Sonntag, 29. März 2026

Auf der Suche nach dem grünen Zweig

Ja wo ist er denn, dieser grüne Zweig...?

Läuferisch komme ich irgendwie nicht in die Gänge. Einerseits von den Kilometern her, bis Ende März werden es nur knapp 270 sein. Aber was mich mehr nervt, dass es nur Plackerei ist, kein gutes altes Laufgefühl.

Keine Ahnung, woran das liegt. Ok, erst die Daumenverletzung, dann ein doofer Infekt bremsten mich vorübergehend aus. Ich laufe 3x pro Woche meist 10 km. Da sollte sich doch langsam wieder eine gewisse Fitness einstellen.😒 Dennoch klassifizierte meine Polar mein Training in den letzten 2 Wochen als durchgehend "überfordernd". Zur Krönung entsprach dies genau meinem Laufgefühl. Keine Power, Puls zu hoch.

Ein wenig hilft es, mit anderen zu laufen, zum Beispiel freitags in einer Dreierrunde. 


Eine wunderbare Erfahrung, wenn man sich dann bei Regen, Wind und Kälte am Treffpunkt einfindet und alle sich einig sind, dass man ohne den gemeinsamen Termin auf dem heimischen Sofa geblieben wäre! Praktisch auch, wenn man so ein wenig mehr gefordert wird, als man sich selber gegönnt hätte. Man weiß ja, Besserung der Fitness erfordert das Setzen von Reizen... soweit die Theorie.
Setzt man aber die Reize zum falschen Zeitpunkt, geht es statt aufwärts eher abwärts.
Vielleicht liegt es daran?
Oder an diesem und jenen, was man so durchzuziehen hat. Handwerker und deren Kommunikationsverhalten oder Behördenkram beispielsweise.
Sorgen machte auch unser Kater, der eine Zahnsanierung brauchte, erst 4 Jahre und nun schon 8 Zähne raus. Wenigstens sind die vorderen erhalten, er könnte also noch lückenlos lächeln, wenn er wollte. Derzeit müssen wir ihm täglich das Mäulchen spülen. Wozu er natürlich keine Lust hat und bei Mensch und Tier bei der Prozedur die Nerven strapaziert werden. Immerhin hat er sich schon gut erholt und sein Appetit ist prima. Besser als vor 2 Jahren, als er gleich anschließend nach der ersten Zahnsanierung FIP entwickelte, eine tödliche Krankheit, die man allerdings mit viel Aufwand in den Griff bekommen kann. 

Heute habe ich bewusst wie ganz am Anfang trainiert, 10 km immer schön nach Puls. Der dann auch brav unter 135 blieb. Dass damit die Pace  bei 6:45 Min/km lag, stört mich derzeit nicht. Ausdauertraining statt Tempo ist mein Ziel.
Ich bin jedenfalls froh, zu keinem Lauf angemeldet zu sein, da würde mir diese Situation doch arg Kopfweh machen. Aber so, laufe ich eben vor mich hin bis es besser wird.

Ein anderes Ziel konnte ich allerdings erreichen. Vor vielen Jahren las ich einmal von einem Künstler, der WÄHREND des New York Marathons als Teilnehmer kleine Skizzen machte. Das war 2011, da stand mir mein erster Marathon erst noch bevor! Ich fand seine Aktion schon damals klasse. Nun stieß ich endlich auf die komplette Bildersammlung im Netz! Köstlich anzuschauen, beginnend mit den Sorgen eines Läufers mit dem Klingeln des Weckers, über Gedanken in der Startaufstellung, einem Bananendrama unterwegs und netten Beobachtungen in der Läuferschar. Aus meiner zwischenzeitlichen Erfahrung zum Thema zeichnen kann ich angesichts der vom Künstler gewählten Kombination aus laufen UND zeichnen nur den Hut ziehen! Wen interessiert da seine Zeit von etwas über 6 Stunden, geschenkt.

