Dienstag, 23. Dezember 2025

Unweiße Weihnacht

Hier noch ein Abendbild des auch schon bei Tageslicht beeindruckend geschmückten Hauses aus dem letzten Post. In natura wirft es einen fast um, es müssen 1000e Lämpchen sein...

Gnädig täuscht es über das ziemlich unweihnachtliche Wetter hinweg.

Selbst im Berner Voralpenland fehlt die erhoffte weiße Pracht (außer ganz weit oben). 

Wir hatten uns zu einer Wanderung in kleiner Gruppe im eher flachen sog. Wasseramt, einer Region zwischen den Kantonen Bern und Solothurn angemeldet. Nun ja, geregnet hat es wenigstens nicht. Aber wir bewegten uns in einer endlosen Nebelsuppe und unser Wanderführer konnte uns nur hier und da erklären, welche Aussicht wir von welchem Punkt HÄTTEN genießen können. 😏😒Ich hatte mich in der Wahl meiner Kleidung ziemlich verhauen und die 0° bei nasskalter Luft unterschätzt. Für Laufen wäre es gut gewesen, man wird ja dabei warm, doch Wandern im Flachen hat in dieser Hinsicht einen geringeren Effekt. Da auch andere vor sich hin bibberten, half der Spruch vom geteilten Leid ein wenig über die ansonsten netten 16 km. Da sind geheizte/r Bus und Bahn zur Rückfahrt eine Wohltat!

Kurze Rast am Wegesrand

Im Gegensatz zu 2024 können wir also kein Lied der Weißen Weihnacht anstimmen. Aber "Über den Wolken" ist ja auch ganz nett, zumal, wenn man sich dort befinden darf!

Außerdem haben unsere Vermieter vor dem Hof ein ganz wunderbares Adventsfenster aufgebaut. Da kann doch aus einer vermeintlichen Unglückszahl nur ein guter Stern für das neue Jahr werden!


In diesem Sinne, habt alle frohe Feiertage und ein gesundes und glückliches 2026!
Man liest sich.

Montag, 15. Dezember 2025

Am Ende sogar Schnee

In diesem Jahr habe ich ziemliche Verspätung. Natürlich sollte ein Besuch bei der freilebenden Weihnachtstanne im Marienfeld unbedingt sein. Doch dann war erstmal immer was anderes. Schlechtwetter, Termine, und, ja ich muss es einräumen, auch akute Anfälle von Unlust standen der Unternehmung bislang entgegen. 

Aber der 3. Advent sollte ENDLICH genutzt werden, zumal Petrus Sonne vom Himmel schickte!

Ich war gespannt, was mich erwarten würde....



Und daaaaa hinten, glitzert es mir auch schon entgegen:



Wie schön, die Tradition lebt weiter!


Zum Vergleich, 2014:

Seit 11 Jahren verfolge ich nun das Gedeihen von Baum und Besuchsinteresse. Mir scheint, die früher zu nahe stehenden Birken wurden sogar entfernt, damit sich das Bäumchen besser entfalten kann. Und das dankt es wirklich mit stattlicher Größe. Über die Jahre war immer wieder anderer Schmuck an seinen Zweigen zu bewundern. Vor allem zu Corona-Zeiten waren sie sehr behangen. Immer wieder fanden sich auch persönliche Botschaften, die zu Herzen gingen.

Mal sehen, was aktuell so zu sehen ist:




Ah, Wiederholungs-Lieblingshund!



Zufrieden mache ich mich auf den Rückweg, nicht ohne noch einen länger geplanten Abstecher einzuschieben. Da war ein Zeitungsartikel im vergangenen Jahr, der ein ganz besonders weihnachtlich verziertes Haus würdigte. Mal schauen, auch wenn sich im vollen Sonnenlicht die volle Wirkung sicher nicht entfalten würde.

Immerhin, es wurde an nichts gespart. Inklusive Schlitten mit Weihnachtsmann für Selfies. Das Ensemble wird unbedingt nochmal im Dunkeln bewundert werden müssen!



Ich bin so geblendet von der ganzen Pracht, dass mir ein entscheidendes Detail erst kurz vorm Weiterlaufen auffällt.
Das weiße Zeugs da, das ist ECHTER SCHNEE! Und das im Rheinland, wo es seit Herbst noch keine einzige Flocke vom Himmel zur Erde geschafft hat.
Was für eine Bescherung!


