Donnerstag, 16. Dezember 2021

Kleiner Fehlalarm

Mich erreicht die Kunde, dass mein Dekorationsbeitrag am kollektiven Weihnachtsbaum auf dem Marienfeld nicht mehr hängen würde. Oh je, das wäre ja sehr ärgerlich! Der Sachverhalt verlangt unverzügliche Aufklärung und so machte ich mich heute auf zum Ort der notwendigen Erkundung.
Ich beende extra mein Homeoffice früher, damit ich noch Tageslicht habe.


Aaaah, da steht er ja, mein Freund. Es hat sich noch einiges Dekoratives getan seit dem 1. Advent!
😃


Meine Kamera zickt wieder etwas herum, entscheidet selber, dass sie den Blitz auslösen will. Abschalten Fehlanzeige.





Es ist schön zu sehen, dass wieder viele Menschen liebevoll beim Weihnachtsschmuck mitgewirkt haben!
Und da ist er ja auch, mein selbst gehäkelter kleiner Beitrag. Also alles bestens, alles im Lot!

Das lila Teil in der Bildmitte...

Befriedigt ziehe ich wieder von dannen. Ein kleines Bild des Konkurrenzbaumes, will leider nicht recht gelingen. Er ist diesmal eher einheitlich gestylt gewandet...

 

Und ansonsten eine unerklärliche Merkwürdigkeit:



Eine weitere interessante Begebenheit: Ich laufe auf einem Radweg zurück. Hinter mir ertönt eine Klingel, ich ziehe zum rechten Rand. Es schiebt sich eine hellblaue Zigarre an mir vorbei! Ich schaffe es weder schnell genug meine Kamera zu zücken, noch mir viele Details einzuprägen. Jedenfalls ist es ein vollverkleidetes Liegerad, vorne 2 Räder, hinten eines. Das Ding reicht mir gerade bis zur Hüfte. Der Fahrer kann eigentlich nicht viel sehen, nur nach vorne scheint er eine Art Schießscharte zu haben, richtige Seitenfenster nehme ich nicht wahr, daher sehe ich auch vom Fahrer nichts. Schnell entfernt sich das blinkende rote Rücklicht. Was für ein Dingsda! Das hätte ich mir gern näher angesehen, oder zumindest ein Foto gemacht!!

13 km, ein schöner Abendlauf, der gut getan hat. Ich versuche, dem Blitzverhalten meiner Kamera auf die Schliche zu kommen. Fehlanzeige. Daheim funktioniert sie tadellos und lässt sich einstellen wie gewünscht. Ts, ts, ts.

Sonntag, 12. Dezember 2021

Die Römer lassen schön grüßen

Nach meinem letzten "Höhenangriff" habe ich den Geschmack gekostet... Ein erneuter Angriff auf den Villerücken muss sein, diesmal aber mit Anstieg an einem Stück hinauf zur Fischbachhöhe. Auf nach Quadrath-Ichendorf, das zu Füßen der "Westflanke" liegt. 

Mein Einstieg verläuft über die Zufahrt zu einem Gewerbegebiet. In der Kurve ein Bildstock. Her mit einem Bild für meine Sammlung.



Der Anstieg über rd. 110m führt auf ziemlich direktem Weg hinauf, verlockend. Aber noch verlockender der Hinweis auf eine Kapelle. Also schere ich auf halber Höhe kurz aus, um sie mir anzusehen. Die heilige Barbara, Schutzpatronin der Bergleute, wird hier verehrt und es gibt auch eine kleine Erklärung dazu und zum Terrain, auf dem ich mich bewege.



Der kurze Weg bis zur Kapelle ist glitschig und ich bin froh, als ich wieder auf dem gut laufbaren Naturweg zur Fischbachhöhe bin.
Verrückt, bis oben sind es nur 6 km, aber ich war noch nie hier, dachte immer, da könne doch nichts sein. Ist es aber doch. Nämlich eine äußerst einsame Höhe, die bei gutem Wetter sicher gute Aussicht bietet. Heute hingegen verlieren sich sogar die Windräder zum Teil im Hochnebel. Nur das Rauschen ihrer Flügel begleitet mich an diesem einsamen Ort.