Ein kurzer Erläuterungstext: Link, (allerdings funktioniert der dortige Link zu den Skizzen nicht mehr) Aktuell stehen die gesammelten New-Yorker-Marathon-Werke hier: Link, sehenswert!

14 Kommentare:

  1. Oh wow, diese Marathon-Skizzen sind wirklich grossartig! Sie treffen den Moment so gut - und diese Beobachtungen! Sogar Sandalenläufer, herrlich 😄

    Aber jetzt zu dir, liebe Elke: 270 km sind eine absolut solide Basis! Ich kenne das nur zu gut, wenn die Uhr plötzlich zur Oberzicke wird - ich hatte das vor zwei Monaten auch. Selbst nach einem Wettkampf kam ein trockenes „unproduktiv“... da fragt man sich schon. Einfach dranbleiben! Irgendwann kippt es wieder und plötzlich passt alles: Körper, Gefühl, sogar die Uhr.

    Dein Ansatz mit Puls unter 135 ist genau richtig, so baut man das sauber wieder auf.

    Und diese gemeinsamen Läufe... erst Widerstand, dann Dankbarkeit. Immer wieder 😄

    Weiter so und ganz liebe Grüsse aus dem abendlichen Cape Town!

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    1. Liebe Catrina,
      ja nicht wahr, ein tolles Projekt. Und diese Sandalen!
      Doris meinte schon, wir koppeln deine Uhr und meine, und der Mittelwert stimmt dann. ;-) Sonst habe ich das auch immer als Scherz genommen. Aber momentan passt es halt, leider. Genau, dranbleiben, man kennt doch solche Hochs und Tiefs. Nehme ich eben einen Gang raus.
      Danke und liebe Grüße aus dem kalten Rheinland!
      Elke

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  2. Liebe Elke,

    die schönste und wirklich beeindruckende Zeichnung ist meiner Meinung nach die trinkende Taube oben im Beitrag. Welchem herausragenden Künstler/welcher phänomenalen Künstlerin haben wir diese zu verdanken? 🎨

    Der so junge Kater hat also schon so wenige Zähne *seufz* … andererseits habt ihr es, was ihn angeht, dann erstmal geschafft (dass vorne die auch raus müssen, ist glaube ich selten). Meine Bewunderung für das tägliche Spülen des Mäulchens. Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Diven das ohne Vollnarkose gestatten würden. Der Kater vermutlich schon. Aber ich gebe zu, dass ich mir das nicht geben möchte …
    Meinen fast zahnlosen Fellträger(inne)n geht‘s übrigens auch prima. Man sieht es ihnen nicht an, sie sprühen trotz des reifen Alters wieder vor Lebenslust, spielen, fressen und trotz der vierstelligen Rechnung war es eindeutig die richtige Entscheidung.
    Wie ich von dir weiß, gehst du bzw. geht ihr in euren Katzenfinanzen erst recht in die Vollen: alle Achtung auch dafür!

    Bleibt mir nur, den Miezen aber vor allem auch dir zu wünschen, dass die perfekte Form bei rundherum fittem Befinden bald wieder hergestellt ist. Es liest sich doch auch so, als wärest du auf dem bestmöglichen Weg dahin schon unterwegs.

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    1. Liebe Lizzy,
      die Taube, ähm, nun ja, meine Feder. Aber da habe ich ja auch Stunden dran gesessen, ging nicht so ruckzuck-zackzack wie der laufende Zeichner.
      Nun ja, er erträgt es ganz gut, nun mit weniger Zähnen, stürzt sich aufs Futter und wenn man es nicht wüsste, merkt man keinen Unterschied. Er hat zwar kein FORL, aber seine Zahnwurzeln sind irgendwie anfällig. Er hat wohl gepennt, als seine Katzenmama Selbstverteidigung gegen Zweibeiner erklärt hat. Er kratzt und beißt nicht, aaaber er kann sich sowas von verkanten und festkrallen unter Schränken und anderen Möbeln, unglaublich. Und der schmächtige Kerl kann sich ganz schön aus einem Griff rauswinden. Aber er lernt und taucht dann hinterher nicht mehr stundenlang ab- Dennoch sind wir froh, wenn die nächsten Tage rum sind. Ja, die Kosten... Wir haben ihn seit einem Jahr versichert und die Versicherung hat klaglos bezahlt. Aber auch sonst hätten wir ihn nicht hängenlassen, dafür hat man Verantwortung übernommen für sein Tierchen.
      Danke, ich denke auch, ich muss geduldig bleiben. Bin halt keine 20 mehr ;-)
      Liebe Grüße, Elke

