Freitag, 30. Oktober 2026

Ärgernis und eine Prise Spaß

Mein Oktober war gezwungenermaßen ziemlich ... unsportlich.
An diesem Punkt kann ich leider an meinen letzten Post vom Köln Marathon anschließen.  

Denn mein Sturz vor dem Dom blieb nicht ohne Folgen. Eigentlich fühlte ich mich gut und wir fuhren gleich noch am Nachmittag in die Schweiz in eine Urlaubswoche. Doch dann entwickelten sich die Dinge. Nach 2 bis 3 Tagen war eine formidable Rippenprellung voll erblüht. Lust auf Arztbesuch hatte ich nicht. Und die Therapie bei Rippenbruch wie -prellung ist identisch: Ruhe, nicht schwer heben, schonen, abwarten. Also blieben Liegen und Lesen als prägende Freizeitbeschäftigung. 

Nach Rückkehr Check bei der Hausärztin, die keinen Bruch feststellen konnte, aber letzte Sicherheit könne nur Röntgen geben. Doch wozu, bei identischer Therapie?
Dummerweise war noch ein verlängertes Wochenende in Potsdam gebucht. Das wolle ich mir nicht entgehen lassen und langsames Spazieren war ja möglich und erlaubt. 

Nach 2,5 Wochen spürte ich plötzlich zurückgehende Symptome. Also wohl wirklich kein Bruch, sowas habe ich ja erst vor 4 Jahren durchlitten. Wunderbar. Sonntags schaue ich noch die Übertragung des Frankfurt Marathons mit einem fulminanten Finish, hole mir Schwung und Motivation um tags drauf einen Lauftest zu absolvieren.

Es klappt besser als gedacht. Kondition ist noch da, Rippen bleiben friedlich. Dennoch bin ich nach 5,5 km wieder daheim, könnte sein, dass die Verletzung noch Nachwehen entwickelt. Tut sie nicht, also nach 2 Tagen auf auf zum fröhlichen Sporteln. Doch wie herb ist die Enttäuschung! 😖 Ich ringe mir mühsame 7,4 km ab, mit Gehpausen. Hatte ich da etwa am Montag gleich alle noch vorhandenen Körner verschossen?
Heute ein dritter Anlauf, immerhin 8 km in moderatem Tempo. 😏
Ich glaube, Sonntag greife ich an und wage mich an 10 km... ja, wie doch die Herausforderungen sinken können.

Donnerstag kommt es zum Showdown. Wir sind beide zum Martinslauf in unserem Ort angemeldet. Wo man unterwegs zwischen 3,3 , 6,6 oder 10 km entscheiden kann und dann mit einem leckeren Weckmann belohnt wird. So weit so gut. Ich könnte wohl 6,6 km schaffen. Allerdings: Der Lauf ist im Laternenlicht und bietet jede Menge Stolperfallen.... 😒 Mal sehen, wie weit mein (Über-)Mut reicht.

Und dann wäre ich ja zu absoluten Bestzeiten imstande.
Findet jedenfalls meine Polar:

Ein Marathon eine Stunde unter meiner persönlichen Bestzeit! Also entweder will die Uhr mich motivieren oder aufheitern oder ihre Software ist völlig abgedriftet. 

Ernst kann ich diese Spaßansage jedenfalls nicht nehmen. 😆

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