Und was sehe ich da plötzlich stehen? Ein Hinweisschild auf die Wanderroute zur römischen Via Belgica, die geografisch hier verlief, bevor sie im Zuge des Kohleabbaus auf einigen km verschwand. Wunderbar, ein Fixpunkt, an den ich nun weitere römische Erkundungen anschließen kann. Zu meiner noch größeren Überraschung stelle ich daheim fest, dass ich auf nur ca. 150 m Luftlinie an den Resten der Heidenburg, einem römischen Burgus vorbeilief. Allerdings liegt sie in einem Taleinschnitt und der tatsächliche Weg wäre um einiges weiter. Aber wenn das kein Grund ist, hier erneut anzutreten!


Ich trabe ein wenig an den Äckern entlang, bevor ich mich daran mache, einen Rückweg zu erkunden. An einer Kreuzung passiere ich einen weiteren Via-Wegweiser, diesmal begleitet von einem Wegekreuz. 



Weil das Reiterschild so nett auf den Birkenstamm gemalt wurde, entscheide ich mich für diese Richtung. Eine andere Abzweigung hätte mich zur Heidenburg geführt, wie ich jetzt weiß. Ich stoße letztendlich wieder auf meinen ursprünglichen Anstieg zur Höhe hinauf, den ich diesmal abwärts "fliegen" kann. Ganz in der Ferne zwischen den Baumwipfeln kann ich ein wenig die Aussicht erahnen, die man bei besserem Wetter hier hätte.



Nach 19 km bei 5° im rheinischen nasskalten Grau freue ich mich auf eine Stärkung daheim. Da meine bisher bevorzugte bayerische Brauerei mein Lieblingsradler wohl nicht mehr herstellt, waren umfangreiche Feldforschungen nötig, einen neuen Labetrank zu finden. Also im Getränkemarkt das entsprechende Sortiment zusammengekauft und nach und nach geschmacklich erschlossen. Vieles konnte rasch aussortiert werden. Mal zu "bierig", mal zu süß, mal zu Limonaden-dominiert. Das kölsche Radlerprodukt konnte mit kurzer Lieferkette das Aroma nicht aus dem Keller heben. 
Zu meiner eigenen Überraschung erwies sich ein Tröpfchen aus dem ganz hohen Norden, unter Insidern auch wegen des charakteristischen Ploppens beim Öffnen beliebt, als Testsieger. Außerdem hat es deutlich weniger Kalorien als die übrige Konkurrenz.



Das Profil meines Laufs: Statt Eiger & Co diesmal eher Tafelberg. 😀


Mittwoch, 8. Dezember 2021

Hopfen und Malz am Villerücken

Nach meinem letzten Post wuchs die Idee, doch auf unserer flachen Scholle zumindest ein wenig Höhenmeter zu sammeln, ohne dazu extra das Auto für eine Exkursion zu bemühen. Dazu bietet sich der Nachbarortsteil Horrem an, der am westlichen Villerücken liegt.

Nach intensivem Studium des Stadtplans versuche ich, möglichst viele Steigungsmeter mitzunehmen und stelle mir eine kleine Strecke zusammen. Die am Ende eine lustige rheinische Parodie auf Eiger-Mönch-Jungfrau ergibt, zumindest optisch.

Zunächst heißt es warmlaufen über 3,5 km bis zum "Einstieg", ein kleiner Pfad der sich als Mini-Buckel auf der Grafik oben links wiederfindet:


Dann auf zum Postberg, also "Eiger" der sich zieht und leider fotografisch nicht darstellbar ist. 