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  3. Liebe Elke,
    jetzt habe ich mich doch bei dem laufenden Zeichner (zeichnenden Läufer?) richtig festgelesen. Erst die Marathonskizzen - faszinierend, wie geht denn das bitte? - dann seine HP. Ich mag diese Mix-Bilder aus Zeichnung und Objekten, wie das Tintenfass als Kamera oder das Mohnbrötchen als Stoppelkinn!
    So, nun aber zu dir! Leider kann ich dir auf die schnelle auch keinen grünen Zweig reichen, finde aber deine Kilometerleistung heuer gar nicht wenig, wenn man deinen holprigen Start durch Quetschdaumen und den Infekt miteinberechnet. Und wie du schreibst - manchmal ist es besser einen Gang zurückzuschalten, gerade wenn Gefühl und Uhr sich einig sind! :D
    Wichtig ist doch, du bleibst dran! Und dazu darf man sich ruhig auch Unterstützung durch Lauftreffs holen.
    Die Taube ist wunderschön! :)

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    1. Liebe Doris,
      ja nicht wahr, Christoph Niemann ist sehr kreativ und hat witzige Ideen. Ich finde auch diese Kombi-Werke prima.
      Wahrscheinlich sind meine 270 km das Glas Wasser, man kann es als halb voll oder halb leer einstufen, je nachdem. Es wäre auf alle Fälle schön, wenn es sich etwas mehr füllen würde. ;-) Ich bleibe dran.
      Danke, die Taube gelang wirklich gut.
      Liebe Grüße
      Elke

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  4. Liebe Elke, es ist nicht schön, von deiner getrübten Lauffreude zu lesen. Hingegen freut mich, dass Uhr und Gefühl übereinstimmende Daten liefern. Ich nutze seit geraumer Zeit ganz akribisch die Messwerte meiner Garmin zu Schlafqualität und HFV und richte meine Aktivitäten danach aus. Seitdem geht es mir viel besser!
    Nach einer Woche Alternativtraining wollte ich gestern endlich wieder laufen gehen. Ich fühlte mich jedoch müde und zerschlagen, habe mich aber trotzdem aufgerafft. Und was passierte noch auf dem ersten Kilometer? Ich stürzte!
    Mach diesen Fehler nicht nach und höre auf dein Körpergefühl (oder deine Uhr). Dann wird es langfristig wieder besser. Jedenfalls wünsche ich dir das!
    Viele Grüße vom Pulsmesser!

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    1. Liebes Pulsmesser,
      interessant und gut, dass deine Orientierung an deiner Garmin dir Fortschritte bringt. Möge es so bleiben! Ha, da war dann dein gestriger Kilometer 1 wohl eine Art Warnung.
      Ich gönne mir weiterhin ruhiges Traben statt Trainingsambition. Man muss im Alter wohl geduldiger sein...
      Danke und liebe Grüße
      Elke

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  5. Es ist wirklich der helle Wahnsinn, was für Fortschritte du zeichnerisch machst! Wusstest du schon immer, dass du eine künstlerisch starke Ader hast?

