Eigentlich liebäugelte ich mit einer anderen Sonntagsaktivität. Der Köln Marathon wird auch dieses Jahr wieder virtuell angeboten. Der Lauf, der unerwartet für mich 2020 ein richtiges kleines Highlight wurde. Dank der gut gemachten App und vor allem der flotten Musik lief ich nur wenige Sekunden über meiner PB. Warum nicht spontan eine Wiederholung? Als erstes gießt Petrus Wasser in den läuferischen Wein. Die Prognose für den Sonntag sieht Sturm und Regen vor. Zwar hat man dieses Jahr 14 Tage Zeit für den Lauf, aber in den nächsten 10 Tagen wird es definitiv nicht passen. Und dann erkenne ich, dass wohl mit der Musik etwas anders ist, werde aber nicht ganz schlau aus der Beschreibung im Netz. Man scheint da wohl zusätzlich einen Streamingdienst abonnieren zu müssen. Sicherheitshalber frage ich bei den Kölnern nach. Erste Antwort, unsicher, ja, könnte sein, man frage noch den Technikkollegen. Nach 3 Tagen kommt die endgültige Auskunft: Man brauche die Premiumversion dieses Dienstes, aber die sei ja in den ersten 3 Monaten kostenfrei. Es widerstrebt mir leider völlig, mir einen solchen Account aufzwingen lassen zu müssen. Bliebe also ein Lauf mit der "Audio Experience", die nur in den Durchsagen pro km besteht. Das wäre dann im Vergleich zu 2020 wohl eher dröge. Na mal sehen, ob mein Leidensdruck mich noch in diese Variante bringt, allerdings bin ich derzeit skeptisch.
Daher Planänderung zugunsten eines 2-Stunden-Laufs am Samstag mal wieder Richtung Manheim. 18° und Wind, fast zu warm.
An einem kleinen Nebenweg am Ortsrand steht eine Kastanie, deren Früchte niemand interessieren. Leider habe ich keine Transportmöglichkeit. Also flugs am Sonntagmorgen nochmals per Auto hin. Der inzwischen Fahrt aufnehmende angekündigte Sturm hat mir großzügig geholfen. Lagen bei meinem Lauf am Vortag einzelne Kastanien am Boden, so ist er jetzt fast übersäht damit. Während ich den mitgebrachten Korb fülle, ploppen immer wieder weitere Kastanien um mich herum zu Boden. Da hätte ich ja eigentlich einen Helm mitbringen müssen! Doch ohne größere Schäden kann ich mit meiner Ausbeute heimkehren und dekorativen Tätigkeiten nachgehen. Der Herbst ist unverkennbar da.
