorfer Martinslaufs vor, der über eine Runde von je 3,4 km führt. Knapp 2 Runden sollten wir schaffen.


Mir ist immer noch kalt und ich renne entsprechend zackig los, was mir leichten Protest von Heidrun einbringt. Sobald mir warm ist, ist auch gemäßigteres Tempo gut. Doch dann ist Heidrun auf Touren gekommen und legt ihrerseits teils ein ziemlich zügiges Tempo vor. Oder mir kommt es nur so vor, denn ich bin müde.
Obwohl erst Mitte Februar ist, dringt Vogelgezwitscher dringt an unsere Ohren, erste Gassigänger sind auch schon unterwegs.


Auch wenn wir Stirnlampen tragen und der Spazierwegteil des Rundkurses relativ gut beleuchtet ist, unterschätze ich eine Pfütze. Genauer: Ich umlaufe zwar die Pfütze und weiche über die Rasenfläche aus. Doch wie sehr auch dieser verschlammt ist, merke ich erst, als mein Fuß in saftigen Untergrund sinkt.
Daheim im Hellen kann ich das Ausmaß dieses einen Fehltritts in Augenschein nehmen. Shit happens.
Ist mir aber dann auch egal. Noch schnell die Fellnasen versorgen, duschen, Rollläden herablassen und dann falle ich in tiefen Schlaf. 
Frühstück gegen 13 Uhr hatte ich lange nicht. 😂 Den Rest des Tages verbringe ich überwiegend in der Horizontalen. Man, bin ich geschafft.

Eigentlich wollte ich am Folgetag meinen langen Lauf einschieben. Doch ich fühle mich immer noch schachmatt wie nach einem Marathon. Ja, man ist halt keine 20 mehr..., also Zeit für einen Pausentag.

Tag 11, Slot 18, 9 Uhr

Das Wetter ist besser, als der Wetterbericht es angekündigt hatte. Kein Regen, nur sanfte Brise, 7° beim Start, prima.


Im Nachbardorf hat schon unverkennbar der Karnevalsumzug stattgefunden. Das Festzelt in der Dorfmitte wird aber wahrscheinlich noch weiter die Straße in Beschlag nehmen.



Ich halte mich lieber etwas abseits auf ruhigen Wegen auf.




Und wieder fast ein Pfützenmalheur. Zwar war die kleine Brückenunterführung des Rad- und Fußweges abgesperrt, aber das stört doch keinen Sportsgeist! Also munter um die Barriere herum. Kann ja nicht tief sein, der Schlamm dort. Tief ist er auch nicht, aber morastig, weich und sehr glitschig. Ich balanciere durch die schwierigsten Stellen, bääääh-iiiihhh (Im Bild die tiefen Tapser links sind meine).😕😮😲


Es folgt noch eine weitere Sperre an der nächsten Brücke. Diese respektiere ich dann doch lieber. 😏


Um auf meine angepeilten 23 km zu kommen, durchstreife ich noch kurz einen weiteren Ortsteil. Hier bereitet man sich auf den später anrollenden Karnevalsumzug vor. Kneipen, Gaststätten, Privatleute rücken Lautsprecher vors Haus, Biertische, Getränke, Luftballons, eben alles was das Karnevalistenherz höher schlagen lässt.
Auch wenn das Wetter heute dem rheinischen Brauchtum hold ist, bin ich froh, dass ich zu diesem Zeitpunkt daheim die Beine ausstrecken kann.

Noch 6 Slots, 3 davon erneut als Nacht-Session...