Sonntag, 7. Dezember 2025

Bedburger Nikolauslauf 2025


Wie Doris es so nett beschrieben hat, gegen Jahresende fühlt sich das Jahr an, wie eine Achterbahn im Looping.  Alles muss schnell noch gehen. Dieses soll erledigt sein, jenes auch. Hier ein Treffen, da ein Termin. Besorgungen. Und eigentlich sollte es doch besinnlich zugehen...
Aber immerhin, es gibt so nette Traditionen, die man gern wahrnimmt. Dazu gehört für uns der Bedburger Nikolauslauf.  Zur 38. Auflage schaffen wir es wieder, dort teilzunehmen. Für 7 EUR werden geboten: Kein Stress durch Zeitnahme, kein Druck durch Ranglisten, familiäres Ambiente, Laufstrecken von 800m bis 8.800m nach Wahl. UND: Am Ende der superleckere Weckmann! Da ließen es sich 300 Sportbegeisterte nicht nehmen, zur Nahrungssicherstellung um den Kasterer See zu laufen oder zu walken.
Schon beim Fußweg zu Start/Ziel wird klar, hier sind muntere Menschen unterwegs zu einem lockeren Training im Kreise Gleichgesinnter.






15 Minuten vor Start sind wir bereit. Perfekt, so kommt man bei 10° nicht groß ins Frieren. Ich habe extra meine selbstgestrickte Adventslauf-Kombi (Mütze, Handschuhe, Stulpen) angelegt, Tradition ist Tradition. Eine ältere Dame versucht, völlig unauffällig die Mütze abzulichten. Aber nicht, dass mir nächstes Jahr da eine Kopie rumläuft!


Damit sich nicht alle gegenseitig auf den teils matschigen Wegen im Weg sind, wurde das Startfeld gestaffelt. Gute Vorgehensweise. Die 8.800'er starten als letzte, kommen nur kurz in Berührung mit den 4.400'ern. Die anderen sind schon fertig.Nach kurzer Begrüßung wird unser Feld dann auf die 4 Runden um den See geschickt. Wobei auch diese nicht verpflichtend sind. Wer mag, kann vorher aussteigen, die Nahrung wird auch dann herausgegeben.😉
Die erste Runde will ich mich auf nichts einlassen und mein Tempo laufen. Klappt ganz gut. Da es ja um nichts geht, bin ich tiefenentspannt wie sonst kaum bei Volksläufen. Ich kann deutlich öfter überholen, als selber überholt zu werden. Außer ein paar ganz schnelle Hirsche, die geben wirklich alles und sind schlammbespritzt bis zum Gluteus Maximus, bewegen sich weit überwiegend gemütliche Naturen auf der Strecke.
Auf den beiden letzten Runden ist es recht ruhig geworden, nur einzelne Läufer weiter vor oder hinter mir. Unspektakulär komme ich ins Ziel, wo Chris bereits wartet. Die Pfütze etwa auf seiner Höhe ist meine Start-/Ziel-Markierung. 55:23 für (polargemessene) 9 km sind nicht der Hit, aber adventlich in Ordnung.




Der Weckmann muss im Kofferraum transportiert werden, sonst wäre er schon reduziert daheim angekommen, soooooo lecker ist der! Und ich wollte doch unbedingt mal messen. 37 cm - nicht von schlechten Eltern, nein, von einem sauguten Bäcker!


Eine andere Adventstradition hatten wir schon am Freitag erfüllt: Hofweihnacht auf Schloss Türnich. Punkt 16 Uhr zu Eröffnung sind wir dort, schon längst strömen die Besucher, der erste Reisebus fährt vor. Aber wenn man diesen Markt halbwegs erträglich besuchen will, ist das der beste Tag. Wunderschönes Ambiente. Und wenn man es nicht besser weiß, sieht das Schloss ultimativ stimmungsvoll aus. Leider ist es unbewohnbar und innen voller Stützbalken wie ein Bergwerk, Tagebauschäden.




Alphornklänge in der Schlossscheune

Der Traditionen noch nicht genug, der erste Stollen hat auch schon den Backofen verlassen. Weitere werden noch folgen. Und das Rezept für die Weihnachtsmarmelade des letzten Jahres habe ich noch nicht wieder gefunden, das muss auch noch werden!