Zunächst allen ganz herzlichen Dank, die mich mit ihren Kommentaren vorgestern und gestern wieder ein wenig aufgebaut haben, mir ihre Tipps gegeben haben und Ansatzpunkte für die Entscheidungsfindung,
DANKE!!!
Auf der Reise an die Donau hatte ich viel Zeit, nachzudenken, dank 4U noch eine gute Stunde mehr (Heidrun, über Deinen "Kracher" haben wir immer noch grinsen müssen...). Mir ist es schon lieb zu wissen, dass gesundheitlich nicht alles ok ist. Denn würde ich ohne dieses Wissen starten und wie geplant auf mein Ziel 4:20 hin laufen, und würden dann die Probleme eintreten - ich könnte die Lust am Marathon vielleicht verlieren. Das wäre doch übel! So aber kann ich es -dank dieses Wissens- anders angehen, und werde es auch.
In schwierigen Situationen ist es mir immer wichtig, möglichst viele Informationen und Aspekte zu sammeln, und so nutzte ich heute den Service, den der Wien-Marathon bietet, nämlich ein Ärtzeteam zu konsultieren. In der Sportmesse stehen dazu ein Orthopäde, ein Internist und ein Allgemeinmediziner bereit. So hatte ich eine nette Unterhaltung mit dem Internisten, in der wir meine Lage in Ruhe besprechen konnten. Therapie daheim rät er dringend an. Aber für den Marathon sieht er doch eine kleine Möglichkeit. Erstens nicht auf mein Zeitziel zu laufen und zu schauen, wie ich mich zur Halbzeit fühle. Gehts gut, vorsichtig weiter, fühle ich mich nicht gut, besser aufhören.
Na das ist doch eine Variante, der ich zustimmen kann und die ich für mich auch schon so ins Auge gefasst habe.
Da ist doch gleich wieder ein wenig die Freude zurückgekehrt, auch wenn ich leider nicht versuchen kann, eine neue PB anzugehen!!!
Versüsst wurde mir die Ankunft in Wien auch als ich feststellte, dass ein Energy-Gel undicht war und im Koffer ein wenig Klebrigkeit verbreitete :-( Dafür konnten wir beim Frühstück im Hotel den Blick auf die Oper schräg gegenüber geniessen und den munteren schweizerdeutschen Plaudereien einer grösseren eidgenössischen Läufergruppe lauschen. Da das Hotel über den Marathon-Veranstalter buchbar war (preislich sehr günstig), ist am Wochenende hier eine spezielle Gästeschar versammelt.
Es liegt perfekt wenige 100 m vom Ziel, das Zimmer ist wunderbar ruhig, sehr sauber und das ganze Haus in einem wunderbaren Jahrundertwendecharme, empfehlenswert.
Auf dem Weg zur U-Bahn lernen wir ein wenig den speziellen Wiener Humor kennen. Wo sonst käme man wohl auf die Idee, den Verzehr von Schnitzeln in Wien seit 1. Januar und die Tage, bis Tschernobyl wieder bewohnbar ist (sowie ein paar andere ähnliche Facts) elektronisch anzuzeigen...

Auf zur Pasta- und Kaiserschmarrnparty im ehrwürdigen Wiener Rathaus:
Der rote Teppich ist ausgerollt.
Im weichen Flor schreitet man dem Event entgegen.
Wir sind gleich um 14 Uhr vor Ort, bevor der grosse Ansturm einsetzt.

Die Mehlspeise mundet und dazu beobachten wir das Programm, das auf der Bühne geboten wird.

Dort führt das Maskottchen "Steffl" einige Aufwärmübungen auf, bevor ein kleines Salonorchester einen Walzer intoniert. Eine Gruppe "Taxitänzer" (welche eine Wortkreation!) marschiert ein und animiert die anwesenden Läufer zu dieser speziellen Art Auflockerungstraining...
Die Zeit langt heute, einige Eindrücke der Stadt aufzunehmen und auch das Katzencafé zu besuchen


Der Sonntag kann kommen, auch das Hotel bietet dazu eine gute Startgrundlage.
Aber zum Abendessen gibts vorher noch ein grosses Steak!

