    Gut, dass ihr eine Versicherung für den anfälligen Kater gefunden habt. Dem Hörensagen nach tun die sich ja bei „Vorbelastungen“ manchmal schwer. Wir haben in der Tat keine der Katzen jemals versichert und daher den Tausender pro Katze, die alleine die Zahnsanierungen gekostet haben, direkt und ohne Umwege hingeblättert. Wenn man allerdings bedenkt, dass die drei in ihren nun schon sehr dreistelligen Altersbereichen sonst nur zu Kastration und ganz am Anfang Erst- und Auffrischungsimpfungen beim Tierarzt waren (Wurm- und Flohbehandlungszeugs kaufe ich in Apotheke bzw. Internet im Großpack), ist das umgerechnet auf die lange Zeit gar nicht mal so viel. Hunde sind schon ohne Krankheit deutlich teurer.

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    1. zweistellige Altersbereiche sind es natürlich bei den Miezen, keine dreistelligen 😸

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    2. Ich habe schon immer mal ein WENIG gezeichnet, war aber nie recht zufrieden damit. Nun, mit regelmäßigen Kursbesuchen tut sich da was. Aber natürlich zeige ich hier nur die gelungenen Werke, es gibt auch andere ... ;-)
      Da dieser Kater schon mehr Pech im Leben hatte, und uns insgesamt auch schon dicke 4-stellig kostete, haben wir uns für eine Versicherung entschieden. Als Vorerkrankung ausgeschlossen haben sie seine Nieren, da hat er nach FIP ein bisher kleines Defizit entwickelt. Eine Zahnsanierung hatte er auch schon vor 2 Jahren. Das wurde aber nicht ausgeschlossen und nun die fast 2000 EUR mit Voruntersuchung anerkannt. Insoweit sind wir mit dem Versicherer zufrieden.
      Dann sind eure ja recht pflegeleicht und gesundheitlich anscheinend robust, gut so!

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  6. Das ist wohl das Frühjahr mit dem Wurm drin, kommt mir sehr bekannt vor. Wenn neben der eher zähen Lauferei noch Kater und unwillige Handwerker/Behörden dazukommen, dann sollte das Laufen doch eigentlich zum Kopf frei pusten sein, aber achnee, genau das ist zäh ... Da hilft wohl nur, ab und durch. Ich tippe mal, sobald das Wetter schöner wird, kommt die Leichtigkeit zurück.
    Zum Taubenbild: alle achtung, richtig gut!
    Und zum Marathon-Zeichner: auch alle Achtung, macht Spaß durchzuschauen, man fühlt sich gelegentlich ertappt, sehr schön! :-)
    Bleib dran, es wird bald wieder rollen und die Uhr wird dann auch zufrieden sein :-) Liebe Grüße aus der Nachbarschaft

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    1. Lieber Oliver,
      das denke ich auch, dass mit schönerem Wetter auch die Lauflust wieder steigt. Derzeit ist es ja nicht unbedingt einladend draußen.
      Ich finde auch, der laufende Zeichner hat so alles drin, was unsereiner auch kennt, witzig. Und sogar Sandale!
      Meine Taube ist auch gelungen, bin recht zufrieden damit, danke.
      Liebe Grüße, Elke

      Elke

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  7. Liebe Elke,

    ich finde die Taube nicht nur gelungen und du kannst mehr als zufrieden sein! Ein richtig starkes Bild! Congrats!

    Manchmal ist es einfach so, da läuft nichts mit dem Laufen! Vielleicht hattest du, neben Genanntem, auch länger mit dem Infekt zu kämpfen, ohne dass du es bewusst wahrgenommen hast??? - Aber das mit dem Setzen von Reizen zum falschen Zeitpunkt, geht doch dann eher nach hinten los, wenn man zu schnell oder zu oft läuft. 3 x in der Woche 10 km ist doch nicht zu oft und zu schnell kann ich mir nach einer solchen Pause nicht vorstellen! - Da wünsche ich dir, dass du einfach geduldig bleibst, es dauert halt solange, wie es dauert! - LOL So wie Oliver glaube ich auch, dass das Wetter dann sein übriges dazu beiträgt ... und dass die Uhren uns manchmal ärgern, haben wir ja schon hin und wieder festgestellt!

    Bleib dran und gesund und
    liebe Grüße Manfred

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