Ich schaffe die "Westwand" ganz gut, darf das dann auf der anderen Seite wieder abwärtslaufen und probiere als nächstes die Oscar-Straus-Straße, also den rheinischen "Mönch" sozusagen. Kürzere Steigung, dafür gefühlt steiler.
Abschließend bleibt noch die "Jungfrau" (=Im Bendchen). Hier muss ich konstatieren, dass ich leider die falsche Laufrichtung wählte, denn der Abstieg über die Hemmersbacher Heide ist steiler. Es ergibt sich also Optimierungspotenzial, wenn ich demnächst die Heide als Anstieg wähle.
Es läuft richtig flott und fluffig. Wenn ich die 3,5 km Hinweg und dann entsprechend auch zurück abziehe, verbleiben 110 Höhenmeter auf 8 km. Wenn ich die mehrmals als Runde wiederhole, lässt sich schon was reißen. Und wenn ich die Flachstücke zwischen den 3 Anstiegen weglasse und nur die Anstiege komprimiert rauf und gleich wieder runter renne, geht sogar noch mehr!
Ist wohl doch nicht Hopfen und Malz verloren in unserer Höhenmeterdiaspora. 😃

Sonntag, 5. Dezember 2021

Gelegen

War es vor wenigen Tagen meine Kamera, die zu Boden ging, war nun die Reihe an mir. Ich laufe auf einem mit Matsch und Pfützen gut gespickten Spazierweg. Neben einer Matschkuhle liegt eine Art niedriges Betonpodest, das ich mit einem eleganten Sidestep zum Ausweichen nutzen möchte. Der Gedanke war sicher nicht verkehrt, ich hebe auch die Füße brav. Aber dann war wohl doch auch schon Matsch unter dem Schuh und kaum dass ich mich versehen kann, rutsche ich aus, knalle ich mit der Hüfte unsanft auf das Podest. Autsch. Ich sortiere mich kurz, gebrochen scheint nichts, die Textilien zwar eingesaut, aber unbeschädigt. Das Wieder-Anlaufen ist schmerzhaft. Aber nach einigen Schritten beruhigen sich die Knochen weitgehend. Wahrscheinlich baut sich da über Nacht ein saftiger Bluterguss auf, er kündigt sich schon in zarten Tönen an. Aber dennoch laufe ich insgesamt 16,5 km durch einen ziemlich ruhigen Adventssonntag. Ruhig auf den Straßen und in Sachen Deko ebenso. Da ist dann noch die tapfere Schwimmerin am Erftufer ein netter Anblick.



Und was da alles so in den Büschen hängt...


Ich trabe durch Quadrath-Ichendorf und befinde mich plötzlich am Tierpark, der immer wieder Grund zum Ärger gibt. Oder vielmehr Leute, die hier mit falschen Dingen füttern, bis immer wieder Tiere verenden. Der "Park" liegt mitten in einem Wohngebiet, ein Spielplatz daneben, keine Rückzugsmöglichkeiten für die Tiere. Ein trauriger Anblick in meinen Augen, auch wenn manche das putzig finden werden. 



Weiter geht es zum Nachbarortsteil. Kommt mir gelegen, ich kann noch ein wenig "Höhenmetertraing" absolvieren, denn durch die Lage am Villerücken bietet er zwei, drei kleine steile Gässlein  ... 😆 Ich müsste einmal ausrechnen, wie oft ich dort entlang sollte, um an gewisse Läufe im alpinen Raum heranzureichen...😂 Kein Wunder, dass mir profilierte Strecken nicht so liegen...

Freitag, 3. Dezember 2021

Allerhöchste Eisenbahn

 



Shit happens: Eigentlich sollten hier ein paar Bilder mehr meines alten Weihnachtsbaumfreundes folgen. Doch schon bei Bild 2 hatte der Fotoapparat einen kleinen Sturzflug vollzogen und weigerte sich mit Bezug auf "erschöpften Akku" nach Bild 3, mir noch weitere Dienste zu erweisen.

Also steht hier noch eine Nachlieferung an. Dennoch taten die 12 km als Start ins 2. Advents-Wochenende gut, laufen ist doch was Entspannendes.